SJÖBLOM haben mit „Time stands still“ eine neue Single veröffentlicht, die einen ersten Einblick auf das kommende Album bietet. Der Song lässt leichte Anklänge von „Wasteland“ von The Mission erkennen, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass das unbewußt hier eingeflossen ist. Denn insgesamt ist die Single recht elektronisch, hypnotisch und tanzbar, und die Produktion erscheint weniger clean als beim letzten Album Dead of night (Link zur Review). Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den nächsten Output, wenn das schon so gut anfängt. Weiterlesen
Unsere neue Playlist 3/2026 für euch – viel Spaß beim Reinhören!

Phasenmensch + Antoine Saint-Martin
FunnyLovePainful gehören seit den Neunzigern zur norddeutschen Alternative-Rock-Szene wie Regen zu Kiel … nur deutlich melodischer. Mehr als 200 Konzerte führten das Quartett von der Großen Freiheit 36 über das Grünspan bis zur Hamburger Markthalle und zu diversen Festivals im Norden. Ihre Mischung aus eingängigen Melodien, druckvollen Gitarren, britpoppigen Atmosphären und einer markant emotionalen Stimme brachte ihnen frühe Erfolge bei Wettbewerben sowie Support-Shows ein.
13Suns – die Dresdner senden wieder Signale aus dem Paralleluniversum.
Wo zuvor unbedarfte Teenagerhymnen mit abgeklärtem Kneipencharme kollidierten, öffnet sich nun ein größerer Riss im Gewebe zwischen Erinnerung und Gegenwart. Särge, Erde, Damen & Herren taumelt durch ein Zwischenreich aus 90er-Indie-Unruhe, neonschwarzer Melancholie und jener angeschlagenen Romantik, die nach abgestandenem Bühnennebel und warmem Bier riecht. Das Album entfaltet sich wie eine Reihe halbwacher Visionen im Vakuum. Flirrend, nachleuchtend, stets kurz davor, sich der eindeutigen Deutung zu entziehen. Hier wird nicht sauber sortiert, sondern liebevoll durcheinandergebracht: fiebrige Rhythmen treffen auf fragile Bombastmomente, trockene Gitarren auf schimmernde Nachbilder hinter geschlossenen Lidern. Weiterlesen
Der deutsche Synth-Pop-Künstler Meersein hat seine Debüt-EP Ocean im April veröffentlicht – ein emotional facettenreiches Werk, das vollständig vom Künstler geschrieben und produziert wurde. Mit dieser Debüt-EP beweist der Musiker einmal mehr seine Fähigkeit, den nostalgischen Sound der 1980er-Jahre zu würdigen und gleichzeitig moderne Elemente nahtlos einzubinden, um eine unverwechselbare und zeitgemäße klangliche Identität zu schaffen. Weiterlesen
»2027 wird kein Rückblick – sondern ein Aufbruch. Eine Reise durch 20 Jahre musikalische Dunkelheit, Schönheit und Leidenschaft. Und der Beweis, dass wahre Melancholie zeitlos ist.»
Zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung schlagen The Beauty of Gemina ein neues, kraftvolles Kapitel auf: 2027 steht ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums und wird mit einer großen internationalen Tour sowie einem brandneuen Album gefeiert. Was einst als intensives Herzensprojekt von Michael Sele begann, ist längst zu einer festen Größe der europäischen Dark-Rock- und Alternative-Szene gewachsen. Weiterlesen

Wir haben euch Astraya bereits als Band der Woche vorgestellt. 2022 haben sie ihre erste Platte Myth of dike noch ohne Label herausgebracht, inzwischen sind sie bei These Hands Melt unter Vertrag. Ihr neues Album Atropine ist von Dark Rock, mit ein bisschen Weltschmerz und Fragilität durchsetzt und schafft in den insgesamt zehn Tracks melancholische, spannende Sphären.
Der Longplayer Black on sunshine von Avon ist das dritte Album nach Mad Marco (2016) und Dave’s Dungeon (2018) und besticht durch straffe Songarrangements, die psychedelisch anmuten und zugleich die rohe Rebellion bewahren, für die Avon steht. Aufgenommen und produziert von James Childs in Los Angeles, ist die Band bereit, ein Meisterwerk zu feiern! Weiterlesen
The Chain Cult lives on
Die griechische Band Chain Cult ist seit 2017 ein stabiles Trio, das aus Sänger und Bassist Jason, Gitarrist Dino und Drummer Vangelis besteht, allesamt mit einer tief in der Athener DIY-Szene verstrickten Historie. Ich habe sie schon wiederholt begeistert im Webzine vorgestellt, bereits mit dem Demo von 2018 (Link) und auch mit dem Debütalbum Shallow grave von 2019 (Link), wo ich die Musik als Hardcore Post Punk klassifiziert hatte und das immer noch unterschreiben würde.
Dann kickt leider Corona, die bevorstehende US-Tour fällt aus, und irgendwie ist es mir dann entgangen, dass mit Harm reduction bereits 2024 ein Nachfolgealbum erschienen ist. Asche auf mein Haupt, also muss ich das hier noch dringend vorstellen, denn das läuft bei mir gerade rauf und runter. Weiterlesen
Die Banalität des Grauens
Es gibt so Momente, an denen der YouTube-Algorithmus eine*n überrascht. Wobei ich im ersten Moment schlucken musste, denn das erste, was ich sehe, ist die schwarze Uniformmütze, bei der das Swastika-Emblem nicht verpixelt ist. Das ist krass – gerade in Deutschland – doch nicht minder krass ist die Eindringlichkeit, mit der Paul Sies die Lyrics seines Songs „Auch in der Nazizeit war Spargelzeit“ regelrecht unter die Haut gehen lässt. Das eigentlich schlichte Video verstärkt den Eindruck noch, und ich habe direkt eine Gänsehaut bei einem unbekannten Song eines mir bislang unbekannten Künstlers. Mehr noch, es fröstelt mich regelrecht, und das liegt nicht am Schnee im Video. Weiterlesen


