Der Titel von Hatifs aktuellem (zweiten) Album Small States bezieht sich auf mehr als nur Länder oder Grenzen. Das Album reflektiert fragile Zonen zwischen Menschen. Beziehungen, Hierarchien, Machtdynamiken und gemeinsamen Raum. Es sind Songs über Nähe und Unterschiedlichkeit, über Momente, die sich nicht ankündigen, aber dennoch Dinge verändern.
Die Musik auf Small States basiert auf Wiederholung und subtiler Variation. Rhythmen changieren zwischen stetig und gebrochen. Loops bauen Spannung auf; Lärm dringt durch. Der Gesang bleibt klar, selbst wenn er durch ein Verzerrerpedal gesungen wird. Die Produktion setzt auf Kontrast: trocken und gesättigt, mechanisch und warm, aufgebaut und gebrochen. Musikalisch wandeln sie stilsicher zwischen Darkwave, Post-Punk und Electro. Weiterlesen
Der Traum vom Fliegen
Mitten in der Erdinger Altstadt, gegenüber vom Schrannenplatz, war seit einiger Zeit eine freie Stelle, ein trister Bauplatz. Der Erdinger Gastronom David Ritter hatte den Plan, einen „Stadtstrand“ einzurichten, mit Cocktailbar, Liegestühlen, Schirmchendrinks und Sand zwischen den Zehen. Er beauftragte zur besonderen Aufhübschung den Walpertskirchener Künstler Mr. Woodland (Daniel Westermeier). Dieser brachte auf der freien Wand des VR-Bank-Gebäudes ein riesiges Mural an. Weiterlesen
Gute alte Zeiten
Die Veröffentlichung von Construct hat sich etwas verzögert (genauso wie diese Rezension). Es ist ein weiterer Schritt auf der VNV Nation-Straße, mit elektronischem Sound, Melodien und Emotionen.
Das Enfant terrible und seine goldenen Steine
Rainer Werner Fassbinder war der arbeitswütigste und berühmteste Regisseur Münchens. Sein Werk umfasst über vierzig Filme („Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“), dazu: zwei Fernsehserien („Berlin Alexanderplatz“), fast zwanzig Bühnenstücke, Hörspiele und Auftritte als Schauspieler in Filmen von beispielsweise Volker Schlöndorff. Er war besessen, ein Despot beim Arbeiten. Er hatte seinen Clan um sich herum, schmückte sich mit seinen Lieblingen. Alkohol und vor allen Dingen Drogen hielten ihn aufrecht. Weiterlesen
Stone Fists selbstbetitelte Debüt-EP (Vö. 09.05. bei Go Down Records) bietet sechs Tracks voller fuzziger Gitarren, hämmernder Rhythmen und hypnotischer Grooves. Diese sechs Tracks lassen die Hörer in die Essenz des Stoner Rock eintauchen und verbinden psychedelische Atmosphären mit der rauen Energie des Grunge. Der satte Sound des Trios besticht durch erderschütternde Riffs und wirbelnde Melodien. Diese raue und kraftvolle Veröffentlichung ist empfehlenswert für Fans von Desert Rock, Doom-Hymnen und der urtümlichen Energie der Alternative-Musik der 90er. Weiterlesen
Es waren einmal zwei Schwestern …
Ob Chloe die perfekte Schwester ist, das stellt sich erst heraus. Die erste Folge dieses 8-Teilers beginnt zumindest mit ihr. Die beruflich sehr engagierte und erfolgreiche Chloe (Jessica Biel) kommt nach einem schicken Dinner nach Hause und findet ihren Ehemann Adam inmitten von Blut tot in ihrem Haus vor. Zwei Detectives nehmen die Ermittlungen auf. Sie müssen in diesem Rahmen die leibliche Mutter von Adams minderjährigen Sohn, Ethan, kontaktieren. Bis dahin denken die Zuschauer*innen, das sei Chloe. Aber nein, es ist Chloes Schwester Nicky (Elizabeth Banks), Adams Ex-Frau. Weiterlesen
The dark side of Ghost
Die frühe Black Metal Phase von Behemoth habe ich komplett übersprungen und bin erst mit The Satanist auf die Band richtig aufmerksam geworden, das bei vielen Fans und Kritikern als Meilenstein gilt. Besonders “Blow your trumpets Gabriel” hatte es mir angetan. Ansonsten muss ich über die polnischen Extreme Metaller Behemoth um Sänger und Gallionsfigur „Nergal“ Adam Darski sicherlich nicht mehr viel sagen, haben sie doch mit The shit ov God ihr mittlerweile dreizehntes Album veröffentlicht. Aber der Albumtitel, echt jetzt? Peinlich, so zumindest mein erster Gedanke. Auf Teufel komm’ raus wie ein Teenager provozieren wollen.
Erst einmal abgetörnt bin ich aber schließlich auf ein Metal Hammer Interview gestoßen und kann die Hintergründe nun nachvollziehen. Also gebe ich dem Album eine zweite Chance, und deswegen hat die Review auch etwas gebraucht. Weiterlesen
Alles so schön hyggelig hier?
Eine perfekte Familie in einer eher reicheren Gegend in Kopenhagen. Schönes Haus, Garten, direkt am Meer, Mama, Papa, Sohn, und um nicht alles selbst machen zu müssen hat Cecilie ein philippinisches Au-pair-Mädchen, Angel. Alle Reichen scheinen hier philippinische Au-pair-Mädchen zu haben, diese sind eine richtige kleine Community. Ruby, das Mädchen der Nachbarn, einem befreundeten Ehepaar nebst Sohn, hat es dort wohl nicht so gut. Eines Abends bittet sie Cecilie um Hilfe. Doch Cecilie möchte sich nicht in deren Angelegenheiten mischen. Und tags drauf ist Ruby verschwunden. Weiterlesen
Wir feiern 30 Jahre Noisolution. 30 Jahre Independent Kultur. 30 Jahre „Music for Minorities“. Und endlich wieder (wie schon 2015) in der Zukunft, und zwar in der „Neuen Zukunft“ in Berlin. Einfach, weil wir dorthin gehören, den Club und die Leute lieben. In beiden Räumen wird gerockt, und wir sind seit Monaten dafür am Arbeiten und haben ein grandioses Line Up zusammen, was alles widerspiegelt, für was Noisolution steht. Weiterlesen
Malwerkstatt, Musik und Visuals …
… gibt es unter der Brudermühlbrücke am Sonntag, 6. Juli 2025, ab 16 Uhr – (Schlechtwetter-Alternativtermin: 13. Juli 2025) – kostenfrei & für alle
Empfehlung: Picknick-, Bade- und Spielzeug mitbringen!



