Unangefochten stellen Mesh aus Bristol die Speerspitze des Electro-Pop dar. Nach zahlreichen Charterfolgen spielte die Band 2016 mit „Touring Skyward“ ihre bis dato erfolgreichste Tournee.
Zum 25-jährigen Bandjubiläum haben sich die vier Briten nun etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie präsentieren einen bunten Mix aus ihrem bisherigen Schaffen, angefangen Mitte der 90er Jahre mit ihrem Debüt-Album Fragile bis hin zu ihrer letzten Single „Runway“ aus ihrem achten Studioalbum Looking skyward (SB-Review). Dazu gibt es die allseits beliebten B-Seiten und weitere Raritäten. Weiterlesen


Mitunter sind es die anscheinend unbedeutenden Dinge, die plötzlich und unerwartet die erstaunlichsten Entwicklungen in Gang setzen. Im Fall von Scarlet Dorn war es ein kleiner Videotrack, mit dem die in Sibirien aufgewachsene Sängerin und Komponistin im Herbst 2014 das Interesse der Hamburger Produzenten Chris Harms (Lord of the Lost) und Benjamin Lawrenz weckte. Entstanden war der Clip nach einem nicht ganz ernst gemeinten Aufruf von Lord of the Lost an ihre Fans, via Facebook den möglichst schönsten Liebesbrief an die Band zu verfassen. Unter den Einsendungen war auch besagter Videoclip der bis dato unbekannten Scarlet Dorn, die – sich selbst am Klavier begleitend – einen Song namens „I love the way you inspire me“ vortrug. Für Harms und seinen Studiokollegen Lawrenz stand sofort fest: Hier reift ein Riesentalent heran, um das man sich unbedingt kümmern sollte. Gerade einmal drei Jahre sind seither vergangen, und die Entscheidung der erfahrenen Produzenten war goldrichtig. In kürzester Zeit ist aus der talentierten Musikerin die Namensgeberin und Galionsfigur der vierköpfigen Newcomer-Band Scarlet Dorn geworden, zu der Lord of the Lost-Pianist Gared Dirge, Gitarrist Bengt Jaeschke und Schlagzeuger Henrik Petschull gehören. In dieser Besetzung hat die Gruppe im Frühjahr 2017 auf Tournee mit Lord of the Lost allabendlich für Begeisterung gesorgt und veröffentlicht nun Ende Februar 2018, pünktlich zur Tour mit Letzte Instanz, ihre erste Single „Hold on to me“. Bereits im Mai folgt zeitnah zur direkt anschließenden Tournee mit Joachim Witt die zweite Auskopplung „Heavy Beauty“, das dazu gehörende Debütalbum Lack of light ist für August 2018 über Oblivion/SPV angekündigt.
Alex Braun, seines Zeichens Frontmann der Synth-Pop Band !distain, begibt sich im Jahr 2018 auf Solo-Pfade. Auflösungsgerüchte sind in diesem Fall übrigens absolut fehl am Platz, denn das neue Album der Stammband steht ebenfalls bereits in den Startlöchern. Vielmehr ist die Solo-EP als ein absolutes Herzensprojekt zu verstehen und kommt !distain auch insofern nicht in die Quere, da es sich bei allen vier enthaltenen Tracks um Coverversionen handelt, die in all ihrer Diversität Stationen im Leben von Alex Braun markieren.
Aus dem musikalisch-vielschichtigen London kommen LTNT (gegründet 2012), eine Dreier-Kombo bestehend aus Liam Lever (Gesang, Gitarre), Ben Clarke (Bass) und Adam Stanley (Drums). Mitte Juli haben sie eine neue EP herausgebracht: Yode. Produzent war u.a. Shaun Morgan (Seether). Der Kurzplayer ist sehr Grunge-lastig, mal wieder was anderes zwischen all dem Material, das die Redaktion sonst so zu hören bekommt. 


Aus dem italienischen Bologna stammen European Ghost. Das Trio besteht aus Sänger Christiano Biondo, der auch die Texte schreibt, dem Gitarristen Mario d’Anelli, der sich außerdem mit dem Bassisten Giuseppe Taibi die Synthesizer teilt. Darüber hinaus programmiert dieser die Drum Machine und den charakteristischen Drone Sound der Band. Nach dem Debüt Pale and sick von 2016 haben European Ghost nun das Nachfolgealbum Collection of shadows veröffentlicht.