Beiträge

Tanz Hexe Tod

VR12109Der Schweizer Musiker Beat Zeller hat bereits 1986 die Psychobilly-Garage-Blues-Trash-Punk-Band The Monsters gegründet und ist darüber hinaus sowohl als Wrestler als auch als Prediger durch die Welt gezogen. In seinen One-Man-Shows spielt er Primitive Rock ’n‘ Roll oder Blues Trash. Außerdem ist er der Kopf hinter dem Indie-Label Voodoo Rhythm Records, das für seine hochwertigen Veröffentlichungen im weiten Feld des Bereichs Rock ’n‘ Roll und Artverwandtem weltweit geschätzt wird.
Die Mexikanerin Izobel Garcia hat in zahllosen kurzlebigen Garage-Punk-Bands in Los Angeles gespielt, seit sie sechzehn ist. Ihre musikalischen Wurzeln liegen im Punk, im Blues, und der mexikanischen Ranchera Music, mit der Band Manos del Chango hat sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.
Kennengelernt haben die beiden sich bei einer Garage Punk Show in Los Angeles und vom Fleck weg ihr gemeinsames Projekt gestartet. Am Schlagzeug sitzen beide, während der Reverend zusätzlich noch Gitarre spielt, bedient Garcia Orgel oder Synthesizer. Eingespielt wurde das Album baile bruja muerto abwechselnd in Italien, der Schweiz und L.A. Weiterlesen

Pimmel Fotze Hodensack!

P1100603Isolation Berlin sind endlich wieder in München zu Gast, nachdem es zur Lesung im Rahmen des Literaturfestes letztes Jahr zumindest im Anschluss ein paar akustische Lieder gab. Mit ihrer Show im Feierwerk vor zwei Jahren (Link zum Bericht) katapultierten sich Isolation Berlin für mich ad hoc an die unangefochtene Spitze aktueller deutschsprachiger Bands. Heute präsentieren sie ihr aktuelles Album Vergifte dich (Link zur Review).
Als Vorband sind die Staatsakt-Labelkollegen Swutscher am Start. Klingt merkwürdig? Ist es auch, denn Swutscher ist ein Begriff aus dem Plattdeutschen und bezeichnet Herumtreiber und liederlich lebende Menschen. Die Mitglieder, die Gitarristen Sven Stellmach und Velvet Bein, Sänger und Gitarrist Sascha Utech, Drummer Martin Herberg, Bassist Mike Krumhorn und Keyboarder Sebastian Genzink, stammen aus dem sagenumwobenen Rehn (wenn Google Maps nicht lügt) irgendwo an der A7 zwischen Hamburg und Neumünster. Weiterlesen

Endspurt! Der vierte und letzte Tag des bisher wirklich großartigen DMF 2015 ist angebrochen, und ich gestehe, dass jetzt doch langsam leichte Ermüdungserscheinungen auftreten. Füße tun weh, der Rücken ebenso, der Kopf ist so voller Eindrücke und Musik, dass eigentlich gar nichts Neues mehr hineinpasst. Gleichzeitig will man aber natürlich nicht schon wieder zurück in die Normalität, sondern das schwarze Wochenende noch ein wenig länger genießen. Daher werden die müden Knochen noch einmal aufgerafft, schließlich stehen auch heute wieder viele spannende Bands auf dem Programm. Weiterlesen

Halbzeit! Das Wetter bessert sich leicht, zumindest kommt man meistens trocken von einer Location in die andere. Das Publikum ist stoisch und macht weiterhin das Beste aus den nicht ganz optimalen Bedingungen, die Bands sind bisher alle durch die Bank weg richtig gut (ganz gleich, ob sie einem jetzt persönlich zusagen oder nicht), und die Stimmung während der Konzerte immer euphorisch. Dank des nachlassenden Regens stehen nun auch mehr Leute im Freien, was dem Ganzen doch erheblich mehr Festivalfeeling verleiht. Also dann, auf geht’s zu Tag 3! Weiterlesen

Leider spielt das Wetter heute überhaupt nicht mit, es regnet in Strömen, draußen mag man sich gar nicht aufhalten, und das sorgfältige Styling leidet bei vielen auch schon recht bald. Sehr schade! Aber dafür kann niemand was, und alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Weiterlesen

Donnerstag, 30.04.2015

dsc_2010Für viele ist der Donnerstag noch ein Arbeitstag, weshalb das Gelände um Theaterfabrik und Garage am Nachmittag um vier doch noch recht leer ist, als die Italiener Rox das 4. DMF eröffnen. Etwa vierzig Leute verlieren sich vor der Theaterfabrik-Bühne, doch Rox zocken ihren Energy-Electro-Rock unbeirrt und mit großen Gesten herunter und begeistern die wenigen Anwesenden durch die Bank. Teilweise geht’s musikalisch richtig schön zur Sache, Sänger Jonathan Brunati (alias Johnny Thyper) und Gitarrist Silvio Peluccio (alias John Rox) posen wie die Weltmeister, und vielerorts im Publikum wird bereits das Tanzbein geschwungen. Ein cooler Opener, der Lust auf mehr macht! Weiterlesen

Aller guten Dinge sind vier

dmf2015_programmflyerZum vierten Mal findet dieses Jahr das Dark Munich Festival – kurz DMF – statt, an vier Tagen. Damit hat sich das Festival von den Jahren 2012 und 2013, in denen es jeweils eintägig war, und 2014, wo wir schon drei Tage am Stück feiern konnten, noch einmal ausgedehnt.
Nach den zwischenzeitlichen Turbulenzen im letzten Jahr und den Gerüchten, das DMF würde gar nicht mehr stattfinden, machten sich viele Sorgen, vier Tage könnten etwas zu viel des Guten sein. Vier Tage für eine Stadt, die alles andere als das Zentrum der schwarzen Szene in Deutschland ist, für ein Festival, das zwar in den letzten Jahren riesigen Spaß gemacht hat, aber insgesamt natürlich noch längst nicht so etabliert ist wie das Amphi oder das M’era Luna. Bald schon überwiegt dann allerdings doch die Vorfreude.

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Tiefgründige Texte und knallharte Beats

Vielleicht war der Termin 20.07. vom Veranstalter etwas unglücklich ausgewählt. Zeitgleich fand in Köln nämlich das Amphi-Festival statt. So war ich überrascht, dass es doch einige gab, die den Weg, trotz des herrlich Sommerabends, in die Garage gefunden hatten.
Bereits vor dem Konzert ließ es sich Icon of Coil-Sänger Andy nicht nehmen, mit ein paar Anwesenden an der Bar die ersten Bierchen zu trinken und Gespräche zu führen. Er schien guter Laune zu sein, umso besser für den späteren Auftritt.

Support für Icon of Coil an diesem Abend waren Seelennacht. Sänger Marc Ziegler musste auf seinen gewohnten Keyboarder Matthias verzichten und brachte als Ersatz Rene mit, der sonst aber mit seinem eigenen Projekt Van Undercut auf der Bühne steht.
Die Zuschauer, ein wenig schüchtern, halten sich eher im hinteren Drittel auf der Tanzfläche auf. Marc betrat die Bühne, wirkte ein bisschen nervös und schüchtern. Vom ersten Ton an war ich fasziniert, unglaublich was für eine starke, tiefe und eindringliche Stimme aus diesem jungen Mann herauskam. Hier wird man schnell an Chris Pohl von Blutengel und Sven Friedrich von Solar Fake erinnert, beides vermischt sich in Seelennacht. Weiterlesen