Ein bewegtes Leben

Zum 100. Geburtstag von Hildegard Knef blickt eine ARTE-Dokumentation auf ihr bewegtes Leben zwischen Berlin, New York und Hollywood. Mit Interviews, Archivaufnahmen, Konzerten und Filmausschnitten zeichnet sie das Porträt einer Künstlerin, die zum Spiegel ihrer Zeit wurde – zwischen Nachkriegsdeutschland, öffentlicher Erwartung und medialer Inszenierung.
Hildegard Knef (*28.12.1925 – †01.02.2002) war vieles: Schauspielerin, Sängerin, Autorin, sozialliberales Vorbild, Schwulenikone. Ein Leben im Zeichen von Lebendigkeit, Widersprüchlichkeit und Sensationsgier unserer Gesellschaft und der sie anfeuernden Medien.

©ARTE

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Furchtbares überstehen

c) Justin Downing/picture alliance/Everett Collection

Ich bin zufällig auf eine neu hinzugefügte, fantastische Serie in der ARTE Mediathek gestoßen. Es stellt sich heraus, sie ist 2018 schon ausgestrahlt worden, die Jahre merkt man ihr nicht an. Im ersten Teil stolpere ich regelrecht in eine Albtraumhandlung hinein. Patrick Melrose (Benedict Cumberbatch) ist hier nie nüchtern oder clean, auch wenn er es immer wieder versucht zu werden. Er ist ein reicher Aristokrat, der nicht arbeiten muss. Er bekämpft mit Alkohol, Tabletten und Heroin seine Kindheitsdämonen. Er taumelt mehr herum, als er steht, geht und handelt. Er flucht, stammelt, bettelt, halluziniert, schimpft. Dann der Anruf: Sein Vater ist verstorben. Es scheint wie eine Befreiung für ihn zu sein, es ist irre, wie er lacht! Weiterlesen

Vorsicht vor dem Mistelzweig!

c) Hallmark

In der idyllischen Touristenstadt Fletcher’s Grove ist die Welt noch in Ordnung. Jede*r kennt jede*n, hier wird noch in kleinen Lädchen eingekauft und nicht beim großen A bestellt. Eins dieser goldigen Lädchen ist das ganzjährige Weihnachtsgeschäft „Under the Mistletoe“ der freundlichen und hilfsbereiten Emily Lane. Sie ist noch nicht sehr lange im Ort, doch sie hat es sich im Laden und in ihrem Zuhause mit ihren zwei Katzen und den vielen Krimis schon richtig schön eingerichtet. Emily ist eine hilfsbereite und offenherzige Person, doch irgendetwas verbirgt sie. Was ist das nur, was sie manchmal wie ein Flashback an Erinnerungen überfällt, was bewahrt sie in diesem ominösen Köfferchen auf? Weiterlesen

Ein Honigbrot soll alles richten

c) Gordon Timpen/epd

Es ist 1945, der 12-jährige Nanning lebt mit seinen kleinen Geschwistern, seiner Mutter und seiner Tante auf Amrum. Sie mussten aus Hamburg fliehen, ihr Haus wurde zerbombt. Der Vater ist im Krieg, die Frauen und Kinder sind auf sich allein gestellt. Nanning ist kein echter Amrumer, er ist ein Flüchtling, das sagen seine Schulkameraden. Das schmerzt ihn, so sehr möchte er auch ein echter Amrumer sein. Er macht alles, was er tun kann, um zum Überleben seiner Familie beizutragen. Er arbeitet auf dem Feld für eine Kanne Milch, doch hier wird er von der Bäuerin weggeschickt, weil er zu Hause etwas gesagt hat, was seine Mutter, eine treue Hitler-Anhängerin, als Anlass genommen hat, die Bäuerin zu denunzieren. Wären sie nicht auf diesem verlassenen Inselchen, so würde sie wahrscheinlich am Galgen baumeln. Weiterlesen

Kollateralschaden

c)ARD

Es ist schon ein bisschen makaber, ein paar Tage bevor man eine Fahrt mit dem Flixbus unternimmt, eine Serie anzusehen, in der ein fatales Busunglück die Hauptrolle spielt. Trotzdem habe ich es getan. Lasst euch berichten, was passiert ist!

