Die Liebe in Zeiten von Facebook

 

zeitgeist

Die Weltraumsonde Voyager 1 macht vom All aus ein Bild von der Erde. Sie ist ein winziger hellblauer Punkt („Pale Blue Dot“, ein preisgekröntes, reales Foto) im Sonnensystem, gerade noch zu erkennen. Dies ist die erste Einstellung, dann wird ganz nah herangezoomt, man sieht die Erde über und über bedeckt von blinkenden kleinen Geräten, Handys, Tablets oder Notebooks, die Messages verschicken. Noch näher heran gezoomt erkennt man Teenager in einer Schulhalle, ihren Blick starr auf ihr Handy gerichtet, über jedem Kopf ist die Textmitteilung eingeblendet, die gerade abgeschickt oder empfangen wird, als gäbe es kein reales Leben. Doch das gibt es. Der Fokus liegt auf ein paar Familien in einer amerikanischen Vorstadt, auf Töchtern, Söhnen, Müttern, Vätern. Der Film heißt im Original „Men, Women and Children“, was auch im Deutschen gepasst hätte.

Da ist die eine Mutter, die ihre Tochter vor dem bösen Netz schützen will und jede Woche Handy-Nachrichten, Facebook-Einträge und -Chats überprüft und säubert.

Von Wichteln und Weihnachtshasen

alles-ist-liebe

 

Es beginnt skurril: Martin (Elmar Wepper) sitzt in einem Truck voller Wichtel – das ist nicht diskriminierend gemeint – und fährt per Anhalter auf dem Beifahrersitz dösend Richtung Frankfurt, wo die Wichtel zur großen traditionellen Live-Weihnachtsshow am Main auftreten werden.
Er muss spontan einspringen und den Weihnachtsmann mimen, weil der echte – also der alternde und eingebildete Burgschauspieler, der ihn jahrelang darstellte – plötzlich verstirbt.

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Mieses Karma

 

winterkartoffelknoedel

Der Polizist Franz Eberhofer regelt gerade auf halsstarrigste Art und Weise den Morgenverkehr, als er zu einem Unfall mit Todesfolge gerufen wird. Wen bzw. was er da unter dem Bauschuttcontainer der Firma KraWall auf der Straße liegen sieht, hat große Ähnlichkeit mit der zerdrückten Blut- und Leberwurst zu den Winterkartoffelknödeln von seiner Oma am selben Abend. Es ist schon der zweite Todesfall in dieser Familie nach dem Unfalltod des Vaters, und in der Dorfkneipe sagt man ganz einfach, diese Familie scheint wirklich ein mieses Karma zu haben.

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„Geh nicht gelassen in die gute Nacht“

Die Erde in nicht ganz so ferner Zukunft: Klimawandel und Krankheiten haben unsere Nahrungsquellen weitestgehend zerstört. Die Menschheit ist sich ihrer Rolle als Verursacher bewusst geworden, höhere Technologien und Raumfahrt sind verpönt – schließlich hat unser rücksichtsloser Fortschritt und die Ausbeutung unserer Rohstoffe zu dem Schlamassel geführt. Was die Bevölkerung noch nicht ahnt: Die Generation ihrer Kinder wird die letzte auf unserem Planeten sein.
Der ehemalige NASA-Pilot Cooper ist jetzt Farmer, zieht seine beiden Kinder Tom und Murphy mit Hilfe des Vaters seiner verstorbenen Frau allein auf, und träumt noch immer von den Sternen.
Doch es gibt Hoffnung: Die NASA operiert im Untergrund und forscht an einer Möglichkeit, die Menschheit zu retten. Sie soll fort von der Erde, durch ein Wurmloch neben Saturn in eine andere Galaxie, in der es bewohnbare Planeten geben soll. Cooper wird ausgewählt an einer Mission teilzunehmen, um eine geeignete neue Heimat zu finden.

