All colours are beautiful!

Der Münchner Künstler Martin Blumöhr hat wieder losgelegt. In Untermenzing wurde eine ganze S-Bahnunterführung mit seinen bunten Sonnen, Blumen, Bäumen, Augen, Wellen und vielen kleinen Menschenfiguren verschönert. Einige Zeit hat er recherchiert, der Bezirksausschuss 23 hat dazu Informationen über geschichtliche Aspekte und architektonische, politische und kulturelle Merkmale von Untermenzing zur Verfügung gestellt. Die keltischen Fundstücke aus der Rueßstraße 47, die Frühgeschichte des Dorfes, die alte Ansicht des südlichen Dorfes, St. Martin und St. Michael, Maria Trost, die Dampfsäge, die Schmieden und Mühlen, das Hitlerjugendhaus, die Würmtal-Tracht und viel Zeitgeschichtliches und Kulturelles mehr aus der Gegend wurde in die künstlerische Komposition eingewoben.

Der lange, schmale Gang, der die Bahnunterführung mit dem Bahnsteig verbindet, wurde dabei zum Würm-Flussbett. Wunderschön gemacht, dass das Bild ganz am Anfang schon beim Bahnsteig beginnt, Blumöhr hat sich dabei ganz schön nach unten gebückt bzw. teilweise am Boden liegend gearbeitet. Das Element Wasser kommt sehr oft bei ihm vor, die Wellen haben Augen, und es ist ein Symbol des Lebens. Lebendige Flussufer-Szenarien regen zum genauen Hinschauen an. Alles in allem ist ein wunderschöner „Mikro-Makro-Kosmos“, wie er es selbst nennt, über Untermenzing und seine Bewohner entstanden. Es war dem Künstler wie immer auch sehr wichtig, Ideen von Passanten mitaufzunehmen.

Für den 18. Juli war vor Ort eine kleine Eröffnungsfeier geplant, die dann richtig groß geworden ist. Pascal Fuckerieder vom Bezirksausschuss 23 war da, Heike Kainz (Stadträtin der Landeshauptstadt München), Dominik Krause (zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München in Vertretung des Oberbürgermeisters), Christian Ude (Alt-Oberbürgermeister und Experte für Wandmalerei). Es gab eine musikalische Umrahmung sowie einen Rundgang mit dem Künstler mit Erklärung des Gemäldes.

Diese Details!

Die Arbeit “Menzinga” umfasst annähernd 800 qm Wandfläche und ist eins der größten von einem einzelnen Künstler gestalteten Wandbild Münchens. Man wandelt sozusagen im Flussbett der Würm und sieht dabei das Stadtviertel Untermenzing aus der Perspektive des Flusses. Da ist einerseits das glasüberdachte “Florarium”, hinunter auf dem Weg zur Unterführung.


Hier wird das Grundgesetz Artikel 3 (3) zitiert:
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Dann ist da die eigentliche Unterführung “Menzinga” mit den Aspekten zum Stadtteil, mit den historischen, architektonischen und institutionellen Besonderheiten.

Das Kunstprojekt „Menzinga“ ist Teil der Serie „Public Viewing“. Es befindet sich direkt am S-Bahnhof Untermenzing. Von den Gleisen der Station aus erstreckt sie sich direkt über den Gang Richtung Bauseweinallee und über die Unterführung unter den Gleisen hindurch. Es ist herrlich geworden!

Infos aus:
Hallo-München
und menzinga.martin-blumoehr.de

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