“No matter what age I am, I have retained the Rock ‘n’ Roll Warrior spirit I began with …”

Mit ihrem 19. Studioalbum Freedom überrascht uns Suzi Quatro. Die Grande Dame des Rock startete Mitte der 60er-Jahre ihre Weltkarriere und hat heute so ziemlich alles erreicht, was es zu erreichen gibt. Ihre Fans feiern sie für geradlinigen Rock, mit ihren Erfolgen ebnete sie für zahllose Musikerinnen den Weg. Mit dem Albumtitel widmet sie sich thematisch den elementaren Grundwerten und Rechten, die in gegenwärtigen Zeiten längst keine Selbstverständlichkeit sind.

Die heute 75-jährige Suzi Quatro begann 2019 die Zusammenarbeit mit ihrem Sohn L.R. Tuckey (Produzent, Co-Autor, Gitarrist). Voller Espirit und Energie eröffnet „Freedom“ das Album. Da wippt und bewegt sich gleich mensch, ganz einfach dem Takt und der Musik ergeben. Am 29. Januar erschien die Single und das Video:

Ähnlich geht es weiter mit dem sehr gut gelungenen „Little Miss Lovely“; ein Video findet ihr am Ende dieses Beitrags. Gemäßigteres Tempo und ein textlich nachdenklicher Beginn bildet „Choose yourself“: „… life is to short to fool yourself …“, wie wahr. Ein Gitarrenintro setzt in „Goin‘ down“ ein, bis die Stimme von Suzi mit diesem Wiedererkennungswert einsetzt, hier sind wir im Blues angekommen. Lässig tritt „Here’s ya boots“ auf, na dann – und tschüss! Ein wirklich überzeugender Song mit dem gewissen Etwas: „No, I don’t care what you say …“. Ein aufsehenerregendes E-Gitarrenspiel ist gegen Ende von „Shakedown“ eingesetzt. Das Albummotto tritt jetzt auf den Plan: Es gibt viele Lebensmodelle und Möglichkeiten, „Take it or leave it“, aber bitte: „… just don’t judge …“. Bei der Melodie fällt mir spontan Kill Bill ein. Der „Woman’s song“ lässt eine Frau für ihre Überzeugungen einstehen, sie muss sich in der Männerwelt durchsetzen, wem kommt das bekannt vor? Nochmal Gas gegeben wird, mit Unterstützung von Alice Cooper, bei einem Cover aus 1969 von MC5: „Kick out the jams“. Da gibt es auch wie erwartet punkige Anteile und eingewebte Songtitel der beiden Künstler zu hören. Der Bonussong „It all comes down to you“ überrascht mit Funk und Groove, ganz weit weg vom Rock-Image. Die Tanzfläche lässt sich damit füllen.

Im Rock-Album Freedom steckt viel Energie und Optimismus und ist durchdrungen vom Geist des Individualismus und von großartigen Riffs. Suzi ist mit uns älter geworden, viele haben ihre musikalische Hoch-Zeit erlebt, aber sie hat’s immer noch drauf. Das perfekte Rock-Album mit neuen Attitüden wird begleitet von sehr guten Musikern, der Gitarrist sticht immer wieder heraus.
Seit ihrem Durchbruch mit den Klassikern und Nummer-1-Hits „Can the can“ und „Devil gate drive“ hat Suzi Quatro weltweit über 55 Millionen Platten verkauft und gilt als echte Rock ’n’ Roll-Legende und wegweisende Ikone, die sich nie um „Geschlechterrollen” gekümmert hat. In ihrer mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere hat Suzi Generationen von Künstlern inspiriert. Sie ist auch für ihre gefeierte Schauspielkarriere bekannt, darunter Theater- und Fernsehserien.

Anspieltipp: Little Miss Lovely, Choose yourself, Take it or leave it

:mosch: :mosch: :mosch: :mosch: :mosch: 

Suzi Quatro: Freedom
Chrysalis Records, Vö. 27. März
16,99 € CD limited edition 

Tracklist:
1. Freedom (Single Version)
2. Little Miss Lovely
3. Choose yourself
4. Goin‘ down
5. Hanging over me
6. Here’s ya boots
7. Can’t let it go
8. Nobody held my hand
9. Shakedown
10. Take it or leave it
11. Woman’s song
12. Kick out the jams (feat. Alice Cooper)
13. It all comes down to you (Bonus Track, Limited Edition CD only)

http://www.suziquatro.com/
https://www.instagram.com/suziquatroreal/
https://www.facebook.com/Suziquatrorocks/

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