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On a Road to nowhere

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Hannes (Florian David Fitz) und seine Frau Kiki (Julia Koschitz) machen wie jedes Jahr gemeinsam mit ihren Freunden eine Radtour. Dieses Jahr sind sie dran mit dem Auswählen des Ziels. Dass es heuer also ausgerechnet nach Belgien geht, wo es doch nichts gibt außer Pralinen, Schaumwaffeln und Jean-Claude Van Damme, versteht keiner. Die Freunde witzeln noch drüber und albern herum. Bei einem Zwischenstopp, bei dem sie Hannes Mutter (Hannelore Elsner) treffen, bricht diese während des anfänglich lustigen Abendessens in Tränen aus. Nun kommt heraus: Hannes will nach Belgien, weil dort Sterbehilfe geleistet wird. Er hat ALS – seit der Ice Bucket Challenge in aller Munde – und sein Zustand verschlechtert sich rapide. Am nächsten Tag soll es weiter Richtung Ostende gehen, dem Ziel seiner Reise. Am Morgen des Aufbruchs steht anfänglich keiner der Freunde mit dem Rad bereit, und die Stimmung ist gedrückt. Als dann aber alle in Radbekleidung und vollkommen munter (freilich nur gespielt) hinter dem Haus hervorkommen, geht die Sonne auf in Hannes Gesicht. Sie fahren gemeinsam weiter.

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I can feel his Heartbeat

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Nick Cave – seit vierzig Jahren Musiker, weltberühmt geworden mit seinen Gruppen The Birthday Party, den Bad Seeds und Grinderman, renommierter Autor und Komponist von Filmsoundtracks. Ein Mann, der etwas zu erzählen hat. Und genau das tut er auch in dem Werk der englischen Regisseure Iain Forsyth und Jane Pollard.

Der Vorspann zeigt ab Stunde Null in rasantem Tempo hochgezählt verschiedenste Zehntel-sekundenlange Filmausschnitte aus Nick Caves Leben bis zu seinem 20.000sten Tag auf Erden: Die Geschichte beginnt.

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Schöne neue Welt?

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Wir schreiben eine unbekannte, postapokalyptische Zeit, in der zum Wohle der Menschheit alles gleichgeschaltet ist. Gefühle sind nicht zugelassen, damit kein Neid entsteht, keine Missgunst, keine Aggressionen, denn nur das schützt vor Armut, Hass und Krieg. Äußerlich sieht man das an den absolut gleichförmigen Siedlungen und Wohneinheiten, in denen die Menschen sich strikten Regeln unterwerfen wie „in 15 Minuten ist Ihre Abendfreizeit beendet“. Dies kommt über Lautsprecher in den Wohnungen an. Dann heißt es Licht aus und Schlafen – für alle.

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Kein Tag ohne Unglück

Nachdem aus Woodbury neue Menschen in das Gefängnis eingezogen sind, beginnt sich dort der Alltag breit zu machen. Die Grünflächen werden bestellt, es werden Tiere gezüchtet sowie Streifzüge durch das nahegelegene Waldgebiet und die umliegenden Gegenden gemacht. Es könnte alles hier friedlich enden, aber dann bräuchte es ja keine vierte Staffel.

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Schaurig schön

London, ausgehendes 19. Jahrhundert. Der Amerikaner Ethan Chandler (Josh Hartnett) hält sich als reisender Revolverheld mit kleinen Cowboy-und-Indianer-Shows über Wasser, doch eines Tages macht ihm die mysteriöse Vanessa Ives (brillant: Eva Green) ein verlockendes Angebot. Sie und ihr väterlicher Freund Malcolm Murray (Timothy Dalton) benötigen Hilfe bei einer gefährlichen Suche. Weil Ethan das Geld braucht und das Abenteuer liebt, sagt er zu. Außerdem stößt noch der junge und ambitionierte Arzt Viktor Frankenstein zu der illustren Gesellschaft, die sich in die Unterwelt von London begibt, um Malcolms Tochter Mina aus den Fängen einer schrecklichen Kreatur zu befreien …

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Was gibt es Schöneres, als sich zu Halloween gemütlich bei ein paar richtig halloweenigen Filmen zu Gruseln? Unsere Top-Halloween-Klassiker könnten eine Anregung sein:

 

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Bram Stoker’s Dracula (1992): Wohl einer DER Grusel-Klassiker schlechthin: Londoner Anwalt hilft uraltem Vampir aus Transsylvanien, nach London zu kommen, wo der eine Spur aus Blut und Schrecken hinterlässt.
Francis Ford Coppola erzählt die Geschichte von Bram Stoker effektvoll, bildgewaltig und mit viel Gefühl, ohne kitschig zu werden. Die absolute Starbesetzung mit Anthony Hopkins, Gary Oldman und Keanu Reeves tut ihr Übriges. Das macht Bram Stoker’s Dracula für mich zu einem All-Time-Halloween-Hit, der einem wohlige Schauer über den Rücken jagt.

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