Immer des G‘schiß mit dem Wiesn-Tisch!

Da ist es wieder! Das alljährliche Wiesnbild der ADKCREW, „Der blaue Vogel“, ist da. Seit etlichen Jahren bringen die Blauen Vögel eine Art satirisches Gemälde über die bevorstehende Wiesn, mit aktuellem Bezug, an die Wand. Dieses Mal ist allein schon die Art und Weise, wie sie das Bild präsentieren, äußerst witzig: Das Bild ist dargestellt an der Mauer wie ein großes Bild im goldenen, verschnörkelten Rahmen, wie er in der Alten Pinakothek hängen könnte.

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Der Engel von Augsburg

Von Agnes Bernauer hat man meist irgendwann in der Schulzeit mal gehört. Wer war sie? Sie war eine Baderstochter aus Augsburg, die den bayerischen Herzog Albrecht III. liebte. Da die Verbindung nicht standesgemäß war, heirateten sie heimlich. Albrechts Vater, Herzog Ernst, sah die Erbfolge des Herzogtums durch die Verbindung zu einer unstandesgemäßen Frau gefährdet. Er befürchtete, dass Agnes die politische Ordnung stören könnte. Nach einem Streit zwischen Vater und Sohn und der Ankunft von Agnes in Straubing ließ Herzog Ernst Agnes Bernauer am 12. Oktober 1435 durch Henker von einer Brücke in die Donau stoßen. Sie ertrank.

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Wird Banksy enttarnt?

In London ist an einem Gerichtsgebäude ein neues Wandbild des Streetart-Künstlers Banksy aufgetaucht. Es zeigt einen Richter mit schwarzer Robe und traditioneller Perücke, der einen unbewaffneten Demonstranten am Royal Courts of Justice in London mit einem Richterhammer schlägt. Skurrilerweise läuft genau in dem Moment der Aufnahme ein gewandeter, telefonierender Richter durch das Foto.

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Ohne Bienen ist alles schwarzweiß

 

Cassie Tumlinson/Catu ist eine amerikanische Künstlerin/Street Artist, die derzeit in München ansässig ist. Gut für uns, denn sie hat hier schon viele schöne Spuren hinterlassen! Unter der Brudermühlbrücke, in Harlaching, im Olympiapark anlässlich des „Sommernachtstraum“ und hier am St.-Quirin-Platz. Cassie hat hier mit Greencity e.V. zusammengearbeitet. Dieses Wandbild zeigt die entscheidende Rolle, die Bienen in unserem Ökosystem spielen. Weiterlesen

Die mit den roten Polka-Dots


Auf Yayoi Kusama bin ich aufmerksam geworden im Rahmen der internationalen Tournee von Cyndi Lauper. Im Oktober letzten Jahres habe ich eins ihrer großartigen Konzerte in Berlin gesehen. Ihr Bühnenbild bestand zum Teil aus Videoprojektionen von Personen mit weißen Kleidungsstücken und roten Punkten darauf, wie ihr eigenes Outfit übrigens auch! Im Nachgang habe ich recherchiert und herausgefunden, dass Cyndi Lauper damit der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama gehuldigt hat. Cyndi Laupers Tour hieß „Girls just wanna have fun“, wie ihr Initialhit von damals. Und sie wollte jetzt Frauen, oder „Girls“, die sie inspiriert haben, honorieren. Yayoi Kusama ist eine von Cyndi Laupers „forever icons“. Weiterlesen

Munich Wallflowers – Ois Giasing

Ich habe euch schon oft vom „Halt 58“ am Kolumbusplatz und der Brückengalerie dort berichtet. Zuletzt, noch gar nicht so lang her, im Zusammenhang mit dem Unmut, den es immer wieder dort gibt wegen Randale und Ungepflegtheit (http://schwarzesbayern.info/kultur-neues-mural-am-kolumbusplatz/).

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Die kopflose Frau, der Stuhl mit dem Busen und der Badende ohne Seife

Der Augsburger Surrealist Wolfgang Lettl (*1919) hat bei seinem Tod 2008 mehr als 500 Bilder hinterlassen. Lettl war in der Welt unterwegs, später hatte er sogar mit seiner Frau einen Zweitwohnsitz in Italien, doch er sah sich immer als Augsburger. Er wollte, dass sein Werk der Stadt Augsburg erhalten bleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Aus diesem Grund wurde 1992 der Wolfgang Lettl – Verein zur Förderung surrealer Kunst e. V. gegründet. Zum 100. Geburtstag von Wolfgang Lettl wurde mitten in der Stadt das neue „LETTL-Museum“ eröffnet.

Es werden natürlich nicht immer alle Werke gleichzeitig ausgestellt, immer wieder gibt es verschiedene Themen in Sonderausstellungen. Aufmerksam bin ich geworden auf das munter klingende Motto: Der heitere Surrealismus. Weiterlesen

All colours are beautiful!

 

Der Münchner Künstler Martin Blumöhr hat wieder losgelegt. In Untermenzing wurde eine ganze S-Bahnunterführung mit seinen bunten Sonnen, Blumen, Bäumen, Augen, Wellen und vielen kleinen Menschenfiguren verschönert. Einige Zeit hat er recherchiert, der Bezirksausschuss 23 hat dazu Informationen über geschichtliche Aspekte und architektonische, politische und kulturelle Merkmale von Untermenzing zur Verfügung gestellt. Die keltischen Fundstücke aus der Rueßstraße 47, die Frühgeschichte des Dorfes, die alte Ansicht des südlichen Dorfes, St. Martin und St. Michael, Maria Trost, die Dampfsäge, die Schmieden und Mühlen, das Hitlerjugendhaus, die Würmtal-Tracht und viel Zeitgeschichtliches und Kulturelles mehr aus der Gegend wurde in die künstlerische Komposition eingewoben. Weiterlesen

Nicht nur Schönes

Seit etlichen Jahren gibt es den „Halt 58“ am Kolumbusplatz. Das war einst eine Bushaltestelle, ist nun aber ein Forum für Kunst. Neben Installationen, Skulpturen, Pflanzkästen und einigem mehr bietet es auf den dicken Brückenpfeilern Platz für Graffitis. Ein wundervolles Märchen von WON ABC kann man immer noch sehen (Link), eine Ode an Pablo Picasso ebenfalls (Link), und Zauberhaftes von Beastiestylez (Link).
Nun gibt es etwas Neues. Weiterlesen

Frauenpower!

Ich hatte euch angekündigt, dass Anfang Juli ein tolles Graffiti-Event unter der Brudermühlbrücke stattfinden würde (Link). Was an Party, Musik, guter Laune, Licht, Leckereien und begeisterten Kindern an der Übungswand passiert ist, ich habe es nicht gesehen. Aber ich bin die Woche danach mit der Kamera losgelaufen, um die neuen Kunstwerke einzufangen. Weiterlesen