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(Kneipen)-Kultur: Riffraff in Obergiesing

Einmal eine Rampensau sein

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Es gibt ja so viele tolle, coole Bars und Lokale in München, dass es einem manchmal schon reicht, diese virtuell besucht zu haben. Man geht dann doch wieder zum Italiener um die Ecke oder auf einen Wein im eigenen Viertel – weil’s so praktisch ist. Aber endlich habe ich es ins Riffraff geschafft! Rein in den Bus, ein paar Minuten später aussteigen in der Tegernseer Landstraße und hinein ins Riffraff, in eine Kneipe und Bar, die es in der Form seit Dezember 2016 gibt. Hier wird nicht nur sinniert und getrunken, es gibt auch coole Veranstaltungen wie die „Riffraff Rampensau – die Mixed Show in Giesing“. Einmal im Monat laden das Riffraff (Betreiber: Florian Falterer) und Bewie Bauer  Talente aus dem Kleinkunst-Comedy-Bereich ein. Dieses Mal sind Bastian Mahler, Die Puderdose, Claudia Pichler  und Phil Höcketstaller aka Hundling mit von der Partie.

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Unterwegs: Münchner Gschichten: Graffiti gegen Graffiti

Geht der Plan auf?

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Seit ein paar Jahren gibt es auf dem ehemaligen Rodenstock-Gelände im Dreimühlenviertel einen hochwertigen Wohnblock. Die Anwohner waren entsetzt, dass nun Yuppies einziehen würden und Gentrifizierung stattfände. Aber man hat sich weitgehend arrangiert, es wohnen doch auch weitgehend normale Leute dort. Nichtsdestotrotz hört das Haus nicht auf, eine Zielscheibe von Gentrifizierungsgegnern zu sein. Immer wieder wird die Fassade besprüht und beschmiert. Sogar auf den Fenstern des dortigen Kindergartens wurde eine Botschaft hinterlassen: „Verreck!“ Übel! Die Eigentümerin des Gebäudes, die Versicherungskammer Bayern, hat sich nun etwas ausgedacht, denn immerhin ist die Reinigung der Außenwände auch nicht gerade billig, von den Klagen der Bewohner und Ladeninhaber im Erdgeschoß ganz zu schweigen. Man könne doch Graffiti gegen Graffiti einsetzen.

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Unterwegs: Münchner Gschichten: Das Uhrmacherhäusl in Giesing

Und plötzlich war es weg!

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Münchens Stadtteil Giesing, genauer Obergiesing, ist ein pulsierendes Verkehrsgewühl: mit einer U-Bahn (Silberhornstraße) direkt im Zentrum, durchfahren von Autos, Bussen, Trambahnen. Die Tegernseer Landstraße, liebevoll TeLa genannt, durchzieht das Viertel. Den ganzen Verlauf nach ist sie gesäumt von Läden, Geschäften und Kneipen. Am Anfang – oder Ende, je nach Betrachtungsweise – steht das 60er Stadion, das auch regelmäßig Besucherströme über Giesing ergießt. Links und rechts der Tegernseer Landstraße aber herrscht teilweise Idylle. Da sind zum Beispiel die Untere und die Obere Grasstraße. Das ist ein Wohngebiet aus Kleinhäusern, die zwischen 1830 und 1860 erbaut wurden und unter Denkmalschutz stehen. In der Oberen Grasstraße 1 stand beispielsweise ein ehemaliges Handwerkerhaus, das nach der Kriegszerstörung 1944 wieder aufgebaut wurde. War es eine schmucke Schönheit? Eher nein. Aber diese niedlichen, geduckten Häuser in diesem Viertel machen dessen urigen Charakter aus. Ein Mikrokosmos im Makrokosmos eben.

Aber am 1. September 2017 wurde das Haus Nr. 1, genannt das Uhrmacherhäusl, illegal abgerissen.

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Kultur: Das Friedensdenkmal in München

Schöne Aussichten

Friedensengel 01-2Eine weithin sichtbare Statue, die über München zu schweben scheint, ist heute mein Ziel: der Friedensengel. Das goldene Wesen blickt von den Maximiliansanlagen (Stadtteil Bogenhausen) in Richtung Prinzregentenstraße, dabei kann es über die Isar hinweg über das westliche München sehen. Ihm zu Füßen plätschert ein Brunnen, Wasserfontänen schießen in die Höhe. Ein wirklich schöner Aussichtspunkt!

