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Beschwörung à la Lovecraft

Haxandraok_CoverBitte, was für’n Ding? Ja, ein merkwürdiger Bandname und ein quasi unaussprechlicher Albumtitel weisen schon auf etwas Außergewöhnliches hin. HAXANDRAOK sind ein griechisch-polnisches Duo bestehend aus Saevus H. Aldra -Al-Melekh, der für Gesang, Beschwörungen und Gitarren zuständig ist und Marcello, der Schlagzeug und Percussion übernimmt. Für die Bassspuren hatten sie Unterstützung von Arkhus A. Die Lyrics zu “Lilith Unbound“ stammen von dem schwedischen Okkultisten und Autor Thomas Karlsson, den manche vielleicht noch als Texter der Band Therion kennen. Der Text von “Tower Sub Rosa“ wurde hingegen von Fredrik Eytzinger beigesteuert, der zwei schwedische Bücher über schwarze Magie ins Englische übersetzt hat. Das alles zusammen klingt schon reichlich obskur, und ich fürchte schon, mich mit dieser Rezension zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Weiterlesen

There are two places you can go: To hell or the hangman

Mit ihrem neuen Album im Gepäck Exile amongst the ruins (Link zur Review) rufen Primordial um Frontmann Alan AverillNemtheanga“ zur Heathen-Crusade-Tour, und zahlreich erscheinen die Fans zum Heiden-Kreuzzug, sodass im Gegensatz zur letzten Show 2016 (Link zum Bericht) von der Halle ins doppelt große Werk gewechelt werden muss.
Im Video der ersten Single „Stolen years“ präsentierte sich Nemtheanga ohne Asche im Gesicht, dafür mit Hipster-verdächtigem Bart. Insofern darf man gespannt sein, wie die Show heute ausfällt. Im Vorprogramm spielen die renommierten Der Weg einer Freiheit aus Würzburg und Moonsorrow aus Helsinki. Damit könnte man den Abend als kleines europäisches Festival bezeichnen. Weiterlesen

Auf zu neuen Ufern

PRIMORDIAL-EATR_highVier Jahre sind seit dem gefeierten Album Where greater men have fallen vergangen, und Primordials Sänger Alan Averil „Nemtheanga“ nahm sich Zeit für sein doomorientiertes Soloprojekt Dread Sovereign, mit dem er letztes Jahr auch eine Clubshow in München gespielt hat (Link zur Review). Nun ist es Zeit für das mittlerweile neunte Primordial-Album Exile amongst the ruins, das mit den Gitarristen Ciarán MacUilliam und Michael O’Floinn, Bassist Pól MacAmlaigh und Simon O’Laoghaire am Drumset im heimischen Dublin eingespielt wurde. Aus praktischen und zeitlichen Gründen wurde das kleine Camelot Studio direkt neben ihrem Proberaum gewählt. Wie haben sich die beengte Umgebung und der Umstand, dass man, laut Presseinfo, anders als sonst vorher kaum zusammen komponieren konnte, auf das Album ausgewirkt? Hören wir es an und bilden uns ein Urteil. Weiterlesen

Die irischen Pagan-Metal-Götter Primordial veröffentlichen am 30. März ihr neues Album Exile amongst the ruins über Metal Blade Records.
Die Aufnahmen fanden gemeinsam mit Produzent Ola Ersfjord, der schon das Live-Album Gods to the Godless von 2016 betreute, in den Camelot Studios in Dublin statt, die sich gleich neben dem Proberaum der Band befinden.

Das Video zur ersten Single „Stolen Years“:

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You gonna hear some fuckin‘ doom!

Primordial kennt sicherlich jeder, der sich für Metal interessiert. Deren Sänger Alan Averill, den die meisten wohl besser unter dem Namen Nemtheanga kennen, kommt heute mit seinem weit weniger bekannten Nebenprojekt Dread Sovereign nach München in den kleinen Backstage Club. Dubh Sol sitzt wie auch bei Primordial am Schlagzeug, und Bones von den Wizards of Firetop Mountain zaubert an der Gitarre. Alan selbst bedient den Bass. Die genreübergreifende und teilweise recht experimentelle Herangehensweise an ihre Version von Doom Metal hat mir sehr gut gefallen (Link zur Rezension des zweiten Albums For Doom the bells tolls), und ich bin gespannt, ob sich die Wirkung der Songs heute auch live entfalten kann. Weiterlesen