Ein Bus aus Berlin ist unterwegs nach Graz. Kurz nachdem der Busfahrer auf die Autobahn auffährt passiert ein grauenhafter Unfall. Er gerät in die Gegenfahrbahn und bringt damit nicht nur fast alle seine Insassen, sondern auch noch etliche andere Verkehrsbeteiligte zu Tode. Was ist hier nur passiert? Weiterlesen

Lust auf Museen machen

Anna Schudt und Markus Brock im Museum Küppersmühle c) 3Sat Kultur

 

Ich bin virtuell über etwas gestolpert, das es schon seit 2010 gibt! Der „Museums-Check“ ist eine deutsche Fernsehsendung, die seit 2010 im Auftrag von 3sat produziert wird. Markus Brock ist der Moderator der Sendung. Er stellt ausgewählte Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die er gemeinsam mit prominenten Gästen besucht. Das können Kurator*innen oder Ausstellungsmacher*innen sein, das können pro Sendung ein oder mehrere Museen sein. Mit den Gästen, die er sich dazu eingeladen hat, spricht er über die Architektur des Museums, über die Lage, das Ausstellungskonzept und die Museumspädagogik. Was auch recht interessant ist: Es wird teils auch über den Museumsshop und das Museumscafé diskutiert. Hier soll ein breites Publikum erreicht werden, das sich für Kultur interessiert und gerne ins Museum geht. Ziel der Sendung: „Lust auf Museen machen und Schwellenangst nehmen“. Weiterlesen

Wann ist ein Mann ein Mann?

c)Netflix

Von Herbert Grönemeyer weiß man ja schon seit langem, dass Männer es auch schwer haben, dass sie außen hart sind und innen ganz weich, dass sie verletzlich sind, ständig unter Strom stehen, und wenn sie nicht aufpassen, kriegen sie ‘nen Herzinfarkt! Ich war gespannt, wie es um diese vier Kerle in dieser kleinen Serie steht. Allesamt sympathisch sind sie schon mal. Sie sind Anfang 40, kennen sich schon lange, und obwohl sie sich ihr Leben ganz unterschiedlich eingerichtet haben, spielen sie immer noch gemeinsam Fußball und duschen dann gemeinsam. Hier wird natürlich die eine oder andere wichtige Sache besprochen. Denn auch Männer teilen ihre Gefühle mit anderen! Weiterlesen

Geister der Vergangenheit

c) Netflix

Untamed ist eine etwas andere Serie. Sie ist von Mark L. Smith. Dieser hatte damals mit Alejandro González Iñárritu das Drehbuch zu The Revenant geschrieben, dem Überlebensthriller, in dem Leonardo DiCaprio mit einem Bären kämpfte und dafür einen Oscar bekam. Außerdem hat er American Primeval (LINK) erdacht, einen Western aus den Anfängen Amerikas, brutal wie nie zuvor. Also lohnt es sich in Untamed reinzusehen? Weiterlesen

Grausame Geheimnisse

c) Netflix

Tall Pines in Vermont im Jahr 2003 ist eine (fiktive) idyllische Kleinstadt. Alex und Laura fangen hier neu an. Sie können kostenlos in einem entzückenden Haus mit Garten wohnen, vor der Haustür steht nicht selten ein Korb gefüllt mit Köstlichkeiten. Alex (gespielt von Comedian und Serienschöpferin Mae Martin) und seine schwangere Partnerin Laura wollen hier neu anfangen. Doch gleich am ersten Tag in seinem neuen Job bei der hiesigen Polizei hat er es mit einem Jugendlichen zu tun, der anscheinend von irgendwoher geflohen ist und Schutz sucht. Der Junge namens Riley kommt aus einer Internatsschule für „schwierige Teens“, der Tall Pines Academy. Weiterlesen

Dit is schee!

© ARD Degeto Film/Florida Film GmbH/Ricardo Gstrein

Jäckie und Lukas wollen heiraten. Die wundervolle und ganz außergewöhnliche Hochzeit soll auf Social Media ganz groß rauskommen, ein Business-Launch (abartige Hochzeitskleidung) soll gehypt werden, viele Follower müssen her. Dafür will Lukas sein ramponiertes digitales Image upgraden. Vorher war er ein englischsprechender Macho, nun will er ein Vorzeigefeminist werden, der im schwarzen Rock heiratet, nix mit klassischem Hochzeitsanzug! Jäckies Freundin Simone ist dafür verantwortlich, dass alles ja nicht zu bieder und standardmäßig gerät. Um dem Ganzen mehr Authentizität und Spontaneität zu verleihen, soll live geheiratet werden. Dass alles nur Fake ist, darf niemand wissen, es würde die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

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