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Die Anfangsbuchstaben machen’s!

LU von Ludwigsvorstadt, I von Isarvorstadt und SE von Sendling. LUISE ist geboren! Corona-bedingt ist das neue Stadtteilkulturzentrum momentan noch geschlossen, aber per Instagram wird schon fleißig kommuniziert, was alles an Kultur bald stattfinden könnte. Bislang gab es Kunst aus dem Fenster, Hinweise auf den Poesiebriefkasten, schöne Querverweise auf die Färberei Kösk, die Glockenbachwerkstatt, Kunst im Quadrat auf der Theresienwiese, ein Tanzprojekt namens DanceOn, Kinderimpro und Fotografie-Projekte. Fast jeden Tag, zumindest aber einmal pro Woche gibt es Neues in den sozialen Medien!

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The Wall is dead, long live the Wall!

 

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Tja, die jahrelang einzig wahre Graffiti-Hall-of-Fame Münchens wird sterben. Die bislang denkmalgeschützte Mauer an der Tumblingerstraße wird wegen Sanierungsarbeiten (zum Artikel)  wegfallen und für die Sprayer-Szene nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Verzweiflung war groß, nicht nur für die Künstler, auch für die Fans. Wohin? Was tun? Gibt es einen Ersatz für diese renommierte Mauer? Ja!!!

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(Backsteinmauer links im Bild, von der Alten Utting aus fotografiert)

Die Markthallen München (MHM) stellen eine Außenmauer des Großmarktgeländes in Sendling zur Verfügung. Es ist wirklich um die Ecke von der Tumblingerstraße, einen Steinwurf entfernt, gleiche Area. Das Stück Mauer in der Thalkirchner Straße zwischen Tumblingerstraße und Lagerhausstraße steht zur Disposition. Es ist die Rückwand der Halle 6, ebenso eine Backsteinmauer wie die Tumblingerstraße und somit nicht allzu gewöhnungsbedürftig. Es soll angeblich einen jährlichen Gestaltungswettbewerb geben, bei dem Künstler ihre Kunstwerke präsentieren dürfen. Ist ja einesteils schön, wenn es einen Wettbewerb gibt, ein bisschen Action, Jubel/Trubel, andererseits aber auch wieder typisch München. Alles schön geordnet: Wettbewerb ausschreiben, Quadratzentimeter vergeben, Künstler bewerten. Ich denke aber, es wird wie an der alten Tumblingerstraße auch sein: Ordnung ja, aber Wildwuchs wird auch vorhanden sein.

Ich freue mich auf viele neue Motive und bin gespannt, wie das Sprayen stattfinden wird. Bestenfalls kann ich es bei einem kalten Glas Weißwein von der Alten Utting aus beobachten.

Sterbende Hall of Fame

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Anfang des Jahres 2018 haben die Abbrucharbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Viehhofs begonnen. Bis Sommer 2021 soll auf dem Areal im Schlachthofviertel das neue Volkstheater entstehen.

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Copyright Achim Schmidt

Der Baubeginn an der Ecke Zenetti-/Tumblingerstraße ist für diesen Sommer avisiert. Es wird daher kein Open-Air-Kino mehr stattfinden, kein Biergarten, kein Bahnwärter Thiel in dieser Ecke und im Winter kein Märchenbazar mehr. Ich freue mich, dass das Volkstheater eine neue Bleibe gefunden hat. Mein Graffitiherz aber blutet.

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Wir bauen eine bunte Wand!

 

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Auf dem Viehhofgelände findet ein Wandel statt. Das Volkstheater wird dorthin in ein neues Gebäude umziehen. Der Wandel des Geländes sollte auch ein Wandel für das legale Malen in München sein. Bahnwärter Thiel, Fader One und die Landeshauptstadt München waren Gastgeber und haben eine ganze Woche lang auf dem Viehhofgelände eine Bretterwand errichten lassen. Eine 130 Meter lange und 3 Meter hohe Holz „Hall-of-Fame“ mit einer gut bemalbaren Oberfläche sollte entstehen.

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