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Kultur: Die Graffiti-Mauer an der Tumblingerstraße

Sterbende Hall of Fame

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Anfang des Jahres 2018 haben die Abbrucharbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Viehhofs begonnen. Bis Sommer 2021 soll auf dem Areal im Schlachthofviertel das neue Volkstheater entstehen.

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Copyright Achim Schmidt

Der Baubeginn an der Ecke Zenetti-/Tumblingerstraße ist für diesen Sommer avisiert. Es wird daher kein Open-Air-Kino mehr stattfinden, kein Biergarten, kein Bahnwärter Thiel in dieser Ecke und im Winter kein Märchenbazar mehr. Ich freue mich, dass das Volkstheater eine neue Bleibe gefunden hat. Mein Graffitiherz aber blutet.

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Kultur: Die Schwanthalerstraße in München

Unterwegs in München

SchwanthalerstrLudwig Michael von Schwanthaler wurde 1802 in München geboren, hat sich zum bedeutenden Bildhauer entwickelt, unter anderem mit der Förderung von König Ludwig I., und ist auch im Tod (1848) seiner Heimatstadt erhalten geblieben (beerdigt am Alten Südlichen Friedhof). Unter anderem erbaute er in Pullach die Burg Schwaneck und ist Schöpfer der Bavaria an der Theresienwiese. Es gab also viele gute Gründe, nach ihm eine Straße zu benennen.

Die Schwanthalerstraße zieht sich von der Sonnen- (Ludwigvorstadt) bis zur Ganghoferstraße (Westend). Während der Arbeitswoche zeigt sich einem ein geschäftiges Treiben: Die sogenannte Computermeile und andere unterschiedliche internationale Läden reihen sich aneinander, der Autoverkehr lärmt, die verschiedenen Lokalitäten werden von Gästen aus aller Welt besucht, schließlich haben sich in der Schwanthalerstraße einige Hotels unterschiedlicher Preisklassen angesiedelt. Deshalb habe ich mir einen Sonntag für meinen Spaziergang durch die Innenstadtstraße ausgesucht, da zeigt sie sich von ihrer ruhigeren Seite. Weiterlesen

Graffiti: Bahnwärter Thiel, Viehhof München

Wir bauen eine bunte Wand!

 

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Auf dem Viehhofgelände findet ein Wandel statt. Das Volkstheater wird dorthin in ein neues Gebäude umziehen. Der Wandel des Geländes sollte auch ein Wandel für das legale Malen in München sein. Bahnwärter Thiel, Fader One und die Landeshauptstadt München waren Gastgeber und haben eine ganze Woche lang auf dem Viehhofgelände eine Bretterwand errichten lassen. Eine 130 Meter lange und 3 Meter hohe Holz „Hall-of-Fame“ mit einer gut bemalbaren Oberfläche sollte entstehen.

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Editorial – 83. Ausgabe – 11.10.2015

Heute legen wir gleich los mit

Musik

Pagan Black Metal präsentiert euch Pitchblack mit Heimdalls Wacht und deren am Freitag erschienenen CD Ut de graute olle Tied (Deel II) – Land der Nebel. Durch düstere Niederungen muss man hier waten … 

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Sonstiges: Deadline Festival, 15.-17.05.2015 im Viehhof in München

Graffiti auf 1200 Quadratmetern!

sa1Vor zwei Wochen wurde an dieser Stelle schon auf das bevorstehende Deadline Festival in München hingewiesen. Vergangenes Wochenende war es soweit. Bis Sonntag, den 17.05.2015 um 17 Uhr 5 Minuten und 15 Sekunden hatten die Künstler Zeit.Leider meinte es der Wettergott nicht so gut mit den Kunstbeflissenen, richtig schön war das Wetter eigentlich nur am Samstag, dennoch fanden viele Leute ihren Weg zum Viehhof.
Hier ein paar Eindrücke: