Der Traum vom Fliegen

Mitten in der Erdinger Altstadt, gegenüber vom Schrannenplatz, war seit einiger Zeit eine freie Stelle, ein trister Bauplatz. Der Erdinger Gastronom David Ritter hatte den Plan, einen „Stadtstrand“ einzurichten, mit Cocktailbar, Liegestühlen, Schirmchendrinks und Sand zwischen den Zehen. Er beauftragte zur besonderen Aufhübschung den Walpertskirchener Künstler Mr. Woodland (Daniel Westermeier). Dieser brachte auf der freien Wand des VR-Bank-Gebäudes ein riesiges Mural an. Weiterlesen

Das Enfant terrible und seine goldenen Steine

Rainer Werner Fassbinder war der arbeitswütigste und berühmteste Regisseur Münchens. Sein Werk umfasst über vierzig Filme („Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“), dazu: zwei Fernsehserien („Berlin Alexanderplatz“), fast zwanzig Bühnenstücke, Hörspiele und Auftritte als Schauspieler in Filmen von beispielsweise Volker Schlöndorff. Er war besessen, ein Despot beim Arbeiten. Er hatte seinen Clan um sich herum, schmückte sich mit seinen Lieblingen. Alkohol und vor allen Dingen Drogen hielten ihn aufrecht. Weiterlesen

Malwerkstatt, Musik und Visuals …

… gibt es unter der Brudermühlbrücke am Sonntag, 6. Juli 2025, ab 16 Uhr – (Schlechtwetter-Alternativtermin: 13. Juli 2025) – kostenfrei & für alle
Empfehlung: Picknick-, Bade- und Spielzeug mitbringen!

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Anschauen ja,
aber bitte unbeschadet hängen lassen!

Der Atlas der Kunstverbrechen erzählt von berüchtigten Kunstdiebstählen bis hin zu Fälschungen und Vandalismus weltweit. Ob filmreifer Raubüberfall, unverfrorene Fälschung oder sozialkritischer Vandalismus: Kunstverbrechen faszinieren. Dieser geografisch gegliederte Atlas der Kunstverbrechen erzählt die Geschichten von Gier, Rache, Macht und – mitunter sogar – Liebe anhand von 75 großen Coups. Er berichtet von Meisterwerken aus aller Welt, von Kriminellen, die sie schändeten, von Helden, die Werke wiederfanden oder restaurierten. Weiterlesen

Nach unbekannt abgewandert

Am Dienstag, 24.6.2025, gab es in München im Stadtteil Schwabing eine kleine, unspektakuläre, aber dennoch eindringliche Kunstaktion. Es wurden vor sechs ehemaligen Wohnorten von Münchner Juden Koffer abgestellt. Jeder Koffer ist einer Person gewidmet, die in dem Haus wohnte. Gezeigt werden die Namen, Fotos und die einzelnen Lebensgeschichten. Der Initiator und Aktionskünstler Wolfram P. Kastner will mit diesen Koffern an die Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Das Projekt mit dem Titel „hier wohnte …“ lief Anfang des Jahres an. Es wurde mit Hilfe von Freiwilligen auf die Beine gestellt. Koffer wurden gesucht, diese wurden imprägniert und weiß getüncht, Kofferanhänger wurden geschrieben, und vor allen Dingen wurde zu den Verstorbenen recherchiert und Texte geschrieben. Weiterlesen

Mrs. Hyde

Lucifer_Star_MachineHeute ist der Tag mit den meisten gefürchteten Bandüberschneidungen, und nur drei Stunden Schlaf im Nacken sind ohnehin nicht optimal. Kaum sitzen wir im Auto, meldet sich der Vermieter, wir können so lange bleiben, wie wir wollen. Tja, Shit happens. Dafür nächstes Jahr wiederkommen. Am Parkschlösschen legen wir uns erst noch einmal hin und holen den fehlenden Schlaf nach, was zum Glück gut funktioniert. Schlussendlich geht es für uns wieder ins Täubchenthal, wo Lucifer Star Machine den ersten Auftritt des Abends haben. Weiterlesen

Yggdrasil

Mein erster Blick nach meinem Erwachen am Sonntag in der Früh richtete sich gen Himmel, um die Wetterlage zu checken. Mit Grauen stellte ich fest, dass es bereits geregnet hatte. Dieses Jahr war das Wetter am WGT in Leipzig besonders wechselhaft. Geplant war ein ganztägiger Aufenthalt im Heidnischen Dorf, weil dort traditionell am Sonntag der Metal-Tag stattfindet. Erst einmal gestärkt mit Toast und Kaffee, wie üblich, und voller Tatendrang, richtete ich mich her und dachte schon voller Freude an das, was mich erwarten sollte. Was soll ich sagen, bereits gegen 13 Uhr war ich im Heidnischen Dorf, und im Vorfeld war ich fest überzeugt, dass mein Konzerttag mit der Band Alvader aus unserem Nachbarland, den Niederlanden, erst um 15.50 Uhr beginnen sollte. Weiterlesen

Sammelsurium von schönen Dingen



Gibt es wirklich so minimalistische Menschen, die gar nichts sammeln? Ich kenne nur Sammler*innen: Handtaschen, Turnschuhe, Schallplatten, Weihnachtskugeln, Autogramme und vieles mehr ist ihr Begehr.
So ist es auch in der Sonderausstellung „Sammeln. Glück und Wahn“. Weiterlesen

Alles Sahneschnittchen

Achtung! Der folgende Beitrag könnte verstörend wirken und Spuren von Unernsthaftigkeit enthalten!

In Zeiten, in denen die Menschen in den sozialen Medien Fotos von Stars und Sternchen, meist weiblichen, posten und Vorher/Nachher-Vergleiche ziehen: „Sie sah damals so toll aus!“ (1980), „Wie konnte sie sich so gehen lassen? Man erkennt sie fast nicht mehr!“ (2025) Echt jetzt? 45 Jahre vergehen, und manche Menschen verändern sich dabei? … Da macht es Spaß, was „Mit Vergnügen München“ sich hat einfallen lassen! Weiterlesen

Die Unsichtbaren und Underdogs

Die Versicherungskammer Bayern bietet seit 1995 unentgeltlich in ihrem Kunstfoyer renommierte Ausstellungen an. Schwerpunkt war immer Fotografie und Film. Nun ist das Kunstfoyer von der Maximilianstraße an den Thierschplatz 6 in München umgezogen, in ein interessantes Gebäude in einem schönen Innenhof – es war einmal eine Pizzeria.

Seit 8. Mai 2025 wird das Werk Bruce Gildens vorgestellt. Er stammt aus der legendären Magnum-Agentur und ist ein weltweit berühmter Street Photographer.