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Der Ausblick, die Schafe, der Cocktail
und das Klo

Schönes Wetter, aber nicht viel Zeit? Wo zieht es den Münchner hin? Isar? Englischer Garten? Ich habe eine andere Idee: Setzt euch in den Bus, in die Tram oder in die S-Bahn und fahrt zum Ostbahnhof, geht durch die Unterführung in Richtung Friedenstraße und von dort nach rechts ins Werksviertel. An der Ecke, wo einst die Pfanni-Verwaltung stand, geht es in die Atelierstraße rein, und man sieht schon von weitem das Highlight, das es seit 2019 gibt: das Hi-Sky, das größte mobile Riesenrad der Welt und größte Riesenrad Deutschlands, fast 80 Meter hoch und damit 30 Meter höher als das Riesenrad auf der Wies’n. Weiterlesen

Ganz neue Heilige!

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In den 80ern hat man die Jungs mit den Spraydosen gejagt – heutzutage sind diese teilweise renommierte Künstler und spenden Freude. „Mach es bunt, positiv besetzt, tob dich einfach aus“. Das waren die minimalen Vorgaben, die Pfarrer Rainer Maria Schießler aus St. Maximilian an unseren Münchner Graffiti-Künstler Loomit richtete.

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Wieder mal eine – leider geile – Zwischennutzung!

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Ja sagt einmal, was ist denn in Laim los? Kaum gibt es das Kunstlabor (Link) nicht mehr – die Tengelmann-Zentrale an der Landsberger Straße wurde abgerissen – munkelt man was von einem „Z Common Ground“! Was ist das denn jetzt? Ja, das ist die nächste Zwischennutzung, wie es seit einiger Zeit so „in“ ist. In Laim, in einem ehemaligen Gewerbehof, Baujahr 1965. Entrümpelt und bereit zum Abriss. Drei Stockwerke mit ehemaligen Büro- und Lagerräumen auf 4.000 Quadratmetern. Das wurde das „Z Common Ground“.

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Street Art für Kinder und Junggebliebene

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Ich habe euch den Farbenladen schon im Februar vorgestellt ( Feierwerk Ausstellung  ), aber diese Ausstellung MÜSST ihr besuchen, es ist DIE Gelegenheit, gleich fünf Künstler in einer Ausstellung in München auf einmal zu sehen. Zum vierten Mal findet diese Ausstellungsreihe statt, zu der die Künstlerin Beastiestylez zum kreativen Crossover einlädt. In dieser Gruppenausstellung sieht man eine große Vielfalt an Stilen, abstrakte Malerei, Graffiti, Illustration, Popsurrealismus und Photo-Realismus. Die Künstler sind Loomit, Eazy, Lion Fleischmann, Gjör Barée und natürlich die Gastgeberin Beastiestylez.

Jeder Künstler hat seinen Raum bzw. seine Wandfläche, seine Fans, seinen Preis. Das macht Spaß, sich umzusehen im Farbenladen.

Beastiestylez hat mit ihren Feen- und märchenhaften Gestalten, in die man sich hineinträumen kann, nicht nur Wandbilder geschaffen:

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Ein König im Untergrund

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König Ludwig II., unseren Kini, den „Märchenkönig“, kennt weltweit fast jeder. Sein Großvater Ludwig I. ist außerhalb Bayerns dagegen weit weniger prominent – zu unrecht. Hat er in München doch an fast jeder Ecke seine Spuren hinterlassen. Geboren 1786 in Straßbourg, gestorben 1868 in Nizza, war er König von Bayern von 1825 bis 1848. Er war Zeit seines Lebens nicht der Schönste, hatte aber eine schöne Frau bekommen und mit ihr neun Kinder. Zusätzlich hatte er noch das eine oder andere Gspusi. Eines davon, eine schöne Dame namens Lola Montez, wurde ihm sogar zum Verhängnis.

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5.000 Quadratmeter Streetart!

