Ein guter Schmerz, als würde man einen Splitter herausziehen
Im Zeitalter der Ermüdung und schwindender Aufmerksamkeitsspannen durch soziale Medien ruft Polly Paulusma dazu auf zu entschleunigen. Wildfires ist das sechste Album der Engländerin und gleichzeitig ihr längstes. Über fast zwei Stunden erstreckt sich das Album auf drei Schallplatten. Grund dafür sind die Prologe, die Polly gemeinsam mit Ethan Johns aufgenommen hat. In Höhlen, an Flüssen, in Kirchen oder im Wald sind die beiden unterwegs gewesen, um die Gedichte über Liebe in all seinen Formen mit den richtigen Geräuschen zu untermalen. Weiterlesen

Sie verbinden eine 50s B-Movie Horror-Selbstironie mit einer sofort packenden 60s Bandattitüde, einem kraftvollen 70s Rocksound und einem auffälligen 80s Neon-Look zu ihrem eigenständigen Signature-Style: Mit zwei viel beachteten EPs und ihren hart abgefeierten Liveshows haben sich Tame the Abyss in den vergangenen vier Jahren den Status eines der bestgehüteten Geheimtipps Süddeutschlands erspielt. Nachdem es in letzter Zeit ein wenig still um das Münchner Trio geworden war, melden sie sich nun in neuer Stärke zurück und lassen mit They live again! ihr ungeduldig erwartetes Debütalbum von der Kette! 
X Marks the Pedwalk – ein Name, den man nicht so schnell vergisst. Und ein Name, der in der (Düster-)Elektroszene auch schon sehr lange präsent ist. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die deutschen Vorreiter von verfrickelten Endzeitsounds à la Skinny Puppy oder Front Line Assembly irgendwann etwas aus den Augen verloren habe. Selbige wurden mir aber vor einiger Zeit wieder geöffnet, als ich durch einen schier unglaublichen Zufall (Typ: Die Welt ist ein Dorf.) wieder auf X Marks the Pedwalk gestoßen bin und mir klar geworden ist, dass ich da ganz schön was nachzuholen habe. Seit damals hat sich nämlich einiges getan im Haus XMTP.
Den Älteren unter uns dürften Days of Sorrow noch aus den schönen Achtzigern bekannt sein, als ihr Song „Wild world“ die Tanzflächen der Szeneclubs eroberte. Mit Remembering The Days und A Thousand Faces wurden zwei EPs veröffentlicht und auf Konzerten im In- und Ausland präsentiert. Seit damals sind allerdings nicht nur etliche Jahre vergangen, auch die Bandmitglieder von damals, William Lennox (Vocals), Andre Schreiber (Bass, Gitarre) und Frank Junge (Keyboard) hatten unterdessen zeitweise sowohl musikalisch als auch geografisch getrennte Wege eingeschlagen. Über unter anderem Berlin und London kamen sie jedoch schlussendlich alle wieder zurück nach Dortmund und zu Days of Sorrow.
Mit Woodstock 1969 ist der legendäre Ten Years After Konzertmitschnitt erstmals als eigenständige Veröffentlichung auf CD und Doppel-Vinyl erhältlich. Das Live-Album erscheint am 16. August via Chrysalis Records, Proper / Bertus Musikvertrieb und wird das gesamte Woodstock-Set – inklusive des für die Band elementar bedeutsamen Song „I’m going home“ – enthalten. Für diesen Release wurden die am 17.08.1969 aufgenommenen originalen 2″-Multitrack-Tapes verwendet, überarbeitet und neu gemixt. CD und LP erhalten von Chris Welch neu verfasste Liner Notes. Woodstock 1969 bildet mit dem für Ten Years After wegweisenden Konzert einen umfassenden Meilenstein auf dem Weg zu einer der größten und bedeutendsten Bands des Blues Rock ab. Ein echtes Stück musikalische Zeitgeschichte, das den Mythos dieser Ära erfahrbar werden lässt.