The Sun or the Moon – eine Band, die sich seit Gründung im Jahr 2019 stilistisch zwischen den Koordinaten Kraut Rock, Psychedelic Rock und Progressive bzw. Art Rock bewegt. Nun kommt ihr drittes Album Into the light, das eine fesselnde Weiterentwicklung ihres Sounds zeigt und sich auf die progressive und artrockige Dimension ihrer Musik konzentriert. Weiterlesen
Wirklich eine gute Fee?
Wer denkt, dass es KI und KI-unterstützte Smart Homes erst seit den letzten paar Jahren gibt: weit gefehlt. Das lernt auch Familie Prill, die wegen eines privaten Schicksalsschlags Hamburg verlässt und Zuflucht in einem kleinen Ort sucht. Sie zieht in ein Haus aus den 1970er Jahren ein. In jedem Raum gibt es große Monitore an den Wänden. Sohn Finn findet im Keller einen Computerraum, schraubt ein wenig darin herum, und plötzlich wird eine lebensgroße, veraltet aussehende Figur, die eher einer Strickliesl ähnelt als einem Haushaltsroboter, lebendig. Weiterlesen
Spiritualität und Mord?
1968 fanden in Paris mehrfach Studentenproteste statt. Die Studenten kämpften u.a. für bessere Studienbedingungen bzw. gegen die schrecklichen Zustände an Schulen. Es folgte auch die Diskussion Intellektuelle vs. Arbeitergesellschaft. In all diesem Chaos lernen wir den Studenten Hervé kennen, der mitten im Demogeschehen ist und mit seinen Freunden auch Barrieren aufbaut. Eines Tages findet er seine ermordete Mitstudentin Suzanne auf – sie hängt in einer Yogapose von der Decke ihrer Wohnung.
Allein in der Badewanne
Zugegeben, es ist der etwas bekloppte Bandname, der mich aufhorchen ließ. Vor allem, wenn die Mitglieder aus dem französischen Rennes stammen. Viel mehr gibt die Internet-Recherche nicht her, da die Suchergebnisse nur ertrinkende Kleinkinder ausspucken. Ein tragisches Thema, und langsam dämmert mir, dass der Bandname doch nicht so willkürlich gewählt ist. Lassen wir also die Musik des gleichnamigen Debütalbums von Allein In Der Badewanne auf uns wirken, das über Icy Cold Records erschienen ist. Weiterlesen
Camy Huot ist eine vielseitige Künstlerin, die sich schon lange als Produzentin, DJ und Radiomoderatorin einen Namen in der elektronischen Musikszene gemacht hat. Mit ihren hypnotischen Klanglandschaften und fesselnden DJ-Sets erforscht die gebürtige Französin mit Wohnsitz in Utrecht die experimentellen Gefilde rauer und tanzbarer Elektronik.

Viel Gefühl beim Geschichtenerzählen
Das dynamische Schwesternduo Lovell ist mir zum ersten Mal bei Ringo Starrs zuletzt erschienenen Album (Rezensionslink) aufgefallen. Sie sind für ihre elektrisierende Mischung aus Southern Rock, Blues und Americana bekannt und meldeten sich Ende Januar mit dem Album Bloom zurück. Nach ihrem Grammy-gekrönten Erfolg mit Blood Harmony im Jahr 2024 hat sich das Duo auf eine tiefergehende musikalische Reise begeben und eine Sammlung von Songs geschaffen, die von Introspektion, Authentizität und einer tiefen Verbindung zu ihren Wurzeln in der amerikanischen Musik zeugen. Weiterlesen
Eine Welt ohne Gefängnisse
Rheinstadt, eine fiktive Stadt in Nordrhein-Westfalen, startet ein Experiment, ein Pilotprojekt namens „Trust“. Es basiert auf Vertrauen. Strafgefangene in Gefängnissen sollen in die Freiheit entlassen werden. Im Knast kann man ihnen nichts mehr beibringen, im Gegenteil, Knast macht alles nur noch schlimmer. Also werden alle Insassen des lokalen Gefängnisses nach vorherigen Gesprächen zu einem Stichtag gleichzeitig in die Freiheit entlassen, circa 300 an der Zahl. Weiterlesen
Immer angepisst, niemals angepasst
– oder –
“Fick die AfD! Immer!”
Eins der ersten Highlights des Jahres steht an, denn die Grindcore-Veteranen Napalm Death laden zur Campaign for musical destruction Tour 2025. Als Gäste im Vorprogramm haben sie die Newcomer BRAT aus New Orleans eingeladen, Full Of Hell aus Ocean City (Maryland) sowie Crowbar, noch einmal aus New Orleans. Das verspricht also ein hochkarätiger Abend zu werden, und voller Vorfreude machen wir uns auf ins Backstage Werk. Die Ablenkung am Wahlabend nehmen wir nur allzu dankend an. Weiterlesen
Out of time
Ursprünglich haben sich LDV (LA Dolce Vita) aus dem italienischen Udine in den späten Siebzigern als Schülerband gegründet, die irgendwann im Sande verlief, ohne ein Album aufgenommen zu haben. Erst 2012 hat die Band wieder zusammengefunden, und nochmal zwölf Jahre später (sieht mensch mal ab von der EP 1979 aus dem Jahr 2022) ist ihr Debütalbum Confessions erschienen, das nun Songs aus unterschiedlichen Schaffungsphasen wie Polaroid-Schnappschüsse vereint, wie sie die Band selbst nennt. Weiterlesen