 

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50 Künstler haben aus 5.000 Quadratmetern in einem alten ungenutzten Gebäude in München-Laim vorübergehend eines der größten Kunstprojekte der Stadt gemacht. Ermöglicht haben das die Macher des MUCA, dem Münchner Museum of Modern and Comtemporary Art. Samstag, 13.10.2018, war Ausstellungseröffnung, dauern wird das Ganze bis zum Jahresende. Dann wird das Gebäude abgerissen. In der Landsberger Straße 350 befand sich bis vor kurzem noch die Münchner Tengelmann-Zentrale. Dann wurde die Supermarktkette an Edeka verkauft, und irgendwann stand das Gebäude leer, bis am 13. Oktober das „Kunstlabor“ öffnete.

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Siemens City goes Crazy Town!

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Münchens Street-Art-Szene ist groß, sie hat Tradition, und sie hat einige sehr bekannte Künstler und Ecken. In ganz München kann man immer wieder einen Loomit, einen blauen Vogel der ADK Crew, ein schrilles Girlie von Beastiestylez sehen. Wir haben noch die Viehhofmauer (unsere Hall of Fame), die Donnersberger Brücke, die Unterführung am Friedensengel, das Werksviertel, die Brudermühlbrücke – lauter coole Locations!

In letzter Zeit hat sich aber ein Viertel gemausert, das eigentlich völlig unspektakulär daherkommt und fast nirgendwo groß erwähnt wird: Obersendling und sein gemischtes Gewerbegebiet. Die Straßen um die Boschetsrieder- und Aidenbachstraße sowie die Ecken um die U-Bahnhaltestellen Aidenbach- und Machtlfingerstraße bieten auf den ersten Blick nicht viel Schönes. In Seitenstraßen aber gibt es dann doch hübsche kleine Häuserzeilen und das ein oder andere Café oder Biergärtchen. Und es gibt ganz plötzlich auffallend viele Graffitis. Lasst mich diese euch vorstellen:

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Mit Heiduk und Schlutti fing alles an

Munich walls

Martin Arz, Autor und Herausgeber, ist ein Kenner der Münchner Street-Art-Szene wie kaum ein anderer. Unter anderem bietet er Stadtführungen an, die er Street Art Safari nennt. Münchens Graffiti und Murals liegen ihm am Herzen, gerade weil sie vergänglich sind. Deshalb hat er eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um sein Buch Munich Walls herausbringen zu können. Gott sei Dank hat es mit der Finanzierung geklappt! Letzten Samstag hatte ich völlig überraschend das schöne Buch im Briefkasten! Ich habe mich sofort draufgestürzt. Weiterlesen

Vier Tage, drei Locations, zwei coole Kunstevents

 

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Viele hatten ein langes Wochenende, und es gab doch einige, die sich nicht dem Vatertag mit dem Bollerwagen hingaben, sondern sich der Kunst widmeten. Die ARTMUC und die STROKE fanden zeitgleich statt und zwar an vier Tagen an gleich drei tollen Locations.
Mit einem Kombiticket konnte man sich die Events für 18 Euro auf drei Tage aufteilen.

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A Riesensach‘!

 

Graffiti Elser

München wird ein Riesengraffiti bekommen. Zu den Anfängen von Streetart gejagt und verfolgt, sind Loomit und WonABC mittlerweile große, international bekannte Graffiti-Künstler in der Szene. Nun arbeiten sie zum ersten Mal hier in München zusammen. Seit dem 24. Juli bearbeiten sie eine 22 Meter hohe Wand an der Bayerstraße im Hof des Verlagshauses von tz und Münchner Merkur. Die Idee dazu kam bei einem Gespräch zwischen der tz und dem Team von „Magic City“ (siehe auch die tolle Streetart Ausstellung in der Kleinen Olympiahalle). Man hatte schnell die kahle Fassade des Sparkassengebäudes im Auge, Kooperationspartner mussten gefunden werden. Die Stadtsparkasse stellte nur zu gern ihre Fassade zur Verfügung. Die Wunschkünstler Loomit und WonABC waren gleich begeistet. Eine Fassade in dem Format würde man nicht jeden Tag angeboten bekommten, meinte Loomit. Man einigte sich auf das Thema Georg Elser, der Widerstandskämpfer, der am 8. November 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler verübte. Weiterlesen