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Unterwegs: Einmal ein etwas anderer Street-Art-Tipp: München-Obersendling

Siemens City goes Crazy Town!

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Münchens Street-Art-Szene ist groß, sie hat Tradition, und sie hat einige sehr bekannte Künstler und Ecken. In ganz München kann man immer wieder einen Loomit, einen blauen Vogel der ADK Crew, ein schrilles Girlie von Beastiestylez sehen. Wir haben noch die Viehhofmauer (unsere Hall of Fame), die Donnersberger Brücke, die Unterführung am Friedensengel, das Werksviertel, die Brudermühlbrücke – lauter coole Locations!

In letzter Zeit hat sich aber ein Viertel gemausert, das eigentlich völlig unspektakulär daherkommt und fast nirgendwo groß erwähnt wird: Obersendling und sein gemischtes Gewerbegebiet. Die Straßen um die Boschetsrieder- und Aidenbachstraße sowie die Ecken um die U-Bahnhaltestellen Aidenbach- und Machtlfingerstraße bieten auf den ersten Blick nicht viel Schönes. In Seitenstraßen aber gibt es dann doch hübsche kleine Häuserzeilen und das ein oder andere Café oder Biergärtchen. Und es gibt ganz plötzlich auffallend viele Graffitis. Lasst mich diese euch vorstellen:

Sehr lange schon steht an der Boschetsriederstraße dieses Verteilerhäuschen mit einem echten Loomit:

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Und auch dieses ehemalige Trambahnhäuschen am Ratzingerplatz ist besprüht:

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Dazu gibt es dann die Boschetsrieder Straße entlang des stillgelegten, eingewachsenen, verwunschenen Trambahngleises, das ungefähr auf Höhe Drygalski-Allee links und rechts im Tunnel mit immer wieder wechselnden großartigen Graffitis versehen ist:

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An der U-Bahn-Haltestelle Aidenbachstraße gibt es seit neuestem ganz zentral ebenerdig auf Höhe Busbahnhof dieses interessante Bild:

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Und dann gleich um die Ecke, rechts in die Gmunder Straße rein, gleich mehrere Graffitis – die Straße entwickelt sich bald zu einer richtigen Wall:

 

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An der Boschetsrieder Straße, Höhe Stadtsparkasse kann man seit kurzem schon von weitem ein riesiges Graffiti sehen, das an einer Wand der Feuerwache 2 Sendling prangt:

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Quasi um die Ecke, an der Hofmannstraße 2 (an den Hotelmauern des NYX-Hotels), gibt es von SatOne und Daniel Man folgendes:

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Und ein Stück die Aidenbachstraße entlang, Richtung Solln, meine Lieblinge: Hier sieht man an der Siemensallee fünf dicht beieinander stehende Gebäude auf dem ehemaligen Siemens Campus. Diese wurden 2017 in einer Aktion im Sommer von international bekannten Graffiti-Künstlern verziert: OsGemeos aus Sao Paulo, Axel Void aus Miami, ARYZ und Okuda San Miguel aus Spanien, Sainer (ETAM) aus Polen, jana&js aus Frankreich und Österreich sowie aus Deutschland Loomit, DAIM, SatOne, Daniel Man und die Stone Age Kids:

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Auf der Karte seht ihr, dass alles nicht sehr weit auseinander liegt, man kann es mit ein bisschen Zeit und Muße gut zu Fuß abgehen, aber auch gut mit den Öffentlichen oder dem Auto abfahren.

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Viel Spaß in meinem Obersendling!

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