Mrs. Hyde
Zunächst einmal müssen wir einpacken, da heute schon unser Abreisetag ist. Aber vorher geht es zum Vortag von Dr. Mark Benecke, der Hitlers Schädel in den Fingern hatte und wieder skurile Anekdoten zu berichten weiß. Mit der berüchtigten Einlassschlange haben wir Glück, die dann wohl mal wieder quer durch die Verkaufshalle und um den Block geht. Dann machen wir uns auf zu unserem Lieblingsvietnamesen Gy My Li beim Felsenkeller, bei dem wir immer mindestens einmal essen müssen. Frisch gestärkt geht es ins Täubchenthal, wo The Crimson Ghosts die Bühne rocken, denen wir aber lieber von draußen aus zuhören. Highlight des Tages sind die Legende Batmobile, die selbsternannten Kings of Psychobilly, die wir schon seit einer ganzen Weile nicht mehr gesehen haben.

Es ist Ostern und damit Zeit für das Dark Easter Metal Meeting! Was uns – Nekrist und torshammare – gleich vor mehrere Herausforderungen stellt: Was soll man bei dem Mistwetter am Karsamstag anziehen? Regnet es, oder bleibt es trocken? Warum legen jedes Jahr an Ostern Bauarbeiten die Stammstrecke lahm? Am intensivsten haben wir aber im Vorfeld folgende Frage diskutiert: Welches Highlight des DEMM 2026 lassen wir sausen, um was zu essen? SO gut ist das Line-up dieses Jahr! Wie immer sind zweiunddreißig Bands in zwei Tagen geboten, und eine ist interessanter, besser und lauter als die andere – nix wie hin also!
Pünktlich zur Wiederauferstehung (Jesus’ oder unserer) scheint nach dem gestrigen sehr verhangenen Karsamstag heute die Sonne und verwöhnt uns mit bestem Biergartenwetter und Temperaturen um die zwanzig Grad. Das lockt, so hört man jedenfalls, noch mehr Besucher als am Vortag ins Backstage, auch wenn das kaum möglich erscheint (es lag wohl an den dieses Jahr angebotenen Tageskarten, von denen noch ein paar zu haben waren). Dass es möglich ist, merken wir vor allem daran, dass gerade die beiden kleineren Bühnen Halle und Club noch schneller als sonst an ihre Grenzen stoßen und sich eine Pinkelpause zwischen Bands schnell rächt, weil dann kein Reinkommen mehr ist – und das trotz des großzügigen Biergartenbereichs, der am Ostersonntag zu allen Tages- und Nachtzeiten gut gefüllt ist.