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CD: Primordial – Exile amongst the ruins

Auf zu neuen Ufern

PRIMORDIAL-EATR_highVier Jahre sind seit dem gefeierten Album Where greater men have fallen vergangen, und Primordials Sänger Alan Averil „Nemtheanga“ nahm sich Zeit für sein doomorientiertes Soloprojekt Dread Sovereign, mit dem er letztes Jahr auch eine Clubshow in München gespielt hat (Link zur Review). Nun ist es Zeit für das mittlerweile neunte Primordial-Album Exile amongst the ruins, das mit den Gitarristen Ciarán MacUilliam und Michael O’Floinn, Bassist Pól MacAmlaigh und Simon O’Laoghaire am Drumset im heimischen Dublin eingespielt wurde. Aus praktischen und zeitlichen Gründen wurde das kleine Camelot Studio direkt neben ihrem Proberaum gewählt. Wie haben sich die beengte Umgebung und der Umstand, dass man, laut Presseinfo, anders als sonst vorher kaum zusammen komponieren konnte, auf das Album ausgewirkt? Hören wir es an und bilden uns ein Urteil. Weiterlesen

News: Primordial kündigen neues Album für den 30. März an

Die irischen Pagan-Metal-Götter Primordial veröffentlichen am 30. März ihr neues Album Exile amongst the ruins über Metal Blade Records.
Die Aufnahmen fanden gemeinsam mit Produzent Ola Ersfjord, der schon das Live-Album Gods to the Godless von 2016 betreute, in den Camelot Studios in Dublin statt, die sich gleich neben dem Proberaum der Band befinden.

Das Video zur ersten Single „Stolen Years“:

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Konzert: 16.06.2017 Dread Sovereign, Ad Cinerem, Moribund Mantras – Backstage Club, München

You gonna hear some fuckin‘ doom!

Primordial kennt sicherlich jeder, der sich für Metal interessiert. Deren Sänger Alan Averill, den die meisten wohl besser unter dem Namen Nemtheanga kennen, kommt heute mit seinem weit weniger bekannten Nebenprojekt Dread Sovereign nach München in den kleinen Backstage Club. Dubh Sol sitzt wie auch bei Primordial am Schlagzeug, und Bones von den Wizards of Firetop Mountain zaubert an der Gitarre. Alan selbst bedient den Bass. Die genreübergreifende und teilweise recht experimentelle Herangehensweise an ihre Version von Doom Metal hat mir sehr gut gefallen (Link zur Rezension des zweiten Albums For Doom the bells tolls), und ich bin gespannt, ob sich die Wirkung der Songs heute auch live entfalten kann. Weiterlesen

CD: Dread Sovereign – For doom the bell tolls

Süßer die Glocken nie klingen

DREAD_SOVEREIGN_van209Dread Sovereign wurden 2013 in Dublin gegründet. Bisher wurden die EP Pray to the Devil in Man und das erste Album All Hell’s Martyrs veröffentlicht. Das Nebenprojekt von Primordials Sänger Alan Averill, besser bekannt als Nemtheanga, geht nun mit For doom the bell tolls in die zweite Longplayer-Runde. Bei Dread Sovereign bedient er zusätzlich den Bass, die weiteren Mitstreiter sind Dubh Sol, der auch bei Primordial Schlagzeug spielt, und Bones an der Gitarre, der außerdem bei Wizards of Firetop Mountain aktiv ist. Zusammen bilden sie ein unheiliges Dreigestirn, das sich nicht von Genregrenzen einengen lässt. Das fängt schon bei den Albumcovern an. Kein typischer Metalband-Schriftzug, und im aktuellen Fall dazu eine düstere Hinrichtungsszene, die aus einem alten Holzschnitt von Albrecht Dürer stammen könnte. Auch die angegebenen Songlängen sind ungewöhnlich und alles andere als radiokompatibel, und ein Strophe-Refrain-Strophe-Schema sucht man vergebens. Weiterlesen

CD: Primordial – Gods to the godless (Live at BYH 2015)

Gods to the godless

„We are Primordial! We are from the Republic of Ireland! And I have a question – are you with us, Bang Your Head?“

Primordial-LiveCV-3kKraftvoll ertönt Alan Averills Stimme aus den Lautsprechern, im Hintergrund ist das Jubeln der Fans zu hören – und schon ist man mittendrin, schon packt einen diese ganz besondere Magie, die Primordial bei ihren Konzerten verströmen. Nach der Live-CD/DVD All empires fall aus dem Jahr 2010, die zwei Konzerte enthielt (Ragnarök-Festival 2008, Dublin 2009), folgt nun mit God to the godless eine weitere Live-CD der Band, die ihren Auftritt auf dem Bang Your Head 2015 festhält. Live-Mitschnitte sind ja sehr verbreitet, nahezu jede Gruppierung bringt im Lauf ihrer Karriere mindestens einen davon auf den Markt, und über Sinn und Zweck kann man sicher streiten (außer dass damit Geld verdient werden soll, klar). Doch bei manchen Bands sind die Konzerte so viel intensiver, so viel mehr für die Ewigkeit wie die Studioalben, da ist ein guter Live-Mitschnitt ein absolutes Muss. Primordial gehören zweifellos dazu. Weiterlesen

Konzert: 01.12.2016 – Sister + Noise Pollution – München, Backstage (Club)

Too bad for you!

