Der Longplayer Black on sunshine von Avon ist das dritte Album nach Mad Marco (2016) und Dave’s Dungeon (2018) und besticht durch straffe Songarrangements, die psychedelisch anmuten und zugleich die rohe Rebellion bewahren, für die Avon steht. Aufgenommen und produziert von James Childs in Los Angeles, ist die Band bereit, ein Meisterwerk zu feiern!

Der Titelsong eröffnet das Album und demonstriert das Können der Band in Sachen Psychedelic-Rock und Harmonien. Mit dabei ist Airbus-Sänger Nick Davidge als Gast, der für den Hintergrundgesang und die Gitarre sorgt. James, Alfredo und June übernehmen den Rest mit einer Klarheit, die einem direkt ins Gesicht springt. „Awkwardness“ hingegen entwickelt sich zu einer „Robot-Rock“-Reise im Vierteltakt und bietet dem Hörer sofort das klassische Hernández-Schlagzeug, Childs’ unverwechselbarer Gitarrenstil und Katos Bass, der den Zuhörer in seinen Bann zieht. Der Song erzählt eine eingängige Geschichte vom unvermeidlichen Mangel an Kommunikation und Rückgrat der Menschen, der durch die Leichtigkeit der sozialen Plattformen unserer Welt entsteht.

Als Nächstes folgt der psychedelische Space-Rock-Track „Spacebar“, der davon handelt, wie man von der Werbung in die Fänge des Dark Web gelockt und verführt wird, und dabei deutlich macht, dass nichts umsonst ist, und das unangenehme Gefühl vermittelt, beobachtet zu werden. „Never in a million years“ besticht durch Katos gewaltige Bassline und Childs’ Geschichte von Ablehnung und weckt dabei Assoziationen zu Seattle und Tarantino-artige Bilder von Kalifornien auf der großen Leinwand. „Bandits“ ist ein typischer Avon-Klassiker, der sich mit seinem Rhythmus direkt ins Herz bohrt. Alfredo legt am Schlagzeug ein wahres Feuerwerk hin, während James mit seinem gekonnten Gitarrensolo seinen Refrain „I see you, I feel you, I touch you“ zum Besten gibt. „Ninteen bruises“ ist ein hervorragend puristischer Desert-Rock-Song mit verträumter Instrumentierung und Melodie, bei dem Junes kraftvolle, eingängige Basslinie einen Text begleitet, der sich auf der Straße verliert.

„Super furry antidote“ erinnert an James’ frühe Tage in Kalifornien, als „Black on sunshine“ tatsächlich eine Band war und dieser Titel zu ihren Klassikern gehörte. Der Song wurde erstmals 2003 in Großbritannien aufgenommen, wobei Geoff Barrow von Portishead in seinem Studio am Schlagzeug saß. Bis heute wurde der Song nie veröffentlicht, doch der Titel hat sich über die Jahre bewährt und bei Avon eine neue Heimat gefunden. James schrieb „Doorway“ kurz nach der Jahrtausendwende: ein Liebeslied, das ihm so sehr am Herzen liegt, dass er 25 Jahre gebraucht hat, um es endlich loszulassen. Avon nahmen den Song in Großbritannien auf, und sie waren von seiner 80er-Jahre-Atmosphäre im Stil von „Mannequin“ so begeistert, dass er unbedingt auf ihre LP Black on sunshine musste! Apropos alte Songs: „Strangest love“ wurde Anfang 1993 von James zusammen mit Nick Davidge geschrieben – in einer ganz anderen Zeit, als Nirvana gerade groß im Kommen waren und das Leben noch einfacher schien. Der Song zeichnet sich durch einen soliden Rhythmus im Stil von „Regular John“ aus, gepaart mit sexy Texten und einem fetten Refrain. Erneut ist der Co-Autor Davidge (Gesang/Gitarre) mit von der Partie, was zu einem echten Knaller führt, der auch heute noch aktuell ist. Dargestellt in Avons unverkennbarem Stil, der sicher zu einem klassischen Avon-Mantra darüber werden wird, wie man richtig abgeht und die Lichter anlässt, endet das Album mit „Oblivion“.

Line-Up :
Alfredo Hernández | Drums
James Childs | Vocals & Guitar
June Kato | Bass
Additional Musician: Nick Davidge | Guitar, Backing Vocals bei “Black on sunshine” und “Strangest Love”

Avon: Black on sunshine
Label: Go Down Records
Release: 17. April 2026
Genres: Desert Rock, Stoner Rock, Psychedelic Rock
FFO: Kyuss, QOTSA, Monster Magnet, Black Sabbath

Tracklist:
1. Black on sunshine
2. Awkwardness
3. Spacebar
4. Never in a million years
5. Bandits
6. Ninteen bruises
7. Super furry antidote
8. Doorway
9. Strangest love
10. Oblivion

Web:
Official website
Facebook
Spotify
godownrecords.com/avon

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