Synthpop Himmel

Mesh haben mit einer EP im Vorlauf zum Longplayer ihre Fans angeteasert, Ende März erfüllte The truth doesn’t matter die Wünsche nach neuer Musik. Laut der Band leben wir im Zeitalter der postfaktischen Lügen, was sich im Albumtitel und in einem düsteren Unterton widerspiegelt, der in ihre neuen Songs einfließt.

Mittlerweile sind drei Jahrzehnte elektronischer Musik in der Bandgeschichte vollbracht. Einflüsse reichen von Giorgio Moroder, Yazoo und Depeche Mode über Garbage und Massive Attack bis hin zu zeitgenössischeren Künstlern. Gleichzeitig bewahren Mesh stets ihre unverkennbare und einzigartige musikalische Identität sowie die charakteristischen Sounds, die sie seit ihren Anfängen gepflegt haben. Mit dem neuen Album erklimmen Mesh eine weitere Sprosse auf der Leiter, die in den Himmel der elektronischen Musik führt. Der ein oder andere Song schlängelt sich ins Gehirn und bleibt dort hängen.
Überrascht haben mich eingebaute Synthesizer-Spitzen oder auch ein harscherer Sound wie zum Beispiel in „Storm is coming“. Mesh verstehen es erneut, tiefsinnige Texte in tolle Songs umzuwandeln. Zwischendrin gibt es kurze elektronische Spielereien bzw. Soundkreationen zu hören, „Polygraph“ (wie aus einer anderen Zeit), „1031030“ und „Cipher“. Das lässt mich mitunter an Covenant denken. In „Bury me again“ gibt es eine Zusammenarbeit mit Mari Kattman, auch hier glänzen wieder elektronische Pixel. Und dann tritt „Be kind“ auf den Plan: Man könnte meinen, ein einfacher weiterer Song, aber auch hier macht es wieder der Text aus, auf den man hören sollte.

Am 8. April (Mittwoch) werden Mesh (Support: Blackbook und Mari Kattman) in München auftreten. Inzwischen haben sie sich mit ihrem charakteristischen Sound, der Einflüsse aus Electronic Pop sowie aus Alternative und Industrial vereint, eine große Fangemeinde in ganz Europa aufgebaut. Die Band aus Bristol, bestehend aus Mark Hockings und Richard Silverthorn, haben ihre ersten Schritte als Band 1996 mit der Veröffentlichung ihres ersten Albums gemacht, mittlerweile unzählige Konzerte gespielt und immer wieder begeistert, früher und sicher auch heute. Es gelingt ihnen immer noch, elektronische Hits zu schreiben und auch etwas Neues zu kreieren, höre The truth doesn’t matter.

5/5

Mesh: The truth doesn’t matter
Vö. 27.03.2026
7,99 USD Bandcamp
11,95 € POPoNAUT 

https://www.youtube.com/@meshtheband
https://www.instagram.com/mesh.co.uk
https://www.facebook.com/meshtheband/

Tracklist:
1. The truth doesn’t matter 05:28
2. A storm is coming 04:59
3. I lost a friend today 05:21
4. Polygraph 01:46
5. Trying to save you 03:59
6. Bury me again (feat. Mari Kattman) 06:35
7. I bleed through you 05:08
8. Kill us with silence 04:14
9. 1031030 01:17
10. This world 05:13
11. Exile 04:38
12. Everything as it should Be 04:09
13. Hey stranger 04:05
14. Cipher 02:02
15. Not everyone is lonely 05:03
16. Be kind 05:55

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