We’re on the road to nowhere
Camping boomt. Das war schon vor Corona so, wurde allerdings durch Corona als relativ kontaktarme und daher sichere Urlaubsform noch weiter befeuert. Zelten wie früher ist aber mittlerweile ziemlich abgemeldet, für die Mehrheit muss es inzwischen ein Campingmobil sein. Rein ins Fahrzeug und ab geht die Reise, entweder mit konkretem Ziel oder gemäß den Talking Heads: „We’re on the road the nowhere.“ Dieses Lebensgefühl verfolgt Autor Markus Wolf schon lange und lässt die Community über seinen Blog fan4van und auf YouTube daran teilhaben.
Nach verschiedenen Trips mit Bahn und Zelt, mit Auto und Zelt sowie mit Matratze im Kombi zähle ich zwar sicherlich nicht mehr zu den unerfahrenen Neulingen in der Camping-Szene. Doch die erste größere Reise im selbst ausgebauten Camper-Minivan ist natürlich schon etwas Besonderes, und da kommt How to WoMo gerade recht. Nur sollte man so einen Ratgeber wohl eigentlich eher lesen, bevor es losgeht, und nicht wie ich während der Reise. Weiterlesen

Die Reise geht quer durch die europäischen Staaten und beleuchtet skurrile Sehenswürdigkeiten abseits der traditionellen Reiseführer, ungewöhnliche Eigenheiten der Bevölkerung, fragwürdige Delikatessen und erklärt so manche sprachliche Besonderheiten. Auch die kleinen Zwergstaaten wie Andorra, Monaco u.s.w. werden berücksichtigt, und die Besonderheiten des Vatikanstaats werden enthüllt. Während man mit derlei Dingen ja noch rechnen kann, werden aber zusätzlich auch eher unbekannte Mikro-Nationen vorgestellt, oder haben Sie schon einmal etwas von Ladonien, Užupis, Transnistrien oder der Mönchsrepublik Athos gehört?
r Bill Bryson vor rund zwanzig Jahren das erste Mal einen Reisebericht über das Vereinigte Königreich. In der Zwischenzeit war er für Frühstück mit Känguruhs in Australien unterwegs und wanderte für Picknick mit Bären durch die amerikanischen Appalachen, um nur einige andere Werke zu nennen. In seinen Büchern nimmt Bill Bryson die speziellen Eigenheiten von Land und Leuten auf charmante und witzige Art und Weise aufs Korn, und das ist auch im hier vorliegenden It’s teatime, my dear! nicht anders.
