Dark Hardcore Doom Sturmhauben Synth Punk
Bitte was? Noch mal von vorn. Hinter der Band Night Punch aus Hamburg verbergen sich fünf Musiker, die ebenso ihre Gesichter hinter Sturmhauben verbergen. Das mag natürlich auch ein Marketing-Gag sein, aber einerseits sorgt das für Anonymität, andererseits lenkt das den Fokus bewusst auf die Musik. Allzuviel lässt sich über die Band dann auch nicht herausfinden. Offensichtlich aus der DIY Punk-Szene stammend sind mit Maddes und David bei Night Punch gleich zwei Sänger und Gitarristen am Start, dazu gesellen sich Bassist Mike und Drummer Julius sowie Paul, der den Synthesizer bedient. Nach dem Album Where sins bloom (so does death) von 2023 ist nun der Nachfolger Godisnowhere bei It’s Eleven Records erschienen. Weiterlesen
Eine haarige Angelegenheit
Eine große Ausstellung in der Kunsthalle München geht dem Thema Haare nach, und zwar in jede erdenkliche Richtung. Haare können ein Symbol für Kraft, Vitalität, Jugend sein, können Reichtum ausdrücken oder geschlechtstypische Klischees bedienen, sogar eine politische Aussagekraft haben. Allein wie wir mit unseren Haaren umgehen: Sie werden gewaschen, gefärbt, geföhnt, sie sind teilweise unser Schmuckstück. Kaum aber landet ein Haar im Essen, oder wir finden es in der Hoteldusche: eklig! Weiterlesen
Bekanntes und Unbekanntes
neu aufgestellt
Im März 2026 wurde die Ausstellung „Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter“ im Lenbachhaus München eröffnet. Sie findet im Rahmen der Vorbereitungen des Jubiläums „100 Jahre Lenbachhaus 1929/2029“ statt. Die Künstlervereinigung begleitet mich gefühlt schon mein ganzes Leben lang, ihre Werke habe ich schon oft gesehen (auch dank Jahreskarte – lohnt sich!). Laut Social Media soll das Lenbachhaus die Räume neu gestaltet haben, und neue Werke wurden hinzugefügt, ich bin gespannt … Weiterlesen
Streichel deinen Kühlschrank
Das 2016 gegründete Wiener Musik-und Performance Duo Laut Fragen war schon öfter bei uns im Webzine vertreten, zuletzt mit dem tollen Album Age of Angst (Link zur Review). Mit Wegwerfhelden haben Maren Rahmann (Gesang) und Didi Disko (Synthesizer, Gitarre und Gesang) eine neue EP über Bandcamp/Numavi Records veröffentlicht. Die Lyrics hatten mit ihrer oft darin enthaltenen Gesellschaftskritik schon immer einen wichtigen Stellenwert bei Laut Fragen, was der Bandnamen ja auch schon impliziert. Und so ist schon das Cover eine einzige Anklage mit dem Kinderwagen auf dem Panzer-Kettenantrieb, dessen Stencil-Schablone glatt von Banksy stammen könnte. Weiterlesen
Une Vraie Gothique – das sind Ulrika und Ferdinand, ein französisches Dark-Electro-Duo aus Paris. Entstanden aus einer gemeinsamen Performance entwickelte sich das Projekt schnell zu einer intensiven kreativen Zusammenarbeit – eine musikalische Welt voller Dunkelheit, Sinnlichkeit und geheimnisvoller Atmosphäre. Während Ulrika mystische Bilder, intensive Emotionen und eine starke Verbindung zu Stimme, Rhythmus und Ausdruck in die Musik bringt, formt Ferdinand daraus treibende, tanzbare Songs zwischen EBM, Darkwave und kalter Clubatmosphäre.

Foto: © Jacob Melgren
Im Gespräch erzählen sie von ihrem kreativen Prozess, ihrem neuen Album Rendez-vous au cimetière und ihrer ganz eigenen Auseinandersetzung mit moderner gothischer Identität.

Wir haben euch Astraya bereits als Band der Woche vorgestellt. 2022 haben sie ihre erste Platte Myth of dike noch ohne Label herausgebracht, inzwischen sind sie bei These Hands Melt unter Vertrag. Ihr neues Album Atropine ist von Dark Rock, mit ein bisschen Weltschmerz und Fragilität durchsetzt und schafft in den insgesamt zehn Tracks melancholische, spannende Sphären.
Der Longplayer Black on sunshine von Avon ist das dritte Album nach Mad Marco (2016) und Dave’s Dungeon (2018) und besticht durch straffe Songarrangements, die psychedelisch anmuten und zugleich die rohe Rebellion bewahren, für die Avon steht. Aufgenommen und produziert von James Childs in Los Angeles, ist die Band bereit, ein Meisterwerk zu feiern! Weiterlesen
The truth does matter
Mesh – Synthpop vom Feinsten und seit über dreißig Jahren eine feste Größe in der Szene. Live waren Mark Hockings und Richard Silverthorn die letzten Jahre immer präsent und regelmäßige Gäste auf Festival- und anderen Bühnen. Auch Veröffentlichungen gab es einige – zum Beispiel die 25th Anniversary Edition von The point at which it falls apart oder den Live-Mitschnitt des legendären Gothic-Meets-Klassik-Abends 2015 -, nur neues Material ließ auf sich warten. Nach zehn Jahren war es dann dieses Jahr endlich so weit, und mit The truth doesn’t matter stand nach Looking skyward (hier unsere Rezension) endlich ein neues Album in den (digitalen) Regalen. Das lange Warten hat sich gelohnt, die Scheibe (hier unsere Rezension) ist richtig stark geworden und auch prompt bis auf Platz 15 der deutschen Verkaufscharts geklettert. Natürlich gibt es auch eine Tour dazu, die zum Glück in München Halt macht – denn zum letzten Mal waren Mesh 2018 in der Stadt. Wenn das kein Pflichttermin ist! Weiterlesen




