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Konzert: 20.10.2017 – Anathema und Alcest – Backstage-Werk, München

Ein Abend im Zeichen der Atmosphäre

 

Ich musste lange auf dieses Konzert warten, die Vorfreude war groß: Anathema und Alcest an einem Abend. Das war fast wie Herbst und Winter zusammen (ich liebe diese beiden Jahreszeiten). Anathema verfolge ich schon seit ihrem Album Serenades, das 1993 erschien. Zu dieser Zeit waren Anathema noch mehr in dem Death / Doom Metal verwurzelt, was sich im Laufe der Jahre stark gewandelt hat. Alben wie Eternity, Alternative 4 und Judgement markierten die mittlere Phase von Anathema. Ihren momentanen Sound würde ich dem Dark Alternative Melancholic Rock zuordnen: sehr progressiv, teilweise frickelig mit viel Pathos und Melancholie.
Die zweite Band des Abends, Alcest, stellt für mich die Speerspitze des Shoegaze / Cascadian Black Metals dar. Ihr gespielter Black Metal ist mit allerlei Epos, Elegie und Post-Black-Metal-Nuancen gespickt. Das Album Souvenirs D´un Autre Monde aus dem Jahr 2007 ist neben Agallochs The Mantle eines der von mir am meisten gehörten Alben. Die Art des Songaufbaus ist phänomenal. Aber nun genug über die Akteure des Abend gefachsimpelt, hier kommt die Konzertreview: Weiterlesen

CD: Anathema – The Optimist (Vö. 09.06.)

Vom Optimismus weit entfernt

cAnathema, das sind 28 Jahre Musikgeschichte. Die 1990 in Liverpool (England) gegründete Band um das charismatische Trio Vincent Cavanagh (Guitars und Keyboards), Danny Cavanagh (Guitars, Keyboards, Piano, Vocals) und dem dritten im Bunde aus der Familie Cavanagh Jamie Cavanagh (Bass). Im Gründungsjahr 1990 veröffentlichte Anathema bereits ihr erstes Demotape namens An Iliad of Woes, das zu Zeiten der abebbenden Trash Metal Welle gehörig für aufhorchen sorgte. Der Sound, der auf dem erwähnten Demo zu hören war, war anders. Er war langsamer, schwerer und mit einer derben Death Metal Note versehen. Es folgten Alben wie The Silent Enigma (1995), Eternity (1996) und das für mich persönlich wegweisendste Werk der Band Judgement (1999). Nach weiteren mehr oder weniger akustischen Veröffentlichungen liegt mir nun ihr neues Werk The Optimist zur Rezension vor, und ich hatte meine helle Freude beim Hören. Weiterlesen

CD: Marillion – F.E.A.R.

F.uck E.veryone A.nd R.un

Marillion FEAROh mein Gott, sie benutzen das F-Wort! Was mich persönlich weder großartig stört noch beeindruckt, ist trotzdem ein deutliches Zeichen, dass Marillion mit diesem Album aufrütteln wollen. Es geht um Angst, Geldgier, Krieg, das politische System, Banker und russische Oligarchen, die eine zukünftige neue Weltordnung bestimmen könnten: „We are the new kings, we do what we please while you do what you’re told“. Auch persönliche Themen wie Beziehungen und Familie werden in den Texten des Sängers Steve Hogarth angesprochen: „You say I’m becoming harder to live with – but you can’t see inside my head“.

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CD: The Answer – Solas

Von der Dunkelheit ins Licht …

The Answer war mir bis dato eine unbekannte Band, trotz bereits 10-jähriger Bandgeschichte und fünf vorangegangenen Veröffentlichungen. Das neueste Album Solas entstand in einer für #681_TheAnswer_RGBCormac Neeson – Lead-Sänger und Haupttexter der Band – sehr schwierigen Lebensphase. Um aus der ihn umgebenden Einsamkeit und Dunkelheit wieder auszubrechen, wandten sich Neeson und seine Bandkollegen ihrem tiefsten Inneren zu, kehrten zurück in ihre Heimat und zu ihren irischen Wurzeln. Mit Solas (gälisch für „Licht“) geht die seit 2006 bestehende Blues-Rock Band neue Wege hin zu düstererem Rock mit Einflüssen traditioneller irischer Instrumente und Chorgesängen auf Gälisch und Latein. Mag sich erstmal gewöhnungsbedürftig anhören, klingt aber sehr eingängig und macht Lust auf mehr. Weiterlesen

Band der Woche: Exit by Form

Spätestens seit dem Sick Midsummer Austria Festival wissen wir, dass Österreicher ziemlich gut Metal können. Dass sie auch agressiven Progressive Rock können, beweisen uns jetzt die vier Wiener von Exit by Form. Hier beantworten sie unsere Fragen:

Wer verbirgt sich hinter Exit by Form?
Exit by Form sind vier Freunde aus Wien, die seit vielen, vielen Jahren gemeinsam musizieren und die sich 2010 wiedergefunden haben. Vormals unter thal bekannt.

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