Mrs. Hyde
Heute ist der Tag mit den meisten gefürchteten Bandüberschneidungen, und nur drei Stunden Schlaf im Nacken sind ohnehin nicht optimal. Kaum sitzen wir im Auto, meldet sich der Vermieter, wir können so lange bleiben, wie wir wollen. Tja, Shit happens. Dafür nächstes Jahr wiederkommen. Am Parkschlösschen legen wir uns erst noch einmal hin und holen den fehlenden Schlaf nach, was zum Glück gut funktioniert. Schlussendlich geht es für uns wieder ins Täubchenthal, wo Lucifer Star Machine den ersten Auftritt des Abends haben. Weiterlesen

Nach der ganzen Aufregung vom Freitag beginnt der Samstag sehr langsam. Irgendwann bin ich ausgehfertig und mache mich zum Völkerschlachtdenkmal auf (obwohl unsere Wohnung nicht so weit weg ist, ist der Weg dahin dank vieler Baustellen umständlicher als gedacht), um von dort aus dann in die Kuppelhalle weiterzuziehen, wo am Nachmittag Veljanov auftreten wird. Das Völki ist beeindruckend wie immer, es sind auch viele Goth*innen unterwegs, die teilweise vom Südfriedhof herüberkommen, doch schon nach kurzer Zeit wird der Himmel düster, und ein ordentlicher Schauer kommt herunter. Ich bin da schon unterwegs und mit Regenjacke eigentlich gut ausgerüstet, stelle mich aber trotzdem lieber noch unter. Daher komme ich etwas später als gewollt zur Kuppelhalle, Einlass zum Glück kein Problem – dafür ist drinnen schon alles echt voll und sehr dampfig.
Nachdem mir am Vorabend von den Stummfilmkonzerten im Grassi Museum vorgeschwärmt wurde, sind wir für unsere Verhältnisse ziemlich früh unterwegs und um viertel vor elf – eigentlich relativ pünktlich – im Museums-Foyer. Dort sitzt allerdings schon ein Bekannter mit betrübtem Gesichtsausdruck – die Karten sind alle schon weg. Nun ja, da kann man nix machen. Wir drehen erstmal, ganz wie so echte Goths, eine Runde über den Alten Johannisfriedhof. 