Black lives matter!
Banksy ist der bekannteste Unbekannte in der Street Art Szene. Aber worauf man sich immer verlassen kann: Seine Graffitis erscheinen überraschend, und sie haben aktuelle Hintergründe. Mit seinem neuen Werk hat er sich dem Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt angeschlossen. Auf seinem Instagram Account veröffentlichte Banksy ein neues Kunstwerk. Es zeigt wohl einen Gedenkort: Neben dem Bild eines Schwarzen sieht man abgelegte Blumen und Trauerkerzen. Weiterlesen


Nein, den Bandnamen muss man nicht verstehen oder mögen, man kann ihn auch für infantil halten. Dennoch lohnt sich die musikalische Auseinandersetzung mit Pisse unbedingt. Bereits 2012 haben sich die vier Jungs zur Bandgründung in Hoyerswerda zusammengefunden, die unbestätigten Gerüchten zufolge allesamt Ronny heißen sollen. Im Internet machen sie sich rar, und dennoch haben sie sich im Punk-Untergrund mit schweißtreibenden Shows und diversen EPs einen Namen gemacht. Bereits im Januar haben sie ihre erste LP herausgebracht, die sinnigerweise den schlichten Namen LP trägt. 


… lautet der Untertitel, und passender könnte dieser wohl auch nicht sein. Ein schwarzes Skelett grinst mich bereits entspannt in coolem Prägedruck vom Cover aus an, aber auf gelbem Hintergrund. Gelb ist bei Schwarzes Bayern nun nicht unbedingt die favorisierte Farbe, aber sie symbolisiert die Sonne und ist die „Farbe des Todes und der Trauer in Ägypten“, klärt mich die Einbandklappe auf. Wieder etwas gelernt, und das schon mit dem Cover. Auch rot, violett, weiß und natürlich schwarz sind regional bedeutende Farben des Todes und der Trauer. Und je tiefer man in So stirbt man also eindringt, desto umfassender wird das Thema Tod, das zum Leben letztendlich final dazugehört. Auch, wenn man das nicht (wahrhaben) will. 
Die Jungs von Raskolnikov haben sich 2015 in Genf kennengelernt, haben sich aber mittlerweile auch nach Konstanz, Paris und Reims verbreitet. Nichtsdestotrotz haben sie fleißig an ihrem zweiten Album Lazy people will destroy you gearbeitet, das nun bei Manic Depression Records erschienen ist. Was also haben sich Sänger und Bassist Mathieu Pawełski-Szpiechowycz, die Gitarristen Pablo Garrido und Quentin Allamand, der zusätzlich den Synthie bedient, und Schlagzeuger Jérôme Blum musikalisch einfallen lassen? Nachdem ich sie letztes Jahr im Rahmen einer Decadance-Party live erleben konnte, was ja derzeit nicht möglich ist, freue ich mich um so mehr auf die neue Scheibe.
Abu Nein haben im November 2019 ihr beeindruckendes Debüt I will rise veröffentlicht. Das schwedische Trio aus Malmö lässt fesselnden Darkwave erklingen, und auch die aktuellen Veröffentlichungen „Love in vain (ft. Mort-Moi)“ und „Rotten Garden“ sind perfekt für die Tanzflächen dunkler Szene-Clubs geeignet. In den letzten Monaten haben Erica Li Lundqvist, Dennis Lood und Anders Nordensson an den Songs für ihr neues Album Secular Psalms gearbeitet, das im Sommer bei Young & Cold Records und Rundgång Rekords erscheinen soll. Bleibt zu wünschen und hoffen, dass wir diese großartige Band mit dem neuen Album bald wieder live erleben können!