Texas strikes again

tribal-gazeAls Pandemie Band erst 2020 im texanischen Longview gegründet, erscheint bereits 2020 das Debüt The nine choirs von Tribal Gaze bei Maggot Stomp. Im Folge der Live-Aktivitäten wird Nuclear Blast auf Sänger McKenna Holland, Bassist Zachary Denton, Gitarrist Ian Kilmer, Gitarrist Quintin Stauts (vorher an den Drums) und den neuen Drummer Cesar De Los Santos aufmerksam. Bereits im Oktober letzten Jahres ist dort das Nachfolgealbum Inveighing brilliance erschienen. Weiterlesen

Melancholisch, introvertierte Tonkunst

Österreich und kein Ende, nein, es muss heißen Österreich und zum Glück kein Ende. Meine Damen und Herren, war das vergangene Jahr nicht verrückt? Ein Highlight jagte das nächste! Warum jetzt dieses Gerede werdet ihr euch sicherlich denken, nun 2026 beginnt gleich mit einem Release, dem nicht nur ich entgegengefiebert haben dürfte. Die Rede ist vom neuen Album der aus Graz stammenden Ausnahmeband Ellende mit dem Titel Zerfall. Die Vorgänger Todbringerin (2024) und Ellenbogengesellschaft (2022) haben mich sehr überzeugt, um nicht zu sagen begeistert. Ihre Art den Post Black Metal mit viel Melancholie zu vermengen ist so ziemlich einzigartig. Voller Vorfreude lausche ich also dem neuen Album Zerfall, und wie immer hier meine Gedanken dazu in Worte für euch. Weiterlesen

Der Tod ist absolut wundervoll

Der Bandname Scheitan leitet sich von dem arabischen Wort für Teufel ab. Den Bass und die Gitarre teilen sich beide Gründungsmitglieder, Pierre Törnkvist übernimmt den Gesang, und Oskar Karlsson trommelt die Felle. Seit 1996 waren die beiden Schweden damit in Luleå aktiv und haben eine wilde Reise hingelegt. Nach drei Alben im Bereich von Black Metal, Melodic Death und Gothic Metal war 2000 erst einmal Schluss. Zwischenzeitlich gründeten die zwei die Death-’n’-Roll-Band Helltrain, doch Oskar ist leider 2016 verstorben. Erst 2023 gab es neue Lebenszeichen von Scheitan als Soloband von Pierre in Form dreier Singles, bevor 2024 das vierte Album Songs for the gothic people erschienen ist. Nun liegt das neue Album Wine for a tormented soul über The Circle Music vor. Weiterlesen

Deshalb ist mein Herz so schwer

Screenshot aus Youtubevideo

Noch nie in meinem Leben hatte ich etwas von Rosalía gehört. Sie ist eine spanische Sängerin und Songwriterin aus Katalonien, macht (Latino-)Popmusik mit Flamenco-Einflüssen. Da passt rein gar nichts davon in meinen Musik-Kanon. Aber ich bin auf etwas gestoßen: Es gibt einen Song, ein Video dazu, in dem Björk einem Vögelchen ihre Stimme leiht. What??? Weiterlesen

Reinhören!

Torontos Power-Trio Danko Jones springt wieder auf den Rock’n’Roll-Zug auf. Seit 1996 sind sie im Einsatz und haben ihr Leben der Aufgabe gewidmet, die Menschen mit mitreißendem, kompromisslosem Rock zu begeistern. Nach Wild Cat (2017 – Rezension) , A Rock Supreme (2019 – Rezension) und Electric Sounds (2023 – Rezension) gibt es wieder etwas Neues von ihnen. Weiterlesen

Nicht von dieser Welt!

Der Sommer hat ein abruptes Ende gefunden (im wahrsten Sinne). Pünktlich wie eine Schweizer Uhr war der Herbst da. Für mich persönlich bricht die schönste Jahreszeit an. Alles wird ruhiger, es wird nebliger und schummriger, und das Gefühl von Vergänglichkeit macht sich breit. Perfekt, wie die viel zitierte Faust aufs Auge, passt die im November anstehende Veröffentlichung von Ellereves drittem Album Umbra. Elisa Giulia Teschner vermag es Atmosphären zu kreieren, in denen man sich verlieren möchte. Bereits das Debütalbum hat mich umgehauen (Link zu meiner Review). Wie die beiden Vorgänger erscheint auch Umbra über Eisenwald. Voller Vorfreude also machte ich mich an die Review. Weiterlesen

Besser spät als nie

Tief aus dem Untergrund Berlins stammt die 2024 gegründete Band mit dem doch eher ungewöhnlichen Namen, und diesen könnte mensch durchaus so verstehen, dass die Mitglieder nun zusammen ausgezogen sind, um die Ehre des Gothic Rock zu retten. Robert Koric übernimmt dabei den Gesang, Sandy Pötzsch spielt Bass und Gianmarco Bellumori Gitarre. Alle drei haben langjährige Erfahrungen als Musiker und werden von einem Drumcomputer begleitet. Forest Lights ist ihr erstes Lebenszeichen als Sorry We Weren’t Here Before.
Kurz vor Ladenschluss erreichte uns die Nachricht, dass die EP um einen Song erweitert worden ist, was auch die Tracklist durchgeschüttelt hat. Dann also noch einmal ran ans Werk. Weiterlesen

Richtig kranker Scheiß

Corpus-OffalDie 2016 in Seattle gegründeten Cerebral Rot sorgten gehörig für Aufsehen im Death Metal Underground, lösten sich aber nach nur zwei gefeierten Alben und einer EP 2024 schon wieder auf, sehr zum Leidwesen der zahlreichen Fans. Doch die beiden Gitarristen der Band, Ian Schwab und Clyle Lindstrom, wetzten sofort wieder das Todesmetall und gründeten mit Corpus Offal eine neue Band mit Ian als Sänger. Ergänzt wird diese durch Jason Sachs (ex-Demoncy) am Bass und Jesse Shreibman (auch Autophagy, Bellwitch) am Schlagzeug. Weiterlesen

Velatine melden sich mit einem eindringlichen Statement zurück. Mit „Oh See Me – The Siren“ setzen Loki Lockwood und die neue Sängerin Holly Purnell ein deutliches Zeichen gegen die zunehmende Frauenfeindlichkeit in den sozialen Netzwerken. Der Song kleidet Wut, Verletzlichkeit und Widerstand in einen vielschichtigen, düsteren Sound, der tief berührt.

Hooly_Loki

Weiterlesen

Herbsttraurigkeit statt Urlaubsfeeling

Visions_In_Clouds_Leave_MeDas Grundgerüst der 2015 gegründeten Band Visions In Clouds aus dem schweizerischen Luzern bilden Sänger und Gitarrist Pascal Zeder und Drummer Simon Schurtenberger. Bereits mit ihrer EP Levèe en masse hatten sie mich begeistert (Link zur Review). Für das neue und mittlerweile dritte offizielle Album Leave me, das bei Icy Cold Records erschienen ist, haben sie außerdem Leandra Reiser und Florian Estermann zur Unterstützung ins Boot geholt. “Don’t leave me” oder “Leave me alone”, das kann vielfältig interpretiert werden. Weiterlesen