Knapp drei Jahre sind ins Land gegangen, seit Gavial ihr Album VOR in neuer Besetzung veröffentlicht haben. Seitdem agiert die Band aus dem Dreieck Berlin – Dresden – Leipzig. Während bei VOR der Großteil der Songs schon fertig geschrieben war, als Bassist Paul zur Band kam, ging es der Band seitdem darum, als Quartett Songs zu schreiben und den Bass aktiver im Songwriting einzusetzen. Die Ergebnisse dieser intensiven Schaffensphase sind auf ihrem neuen Album zu hören.
Auf Thanks, I hate it streckt die Band ihre Finger in ganz verschiedene Richtungen aus: Der Opener „Control“ ist ein eher minimalistischer Track, bei dem der Fokus auf dem Zusammenbringen von verschiedenen Soundscapes liegt. Mit „Koru Mindset“ bewegt sich die Band das erste Mal in Up-Tempo-Gefilden, wobei hier Beat und Rhythmus den Mittelpunkt des Songs bilden. Im Gegensatz dazu gibt es klassischeren Blues mit „Grow“ oder lange und ausgedehnte psychedelische Jams mit „Pretender“. Weiterhin gibt es mit „Wandern“ eine Neuinterpretation eines älteren Liedes der Band, die nochmal unterstreicht, wie gut die Arbeit als Quartett funktioniert. Den Abschluss bildet eine Coverversion von Chris Isaaks „Wicked game“.
Wie bereits beim Vorgängeralbum sind auch die neuen Stücke stark von den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen unserer Zeit beeinflusst. Entsprechend spiegelt der Titel des Albums prägnant die Reaktionen der Band wider: „Thanks, I hate it.“ Eine Antwort auf eine Welt, die brennt; Gesellschaften, die hassen; Technologien, die den Menschen nicht mehr hilfreich sind; das Wiedererwachen des Militarismus; Menschenrechte, die ignoriert oder nicht durchgesetzt werden; Institutionen, die von Korruption durchsetzt sind; und Einzelpersonen, die für sich den Reichtum Aller beanspruchen. (Infotext Gavial)
Besetzung:
Benjamin Butter (Gesang, Gitarre)
Conrad Brod (Schlagzeug)
Paul Kollascheck (Bass)
Paul-Willy Stoyan (Gitarre)
Gavial – „Thanx, I hate it“
Album 23.01.2026 (Label: Exile on Mainstream Records)
(Quelle: Noisolution)
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