In den zehn Jahren ihres Bestehens haben sich die Schweden Sister quer durch Europa gespielt und haben sich ihren Ruf als hervorragende Liveband hart erarbeitet. Auch ich habe sie schon einmal live erlebt als Vorband von Wednesday 13, und an dem Abend haben sie mich weit mehr überzeugt als der eigentliche Hauptact. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, was ist also aus Sister geworden? Martin SweetIMG_2610 von Crash Diet hat den ausgeschiedenen Rikki Riot am Bass ersetzt. Martin hat zuvor schon als Produzent für Sister gearbeitet, das neue Album Stand up, Forward, March! wurde jetzt aber von Jona Tee von der Band H.e.a.t. produziert. Als Vorband treten heute Noise Pollution aus Italien an.
19 Uhr ist als Konzertbeginn angesetzt, und obwohl es im Backstage in aller Regel recht pünktlich zugeht, glaubt das heute offenbar niemand. Zwanzig vor sieben bin ich scheinbar der erste Gast. Mich empfängt lediglich eine beeindruckende zusammengeschweißte Stehlampe mit Sister-Logo und dahinter mit vollen Backen das Mädel vom Merchandise, das gerade noch ihr Abendessen verzehrt. Erst nach und nach tröpfeln weitere Besucher in den Club. Oder ist die Vorband so schlecht, dass sie keiner sehen will? Hoffentlich nicht. Da ich sie mir nicht vorher angehört habe, muss ich mich überraschen lassen. Weiterlesen

News: Primordial veröffentlichen neues Album am 25.11.

Primordial-GodsToTheGodlessDie irischen Pagan Metaller Primordial haben die Veröffentlichung ihres ersten Live-Albums angekündigt. Gods to the Godless (Live at BYH 2015) erscheint am 25. November als limitierte Digibook-CD und 2-LP im Klappcover!

Surft zur Website des Rock Hard und checkt die Liveversion von „Wield Lightning to split the Sun“ an unter rockhard.de.

Hört euch danach das Titelstück „Gods to the Godless“ an und checkt die Vorbestellungsmöglichkeiten auf http://www.metalblade.com/primordial/. Es gibt ein Bundle mit exklusivem T-Shirt! Weiterlesen

Konzert: 26.04.16 – Primordial, Svartidauði und Ketzer, Backstage Halle, München

„It’s a fucking Tuesday!“

Ein Dienstagabend in München im April. Schneeregen rieselt uns auf dem Weg ins Backstage leise aufs Haupthaar. Nicht so wild, wenn die Haare nass werden, denke ich, denn vor mir liegen drei Auftritte dreier Metal-Bands, die sie mir sicher ordentlich durchföhnen werden: Ketzer aus Bergisch-Gladbach, Svartidauði aus Island und Primordial aus Irland. Das Wetter ist also nicht das Problem – es scheint vielmehr am Datum zu liegen, weswegen sich so wenig Schwarzvolk im Backstage blicken lässt. Das Konzert musste vom Werk in die kleinere Halle verlegt werden, und um halb acht ist auch nur eine gute Handvoll Leute da. Weiterlesen

Konzert: Dark Easter Metal Meeting 2015 – 5. April 2015

Der Osterhase trägt schwarz

München, Ostersonntag, 14 Uhr: leichter Schneefall, der nur fünf Minuten später von strahlendem Sonnenschein abgelöst wird. Die Menschenmassen vor dem Backstage-Eingang stören sich wenig am Wetter, denn vor uns liegen zehn Stunden Konzerte in drei verschiedenen Venues – alle beheizt und überdacht! Zum vierten Mal findet das Dark Easter Metal Meeting statt, das sich innerhalb weniger Jahre von einem kleinen beschaulichen Konzertabend zu einem wahren Festivalmonster der ultradüsteren Musik gemausert hat. Große Namen stehen auf dem Programm, ebenso große Erwartungen haben wir im Gepäck und natürlich mächtig viel Vorfreude.

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Abandoned Dreams

Auch 2015 dürfen die Lokalmatadore das Festival eröffnen: Abandoned Dreams aus Grafing bei München legen pünktlich um halb drei im Club los. Im Gepäck haben die drei Herren – Bassistin Liesa schied nach dem letzten Album aus – die brandneue EP Home und damit eine kleine Überraschung in Sachen Vocals, die jetzt nicht mehr tief gekrächzt, sondern hoch und clear gesungen werden. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, kann das auf YouTube gerne tun – was ich persönlich davon halte, muss sich erst noch herauskristallisieren, aber live ist dieser nächste Schritt in der musikalischen Entwicklung von Abandoned Dreams auf jeden Fall hörenswert. Dominiert wird der doomige Mid-Tempo-Sound weiterhin von extrem stimmungsvoller Gitarrenarbeit, die Songs sind nach wie vor von einer melancholischen Grundstimmung geprägt, durch die nur hin und wieder etwas Aggressivität durchdringt, um dann sofort wieder vom musikalischen Äquivalent einer dicken Schneedecke begraben zu werden. Ein guter, langsamer Einstieg in den langen, langen Konzerttag! Weiterlesen