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Unterwegs: Einmal ein etwas anderer Street-Art-Tipp: München-Obersendling

Siemens City goes Crazy Town!

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Münchens Street-Art-Szene ist groß, sie hat Tradition, und sie hat einige sehr bekannte Künstler und Ecken. In ganz München kann man immer wieder einen Loomit, einen blauen Vogel der ADK Crew, ein schrilles Girlie von Beastiestylez sehen. Wir haben noch die Viehhofmauer (unsere Hall of Fame), die Donnersberger Brücke, die Unterführung am Friedensengel, das Werksviertel, die Brudermühlbrücke – lauter coole Locations!

In letzter Zeit hat sich aber ein Viertel gemausert, das eigentlich völlig unspektakulär daherkommt und fast nirgendwo groß erwähnt wird: Obersendling und sein gemischtes Gewerbegebiet. Die Straßen um die Boschetsrieder- und Aidenbachstraße sowie die Ecken um die U-Bahnhaltestellen Aidenbach- und Machtlfingerstraße bieten auf den ersten Blick nicht viel Schönes. In Seitenstraßen aber gibt es dann doch hübsche kleine Häuserzeilen und das ein oder andere Café oder Biergärtchen. Und es gibt ganz plötzlich auffallend viele Graffitis. Lasst mich diese euch vorstellen:

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Buch: Martin Arz – Munich Walls – Urban Art auf Münchens Wänden

Mit Heiduk und Schlutti fing alles an

Munich walls

Martin Arz, Autor und Herausgeber, ist ein Kenner der Münchner Street-Art-Szene wie kaum ein anderer. Unter anderem bietet er Stadtführungen an, die er Street Art Safari nennt. Münchens Graffiti und Murals liegen ihm am Herzen, gerade weil sie vergänglich sind. Deshalb hat er eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um sein Buch Munich Walls herausbringen zu können. Gott sei Dank hat es mit der Finanzierung geklappt! Letzten Samstag hatte ich völlig überraschend das schöne Buch im Briefkasten! Ich habe mich sofort draufgestürzt. Weiterlesen

Kultur: ARTMUC und STROKE, München, 10.-13.5.2018

Vier Tage, drei Locations, zwei coole Kunstevents

 

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Viele hatten ein langes Wochenende, und es gab doch einige, die sich nicht dem Vatertag mit dem Bollerwagen hingaben, sondern sich der Kunst widmeten. Die ARTMUC und die STROKE fanden zeitgleich statt und zwar an vier Tagen an gleich drei tollen Locations.
Mit einem Kombiticket konnte man sich die Events für 18 Euro auf drei Tage aufteilen.

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Kultur: Neues Graffiti in München

A Riesensach‘!

 

Graffiti Elser

München wird ein Riesengraffiti bekommen. Zu den Anfängen von Streetart gejagt und verfolgt, sind Loomit und WonABC mittlerweile große, international bekannte Graffiti-Künstler in der Szene. Nun arbeiten sie zum ersten Mal hier in München zusammen. Seit dem 24. Juli bearbeiten sie eine 22 Meter hohe Wand an der Bayerstraße im Hof des Verlagshauses von tz und Münchner Merkur. Die Idee dazu kam bei einem Gespräch zwischen der tz und dem Team von „Magic City“ (siehe auch die tolle Streetart Ausstellung in der Kleinen Olympiahalle). Man hatte schnell die kahle Fassade des Sparkassengebäudes im Auge, Kooperationspartner mussten gefunden werden. Die Stadtsparkasse stellte nur zu gern ihre Fassade zur Verfügung. Die Wunschkünstler Loomit und WonABC waren gleich begeistet. Eine Fassade in dem Format würde man nicht jeden Tag angeboten bekommten, meinte Loomit. Man einigte sich auf das Thema Georg Elser, der Widerstandskämpfer, der am 8. November 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler verübte. Weiterlesen

Magic City – Die Kunst der Straße – Kleine Olympiahalle, München

It’s a kind of magic!

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Mehr als 60 Street Art Künstler aus mehr als 20 Nationen sind in einer künstlich geschaffenen Fantasiestadt in der kleinen Olympiahalle versammelt. Circa fünf Jahre lang tingelt die Ausstellung durch verschiedene Orte, Premiere war 2016 in Dresden. Es ist mehr als fair, dass München zumindest die zweite Anlaufstelle ist. Denn es ist nicht so, dass Street Art in Deutschland womöglich seinen Ursprung in Berlin oder in einer anderen geilen Stadt mit ganz viel alternativer Kunst hat. Nein, in München war es, wo alles begann! Mia san mia, und das war schon immer so!

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Sonstiges: Deadline-Festival

Kunst auf dem Viehhof

 

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Manche München- und Fotografier-Freunde sind während eines gemeinsamen Walks schon auf das Viehhof-Areal gestoßen und wissen, dass es dort Mauern gibt, die zum Sprayen einladen und auch genutzt werden.
Nun gibt es im Mai etwas Interessantes für Sprayer: Vom 15. bis 17. Mai findet ein „Live-Painting“ statt, ein Festival namens „Deadline“. Auf dem ehemaligen Viehhofgelände soll das größte urbane Kunstwerk Münchens entstehen. Eine 150 Meter lange und 80 Meter hohe Mauer kann von 25 Graffitikünstlern und Streetartists, die meisten aus Deutschland, bemalt und besprayed werden. Am Sonntag, 17. Mai, um 17:05:15 Uhr müssen die Bilder fertig sein. Das Projekt wird organisiert vom Münchner Kollektiv Graphism. Die 1200 Quadratmeter an der Viehhofhallenrückseite sind für Profis reserviert. Graffitis – wenn es nicht irgendwelche unbeliebte Schmierereien an Privateigentum oder illegale Graffitis sind – sind mittlerweile „Kunst im öffentlichen Raum“, und München würde sich laut Michael Gmeiner von Graphism endlich dafür öffnen. Die angemeldeten Künstler bekommen eine Fläche zugewiesen, über das sie frei verfügen können. Manche kommen mit Sprühdose, andere mit Roller oder Pinsel, sodass die Arbeiten sehr vielfältig sein werden.

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