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CD: Saor – Forgotten paths

Epische Weiten und ein Absturz

Saor_Cover„Caledonian metal from Scotland“ lese ich im Internet, als ich mich zu Saor informiere, „inspiriert vom kulturellen Erbe, der Natur und traditioneller Lyrik“ – so die Eigenbeschreibung der Band auf ihrer Bandcamp-Seite. Seit 2013 gibt es die Band aus Glasgow – die im Grunde nur aus Andy Marshall besteht – bereits und hat es in dieser Zeit auf stolze vier Full-length-Alben gebracht – Forgotten paths eingeschlossen. Andy Marshall ist für alle Instrumente, die Texte und die Vocals verantwortlich, zieht aber auch Gastmusiker hinzu. Musikalisch beheimatet ist Saor – das Gälisch für „frei, ohne Fesseln“ ist – im atmosphärischen Black Metal, ist sehr episch angelegt und hat außerdem große Folk-Anteile. Eine interessante Mischung also, die mich neugierig macht, weshalb ich mir die Vorgängeralben und natürlich das aktuelle Forgotten paths zu Gemüte führe. Weiterlesen

Buch: David F. Ross – Schottenrock

The Miraculous Vespas

Ross_DFSchottenrock_2_185731Mit seinem zweiten Roman Schottenrock schreibt Autor David F. Ross nicht etwa die Fortsetzung zu Schottendisco (Link zur Rezension), wie ich eigentlich erwartet hatte, sondern eine Parallelgeschichte zur gleichen Zeit im gleichen Ort im schottischen Kilmarnock, sodass einem einige der Protagonisten bereits vertraut sind. Die mobile Disco Heatwave spielt also nur eine sehr untergeordnete Rolle. Dafür ist die junge aufstebende Band The Miraculous Vespas ein Lichtblick in der musikalischen Einöde, die jedoch zwischen die Fronten von gleich vier lokalen Gangster-Clans gerät. Werden sie es trotzdem an die Spitze schaffen? Weiterlesen

CD/EP: Ocevns – Ocevns

Schotten können nicht nur WhiskyOceans_Oceans

Anfang diesen Jahres ging Ocevns aus der 2012 gegründeten Band Enemies of the State hervor. Als Band der Woche haben sich die fünf Herren aus Glasgow ja bereits vorgestellt. Wer jetzt immer noch nicht aufmerksam geworden ist, sollte die Löffel aufstellen und sich von Ocevns gleichnamiger Debüt-EP beschallen lassen.

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Reisebericht: Glasgow

Glasgow through and through

Glasgow ist eine Stadt, die auf den ersten Blick nur aus niemals ganz austrocknenden Pfützen zu bestehen scheint und in der es auch gern mal waagerecht regnet. Amy Macdonald singt in The Green and the Blue über ihre Heimat nicht umsonst „The sun, it never shines and the wind, it always blows“ – endlich verstehe ich, wie ernst sie diese Zeile eigentlich meint.
Und trotzdem scheint Glasgow auf magische Weise anziehend zu wirken, und das nicht nur auf Briten. Die Gegend blüht auf, drei Universitäten und eine gesunde Wirtschaft locken junge Leute aus aller Herren Länder in die ehemals schmuddelige Industriestadt. Die Nähe zum Loch Lomond, hinter dem sich die majestätischen, rauen Highlands erheben, ist nicht nur für Wanderfreunde ein Anreiz. Weiterlesen