Herbsttraurigkeit statt Urlaubsfeeling
Das Grundgerüst der 2015 gegründeten Band Visions In Clouds aus dem schweizerischen Luzern bilden Sänger und Gitarrist Pascal Zeder und Drummer Simon Schurtenberger. Bereits mit ihrer EP Levèe en masse hatten sie mich begeistert (Link zur Review). Für das neue und mittlerweile dritte offizielle Album Leave me, das bei Icy Cold Records erschienen ist, haben sie außerdem Leandra Reiser und Florian Estermann zur Unterstützung ins Boot geholt. “Don’t leave me” oder “Leave me alone”, das kann vielfältig interpretiert werden. Weiterlesen



Die frühe Black Metal Phase von Behemoth habe ich komplett übersprungen und bin erst mit The Satanist auf die Band richtig aufmerksam geworden, das bei vielen Fans und Kritikern als Meilenstein gilt. Besonders “Blow your trumpets Gabriel” hatte es mir angetan. Ansonsten muss ich über die polnischen Extreme Metaller Behemoth um Sänger und Gallionsfigur „Nergal“ Adam Darski sicherlich nicht mehr viel sagen, haben sie doch mit The shit ov God ihr mittlerweile dreizehntes Album veröffentlicht. Aber der Albumtitel, echt jetzt? Peinlich, so zumindest mein erster Gedanke. Auf Teufel komm’ raus wie ein Teenager provozieren wollen.
Ich habe ja ein kleines Faible für Bands aus etwas exotischeren Ländern außerhalb von Europa. Und nach meinem Mexiko-Trip im November kommen Phantom aus Guadalajara da gerade recht. Die junge Band hat sich erst 2021 gegründet und nach einigen EPs zwei Jahre später ihr Debüt Handed to execution herausgebracht, und nun steht mit Tyrants of wrath schon der Nachfolger bei High Roller Records am Start. Die Mitglieder sind Sänger und Gitarrist J.C. Necrohex, Gitarrist Harel Mortem, Bassist Raír Tavizón und Drummer J.P. Altorre. Leider ist der Gesang nicht auf Spanisch, aber dennoch bin ich sehr gespannt, schließlich ist Mexiko für seine große subkulturelle Szene bekannt.
bleed stammen aus dem texanischen Dallas und haben ihre erste EP Somebody’s closer in Eigenregie rein digital veröffentlicht. Dennoch haben sie damit einiges an Aufsehen erregt und sind schließlich bei 20 Buck Spin gelandet, wo ihr selbstbetiteltes Debütalbum Bleed kürzlich erschienen ist. Die Band besteht aus Sänger und Gitarrist Ryan Hughes, Bassist Adam Ackermann, Drummer Carson Wilcox und den Gitarristen Noah Boyce und Rubio N., der außerdem das Programming übernimmt. Ein kurzes Anskippen hat mich spontan überzeugt.
The Sex Organs haben sich 2014 in Zürich gegründet und avancierten schnell zum Geheimtipp und zur Kultband im europäischen Garage Underground. Letztes Jahr ist das zweite Album We’re fucked – the ultimate Soundtrack to the downfall erschienen. Doch in dieser Rezension geht es noch einmal um das viel zu schnell vergriffene 2016 veröffentlichte Debütalbum Intergalactic sex tourists von der Schweizerin Jackie Brutsche und dem Niederländer Bone, das von Voodoo Rhythm Records frisch neu aufgelegt worden ist.
Als Cataphiles werden die Explorer*innen bezeichnet, die verbotenerweise die verborgenen Gänge und Tunnel im unterirdischen Labyrinth von Paris durchstreifen. Nun stammt die Band zwar aus Bremen und hat sich 2020 zur Pandemiezeit gegründet, aber eine Vorliebe für das Dunkle und Verborgenene ist wohl dennoch nicht von Hand zu weisen. Der Name ihres zweiten Albums, Shadow Self, benennt das versteckte Ich in der menschlichen Psyche. Die Veröffentlichung ist eine Zusammenarbeit von Sabotage Records (LP) und Bat-Cave Productions (CD). Anja am Synthesizer teilt sich dabei den Gesang mit Gitarrist Mommers, und Bassist Heini und Drummer Jan ergänzen das Quartett. Nun ist es aber Zeit ins Dunkle hinabzusteigen.