Der Dösenöffner 2026

Das Projekt Dösenöffner (früher ISART) 2026 ist fertig! Es ist ein jährliches Kunstprojekt im öffentlichen Raum unter der Brudermühlbrücke in München. Die Wände und Brückenpfeiler wurden dabei für einige Wochen zur riesigen Open-Air-Galerie und von Nachwuchs- und etablierten Graffiti-Künstler*innen neu gestaltet. Die Neubemalung 2026 lief vom 19. Juni bis 8. August. Eine sechsköpfige Jury hat unter mehr als 30 Bewerbungen folgende Künstler*innen bzw. Teams ausgewählt.

Ich war Ende August vor Ort und habe mir bei bestem Wetter die Kunstwerke angesehen. Wer sind die Künstler*innen? Ich konnte bei einigen ein wenig Infos zusammentragen.

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Hurra, hurra, ein „neuer“ Pumuckl ist da …

 

Vier Jahre lang saß er offenbar schon dort oben am Wittelsbacher Brunnen – klein, frech und mit einem Bierkrug in der Hand. Entdeckt wurde er immer mal wieder von einzelnen Münchnern, unter anderem ganz zufällig in einer Mittagspause. Aber erst Anfang August ging seine kleine Geschichte plötzlich durch die Stadt: Die Abendzeitung berichtete, kurz darauf griffen dpa und BR die Geschichte auf – und aus dem versteckten Kobold wurde ein kleiner Münchner Hype. Weiterlesen

Einmal ist nicht Keanu Reeves der Superstar

„Nürnberg: Alexandra Grant und Keanu Reeves im Neuen Museum“. So oder so ähnlich berichteten Mitte Juli die Zeitungen. Und natürlich war er da. Keanu Reeves. Bei der Eröffnung der Ausstellung seiner Lebensgefährtin Alexandra Grant im Neuen Museum Nürnberg. Und natürlich richteten sich wieder jede Menge Blicke auf den Hollywoodstar. Man kann es ihnen kaum verdenken – Keanu Reeves ist schließlich Keanu Reeves. Und ich will ehrlich sein: Auch ich bin seinetwegen auf diese Künstlerin aufmerksam geworden. Denn bislang hatte ich nie etwas anderes über die Frau an seiner Seite gelesen, als dass sie erstaunlicherweise graues Haar hat (das macht aber alt! Pfui!) und seit 2019 mit ihm zusammen ist. Aber diesmal lohnt sich ein kleiner Perspektivwechsel. Weiterlesen

Der Hirschgarten im Graffiti-Style

Ich folge der Münchner Graffiti-Künstlerin Beastiestylez schon seit etlichen Jahren. Als sie auf ihrem Instagram-Kanal ihr neues Wandprojekt in der Unterführung Friedenheimer Brücke an der S-Bahn-Station Hirschgarten vorstellte, war meine Neugier sofort geweckt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen machte ich mich auf den Weg, um das Kunstwerk selbst zu entdecken – und wurde nicht enttäuscht. Weiterlesen

Neue Hall of Fame in München

c)Thilo Härdtlein

An der Ganghoferstraße 47 in München gibt es seit Jahren eine 3000 Quadratmeter große Brache. Lange schon ist hier eine Schule geplant, doch nun gibt es seit Mai 2026 erstmal eine Zwischennutzung, das „Im Dazwischen“. Hier gibt es ein Kreativ-Café, eine Bar und einen Biergarten.

Aber das Außergewöhnlichste: Ende Juni 2026 wurde dort „The Pit“ eröffnet. Das ist eine neue „Hall of Fame“, eine Graffiti-Wand, auf der das Sprühen nicht verboten, sondern sogar erwünscht ist.

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Kunst meets Gleichberechtigung

Miriam Frank

Es ist ja wieder (Männer-)Fußballweltmeisterschaft. Da werden alle immer plötzlich zu Fußballspezialist*innen. Das WM-Fieber bricht aus, es wird gemeinsam geschaut, Fähnchen hängen an Autospiegeln, und eigentlich ist es ja tatsächlich ganz lustig. Ist es nicht seltsam, dass Fußball immer noch so eine Männerdomäne ist? Mich wundert es nicht mehr, seit ich diese Murals gesehen und mich genauer über die Bedeutung informiert habe.

Dieses großartige Mural ist von Miriam Frank @miriamfrank.art. Es erinnert an ein lange verdrängtes Kapitel des Frauenfußballs. Weiterlesen

Hier und jetzt –
gestern und verschwunden

20260331_Was-zu-verschwinden-droht-01Nachdem ich mir „Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter“ im Lenbachhaus München angeschaut habe (Link), bin ich im ersten Stock auf den Eingang zu „Was zu verschwinden droht, wird Bild. Mensch – Natur – Kunst“ gestoßen. Mein Interesse war geweckt, und deshalb kehrte ich nochmal zu dem Museum hinterhalb des Königsplatzes zurück, um weiter in die Kunstwelt einzutauchen. Weiterlesen

Eine haarige Angelegenheit

RONGRONG&INRI, Ohne Titel 2008 Nr. 25

Eine große Ausstellung in der Kunsthalle München geht dem Thema Haare nach, und zwar in jede erdenkliche Richtung. Haare können ein Symbol für Kraft, Vitalität, Jugend sein, können Reichtum ausdrücken oder geschlechtstypische Klischees bedienen, sogar eine politische Aussagekraft haben. Allein wie wir mit unseren Haaren umgehen: Sie werden gewaschen, gefärbt, geföhnt, sie sind teilweise unser Schmuckstück. Kaum aber landet ein Haar im Essen, oder wir finden es in der Hoteldusche: eklig! Weiterlesen

Bekanntes und Unbekanntes
neu aufgestellt

20260331_-Blaue-Reiter-00Im März 2026 wurde die Ausstellung „Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter“ im Lenbachhaus München eröffnet. Sie findet im Rahmen der Vorbereitungen des Jubiläums „100 Jahre Lenbachhaus 1929/2029“ statt. Die Künstlervereinigung begleitet mich gefühlt schon mein ganzes Leben lang, ihre Werke habe ich schon oft gesehen (auch dank Jahreskarte – lohnt sich!). Laut Social Media soll das Lenbachhaus die Räume neu gestaltet haben, und neue Werke wurden hinzugefügt, ich bin gespannt … Weiterlesen

Hommage an ein Spottlied

In der Burg Grünwald vor den Toren Münchens gibt es momentan eine kleine, aber recht feine Ausstellung. „Karl Valentin und die alten Rittersleut“ hat Valentins Begeisterung für Ritter, Mittelalter und das Groteske und Gruselige im Fokus.
Unten an der Treppe empfängt einen ein Papp-Ritter mit Ausschnitt für ein Gesicht dahinter, das wird natürlich gerne angenommen, sind immer lustige Erinnerungen. Oben steht eine echte Ritterrüstung, was für Groß und Klein schon eine Schau ist. Weiterlesen