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Winter im Bergischen Land

Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit haben Obscurity mit Vintar ihr neuestes Album fertig, zwei Jahre nach der letzten Scheibe Obscurity, mit der sie endgültig aus der Underground-Szene heraustraten. Beim Label Trollzorn sind sie mittlerweile einer der Top-Acts und touren erfolgreich in ganz Europa. Die Wikinger aus dem Bergischen Land haben den Titel ihres neuen Werkes bewusst gewählt: Eine Kombination aus dem germanischen „Wintar“ und nordischen „Vinter“ beschreibt auch das Konzept des Albums.

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Paganes Liedgut aus Thüringen

hangatyr_elemente_coverElemente heißt das zweite Album der Thüringer Pagan Black Metaller Hangatyr, und bereits der Name macht deutlich, worum es geht: Mythologie, verpackt in knackiges Metall. Spickt man dann mal auf die Tracklist, stellt man auch erfreut fest, dass Hangatyr deutsche Texte schreiben, was die Herren gleich noch sympathischer macht. Gegründet 2006 brachte das Quintett, bestehend aus Marco (Bass), Ali (Gitarre), Silvio (Gesang), Michael (Drums) und Tele (Gitarre) 2010 das Debütalbum Helwege via Nocturnal Empire auf den Markt, dem jetzt mit Elemente das zweite Album folgt. Diesmal verzichtet Hangatyr wieder auf die Unterstützung durch ein Label, um die volle Kontrolle zu behalten – ein Schritt, den man immer häufiger beobachtet. Weiterlesen

Franken auf dem Vormarsch

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Da euch die Jungs von Delirium erst kürzlich als Band der Woche präsentiert wurden, erübrigt sich hier eine detaillierte Vorstellung des Quintetts aus unserer Kolonie im Norden. Gehen wir stattdessen sofort in medias res: Rein mit der EP Das Erbe der alten Zeit, die Lautsprecher auf Anschlag aufgedreht und los geht’s!

Ich bin alles andere als ein Heimatkundler oder gar Expertin für Folk-s-musik, habe aber durchaus was übrig für diese Themen. Simon Dittrich (Schlagzeug), Steffen Schultheiß (Gitarre), Tobias Herrmann (Gitarre), Björn Bayer (Bass) und Manuel Hiller (Gesang) offenbar auch, denn selten bekommt der unbedarfte Review-Schreiber so detaillierte Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedtexten wie von Delirium. Musikalisch erwartet den geneigten Zuhörer melodischer Metal mit Kreischgesang, mit allen Zutaten, die eine Pagan-Band so braucht, die zwar gefallen, aber nicht ins Reich der beinahe schon tanzbaren Spaß-Mukke abdriften will. Weiterlesen

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Delirium sind eine 2006 gegründete Formation aus dem schönen Frankenland, das auch einen zentralen Platz in der Musik des Quintetts einnimmt: Inspiriert durch die geschichtsträchtige Vergangenheit Frankens, wachsendes Interesse an Germanen- und Heidentum sowie an nordischer Mythologie, die schöne Landschaft ihrer Heimat und natürlich durch das Kennenlernen neuer Bands verschrieben sich Delirium ganz dem Franconian Pagan Metal. Nach ihrem 2011 erschienen Debut Frankenblut gibt es dieses Jahr in Form einer EP, Das Erbe der alten Zeit, ein musikalisches Lebenszeichen. Bevor es aber wieder auf die Bühnen dieser Welt geht, standen Simon Dittrich (Schlagzeug), Steffen Schultheiß (Gitarre), Tobias Herrmann (Gitarre), Björn Bayer (Bass) und Manuel Hiller (Gesang) für unsere Rubrik Band der Woche Rede und Antwort.

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Stimmen aus der Vergangenheit

pagan_prophecies_cover_300dpiPagan Metal ist in den letzten Jahren immer mehr zum Synonym für Party Metal geworden, Bands wie Korpiklaani oder Turisas verbreiten gute Laune und laden zu Bier, Gesang und Tanz ein (was ja auf keinen Fall schlecht sein muss). Doch das wirklich Heidnische, das Naturverbundene und die Rückbesinnung auf alte Götter und Mythen – das sollte man woanders suchen. Fortið – auf Isländisch „Vergangenheit“ – gehören zu diesen tiefgründigeren Bands, denen neben mitreißender Musik auch die Gedankenwelt dahinter wichtig ist. 2002 wurde das Projekt in Kópavogur von Einar „Eldur“ Thorberg ins Leben gerufen. Nach der im europäischen Untergrund sehr erfolgreichen Völuspá-Trilogie – Thor’s Anger, The Arrival of Fenris, Fall of the Ages –, die Eldur im Alleingang eingespielt hatte, zog er 2008 von Ísland nach Norwegen und bildete eine komplette Band. Pagan Prophecies das Ergebnis dieser Kooperation. Der Titel bezieht sich – ähnlich wie die ersten drei Alben – auf die Prophezeihungen der Völva, der Seherin in der „Völuspá“, dem ersten der sechzehn Götterlieder der Edda. Weiterlesen