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Thrash Metal auf dem nächsten Level

Testament-Titans-Of-Creation-ArtworkMuss man eine neue Testament-Scheibe überhaupt ausführlich besprechen? Reicht es nicht zu sagen: Ist wie immer geil geworden, kauft euch das Teil und freut euch auf die nächste Tour, die nicht lange auf sich warten lassen wird! Klar, man könnte es sich einfach und dabei auch nichts falsch machen, denn dass Testament mittelprächtige Arbeit abliefern, ist sowieso unmöglich. Die Band macht es sich ja aber auch nicht leicht, sondern präsentiert alle paar Jahre wahre Schmuckstücke an ausgefeilten Thrash-Alben, die textlich und musikalisch immer wieder neue Maßstäbe setzen. Mit ihrem dreizehnten Longplayer Titans of creation wird das sicher nicht anders sein, weshalb ich mich gern auf Entdeckungsreise begebe. Einen kleinen Vorgeschmack gab es auf der jüngsten, phänomenalen Tour mit Exodus und Death Angel zu hören, und das klang schon sehr vielversprechend. (Hier der Bericht dazu.) Alle drei Bands plus der Tourtross hatten übrigens nach ihrer Rückkehr in die Staaten mit teilweise lebensgefährlichen Corona-Erkrankungen zu kämpfen, die Erkrankten sind aber alle glücklicherweise wieder gesund oder auf dem Weg der Besserung. Weiterlesen

The Bay strikes back!

San Francisco Bay Area – das heißt Napa Valley, Stanford University, die Golden Gate Bridge, Silicon Valley und das Muir Woods National Monument mit den berühmten Mammutbäumen. Metal-Fans bekommen aber aus anderen Gründen leuchtende Augen, wenn sie „Bay Area“ hören: Diese Gegend im Norden von Kalifornien ist nämlich auch die Geburtsstätte des (amerikanischen) Thrash Metals. Drei namhafte Vertreter – Testament aus Oakland, Exodus aus San Francisco und Death Angel aus Concord – sind seit dreißig Jahren befreundet, und erst jetzt konnte eine gemeinsame Tour in dieser Konstellation möglich gemacht werden. Ein historisches Ereignis also, und auch wenn gerade Testament und Death Angel regelmäßig und verlässlich über den Teich kommen (zuletzt gemeinsam mit Annihilator im November 2017, und das war schon extrem großartig) und bei uns vorbeischauen, ist diese Kombination aus drei Legenden des Thrash Metals doch ziemlich einzigartig. Kein Wunder, dass die Shows der Tour nach und nach alle ausverkauft sind, und wieso sollte das in München anders sein? Es wird also kuschlig im Backstage Werk – mal schaun, ob noch Platz fürs Haareschütteln sein wird! Weiterlesen

Metal Fans aus ganz Europa sind sich einig: Das Summer Breeze Open Air ist ein besonderes Event! Hier bekommt man nicht nur eine breite Auswahl an Subgenres des Metal wie Death, Black, Thrash Metal und Metalcore serviert, sondern genießt gleichzeitig die familiäre Atmosphäre auf dem Festivalgelände und den historischen Charme der kleinen Stadt Dinkelsbühl in Mittelfranken.

Mit 40.000 Besuchern ist das Summer Breeze Open Air das größte Metal Festival Süddeutschlands, und doch hat man das Gefühl, Teil einer großen Community zu sein, wenn man das Gelände betritt.

Summer Breeze

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Let’s play some fucking Thrash Metal!

Death Angel, Annihilator und Testament auf einer Tour? Da springt einem fast das Metallerherz vor Freude aus der Brust. Sagen muss man zu diesen drei Genregrößen sicher nichts mehr, da werden Jahrzehnte feinster Thrash-Metal-Geschichte auf der Bühne stehen. Schändlicherweise waren mir Death Angel und Annihilator live immer durch die Lappen gegangen, weshalb dieser Donnerstag ein absoluter Pflichttermin ist, auch wenn sich in diesem November die guten Konzerte stapeln und man sich vierteilen und am besten Urlaub einreichen müsste. Hilft nix, Schlaf wird eh überbewertet, andere Freizeitbeschäftigungen als Konzerte auch, und die Nackenmuskeln wollen schließlich auch mal wieder trainiert werden. Auf ins Backstage Werk! Weiterlesen

Zurück in München!

Eine der großen Veranstaltungen ist wieder zurück in München. Was früher als Rock im Park bekannt war und dann nach Nürnberg abwanderte, wurde unter dem Namen Rockavaria wieder ins Leben gerufen.

Am Tag vor dem Festival, das im Olympiastadion, in der Olympiahalle, dem Theatron und dem Cubertinplatz in München, stattfand, berichteten die Pressevertreter von der DEAG und Global Concerts über die Zukunft eines Festivals in München und wussten einiges Interessante über das Rockavaria zu berichten. Unter anderem wurden über 420 kW an Musikanlage aufgebaut, und allein die Decke der Mainstage hat ein Gewicht von über 60 Tonnen dank der Musik- und Lichtanlage.
Das Rockavaria warf große Schatten im Vorfeld!

Am Freitag eröffneten die Gewinner des Rockavaria-Bandcontest, der im Vorfeld abgehalten wurde, in der Olympiahalle das Festival. Toys get lost, die Münchner Lokalmathadoren des Hardcore, wissen, wie es gemacht wird und die Halle kam nicht zur Ruhe. Oder zumindest die gut 500 Leute, die schon drin waren. Weiterlesen

Metal in the City!

Das Metalfest Austria gibt es ja nun schon seit zwei Jahren nicht mehr, auch das Metalfest in Deutschland ist dieses Jahr abgesagt worden. Was bietet sich also als Alternative zu Rock im Park oder Rockavaria an? Das Metalfest in Pilsen! Nachdem letztes Jahr schon eine kleine Vorhut die Location ausgekundschaftet hat, sind wir dieses Jahr mit über 20 Leuten unterwegs, um Pilsen zu rocken. Und wer kann bei einem Festival mitten in der Stadt, eigentlich direkt im Zoo, schon Nein sagen?

Parken und Camp

Parken und Camp

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Trash as trash can

Ein Abend der Extraklasse für eingefleischte Trash-Fans versprach es zu werden, und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

bleed-from-withinBleed from Within

Um Punkt 20.00 betreten die schottischen Jungspunde von Bleed from Within die Bühne und legen gleich ordentlich mit ihrem hämmernden Deathcore los. Die 2005 in Glasgow gegründete Truppe sieht blutjung aus, agiert aber sehr professionell und tut ihr Bestes, das schon sehr gut gefüllte Werk anzuheizen. Allerdings scheinen nicht besonders viele Fans der neueren Metal-Stilrichtungen anwesend zu sein, die Publikumsreaktionen sind verhalten, aber zumindest höflich, als sich die Jungs durch ihr Set prügeln. Mit Songtiteln kann ich leider nicht dienen, da mir die Band bisher unbekannt war und der Sänger mit einem Scottish accent sprach, der zwar wirklich lovely, aber auch komplett unverständlich war. Die Band hat bisher drei Alben veröffentlicht: Humanity von 2009, Empire von 2010 und Uprising von 2012. Laut Setlist anderer Auftritte dieser Tour wurden von allen Alben Lieder gespielt.
Beim letzten Song kommt dann allerdings doch so etwas wie Bewegung im Publikum auf, und die Band wird mit freundlichem Applaus verabschiedet.

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