Süßer die Glocken nie klingen

DREAD_SOVEREIGN_van209Dread Sovereign wurden 2013 in Dublin gegründet. Bisher wurden die EP Pray to the Devil in Man und das erste Album All Hell’s Martyrs veröffentlicht. Das Nebenprojekt von Primordials Sänger Alan Averill, besser bekannt als Nemtheanga, geht nun mit For doom the bell tolls in die zweite Longplayer-Runde. Bei Dread Sovereign bedient er zusätzlich den Bass, die weiteren Mitstreiter sind Dubh Sol, der auch bei Primordial Schlagzeug spielt, und Bones an der Gitarre, der außerdem bei Wizards of Firetop Mountain aktiv ist. Zusammen bilden sie ein unheiliges Dreigestirn, das sich nicht von Genregrenzen einengen lässt. Das fängt schon bei den Albumcovern an. Kein typischer Metalband-Schriftzug, und im aktuellen Fall dazu eine düstere Hinrichtungsszene, die aus einem alten Holzschnitt von Albrecht Dürer stammen könnte. Auch die angegebenen Songlängen sind ungewöhnlich und alles andere als radiokompatibel, und ein Strophe-Refrain-Strophe-Schema sucht man vergebens. Weiterlesen

Gods to the godless

„We are Primordial! We are from the Republic of Ireland! And I have a question – are you with us, Bang Your Head?“

Primordial-LiveCV-3kKraftvoll ertönt Alan Averills Stimme aus den Lautsprechern, im Hintergrund ist das Jubeln der Fans zu hören – und schon ist man mittendrin, schon packt einen diese ganz besondere Magie, die Primordial bei ihren Konzerten verströmen. Nach der Live-CD/DVD All empires fall aus dem Jahr 2010, die zwei Konzerte enthielt (Ragnarök-Festival 2008, Dublin 2009), folgt nun mit God to the godless eine weitere Live-CD der Band, die ihren Auftritt auf dem Bang Your Head 2015 festhält. Live-Mitschnitte sind ja sehr verbreitet, nahezu jede Gruppierung bringt im Lauf ihrer Karriere mindestens einen davon auf den Markt, und über Sinn und Zweck kann man sicher streiten (außer dass damit Geld verdient werden soll, klar). Doch bei manchen Bands sind die Konzerte so viel intensiver, so viel mehr für die Ewigkeit wie die Studioalben, da ist ein guter Live-Mitschnitt ein absolutes Muss. Primordial gehören zweifellos dazu. Weiterlesen

Too bad for you!

In den zehn Jahren ihres Bestehens haben sich die Schweden Sister quer durch Europa gespielt und haben sich ihren Ruf als hervorragende Liveband hart erarbeitet. Auch ich habe sie schon einmal live erlebt als Vorband von Wednesday 13, und an dem Abend haben sie mich weit mehr überzeugt als der eigentliche Hauptact. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, was ist also aus Sister geworden? Martin SweetIMG_2610 von Crash Diet hat den ausgeschiedenen Rikki Riot am Bass ersetzt. Martin hat zuvor schon als Produzent für Sister gearbeitet, das neue Album Stand up, Forward, March! wurde jetzt aber von Jona Tee von der Band H.e.a.t. produziert. Als Vorband treten heute Noise Pollution aus Italien an.
19 Uhr ist als Konzertbeginn angesetzt, und obwohl es im Backstage in aller Regel recht pünktlich zugeht, glaubt das heute offenbar niemand. Zwanzig vor sieben bin ich scheinbar der erste Gast. Mich empfängt lediglich eine beeindruckende zusammengeschweißte Stehlampe mit Sister-Logo und dahinter mit vollen Backen das Mädel vom Merchandise, das gerade noch ihr Abendessen verzehrt. Erst nach und nach tröpfeln weitere Besucher in den Club. Oder ist die Vorband so schlecht, dass sie keiner sehen will? Hoffentlich nicht. Da ich sie mir nicht vorher angehört habe, muss ich mich überraschen lassen. Weiterlesen

Primordial-GodsToTheGodlessDie irischen Pagan Metaller Primordial haben die Veröffentlichung ihres ersten Live-Albums angekündigt. Gods to the Godless (Live at BYH 2015) erscheint am 25. November als limitierte Digibook-CD und 2-LP im Klappcover!

Surft zur Website des Rock Hard und checkt die Liveversion von „Wield Lightning to split the Sun“ an unter rockhard.de.

Hört euch danach das Titelstück „Gods to the Godless“ an und checkt die Vorbestellungsmöglichkeiten auf http://www.metalblade.com/primordial/. Es gibt ein Bundle mit exklusivem T-Shirt! Weiterlesen

„It’s a fucking Tuesday!“

Ein Dienstagabend in München im April. Schneeregen rieselt uns auf dem Weg ins Backstage leise aufs Haupthaar. Nicht so wild, wenn die Haare nass werden, denke ich, denn vor mir liegen drei Auftritte dreier Metal-Bands, die sie mir sicher ordentlich durchföhnen werden: Ketzer aus Bergisch-Gladbach, Svartidauði aus Island und Primordial aus Irland. Das Wetter ist also nicht das Problem – es scheint vielmehr am Datum zu liegen, weswegen sich so wenig Schwarzvolk im Backstage blicken lässt. Das Konzert musste vom Werk in die kleinere Halle verlegt werden, und um halb acht ist auch nur eine gute Handvoll Leute da. Weiterlesen