Embrace the dark, Jackie …

Jackie Estacado hat alles, was ein Mann sich wünschen kann: eine Menge Geld, ein großes Haus, eine wunderschöne Frau und eine süße Tochter.
Doch hinter der friedlichen Fassade bestimmen Gewalt und schmutzige Geschäfte sein Leben. Denn Jackie ist das Oberhaupt eines großen Mafia-Clans in New York City. Überdies gebietet er über eine gewaltige Macht, wodurch er nahezu unbesiegbar ist.
Denn Jackie ist der Träger der Finsternis, eines von 13 übernatürlichen Artefakten, die ihren Trägern Fähigkeiten jenseits jeglicher Vorstellungskraft verleihen. Sollten alle Artefakte zusammengeführt werden, so haben sie das Potential, das gesamte Universum zu vernichten. Weiterlesen
You gotta hang on to the trip you’re on …
Das Backstage Werk füllt sich anfangs nur langsam, auch wenn die Seitenränge abgehängt sind. Man kann sich bequem ganz vorne an die Absperrung stellen, ohne dass einem der Platz streitig gemacht wird. Um kurz nach acht, der Saal ist inzwischen relativ gut gefüllt, läuft der Roadie zum letzten Mal über die Bühne und positioniert die letzte Gitarre, die Spannung im Publikum steigt, Motorpsycho betritt die Bühne.
Nach einem knappen „Guten Abend“ legen die Norweger mit „Year Zero“ los. Der Song beginnt ruhig, die Bühne ist in blaues Licht getaucht. Man hat Zeit, erst einmal die Bandmitglieder zu studieren. Mir als Motorpsycho-Neuling fällt erst einmal auf, dass der Bassist Bent Sæther (übrigens ein Linkshänder) in der Mitte der Bühne steht – das wundert mich allerdings nicht lange: Bent ist nicht nur Bassist, sondern auch Leadsänger von Motorpsycho. Weiterlesen
Kolossale Klangwelten

Abandoned Dreams
Die Dark-Doom-Metal-Giganten Agalloch aus Portland haben sich aufgemacht, Europa mit ihrer epischen Musik zu beglücken. Mit im Gepäck hatten sie Fen aus England und die lokale Band Abandoned Dreams, und zu dritt stürzten sie gestern das Backstage in dunkle Tiefen.
Abandoned Dreams, eine noch junge Band aus Grafing, eröffneten den Ohrenschmaus – und bliesen den wenigen Zuschauer, die schon bereit dafür waren, den Platz an der Sonne für eine Reise in die düsteren Gefilde aufzugeben, ordentlich den Kopf frei. Die drei Herren Raphael (Vox und Gitarre), Nik (Gitarre) und Mike (Drums) sowie Bassistin Liesa sind seit 2009 musikalisch unterwegs und präsentierten neues und altes Material von ihrer Demo-EP Ember and Frost, das sich wirklich hören lassen kann: Atmosphärisch dichter Sound, getragene Passagen, jähes Geknüppel, großartig komponierte Lieder. Nicht nur ich war sofort angetan von den düsteren Klängen des Quartetts, von dem man noch in diesem Jahr das erste Album erwarten darf. Höhepunkt war hier der Titel „Changing the Seasons“, bevor sich Abandoned Dreams mit „Light“ verabschiedeten. Schade nur, dass sich die Zuhörer in Grenzen hielten – diese Kombo hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient!
Mit Chord of Souls versucht Sänger und Gitarrist Jens Erkelenz, eine mystische Atmosphäre zu schaffen. Angehaucht mit Gothic und Wave-Elementen spielen die Gitarren melodisch-melancholische, aber stets rohe Passagen, die mal meditativ, mal aufrüttelnd klingen. Weiterlesen
Seit 15 Jahren besteht die Letzte Instanz. In dieser Zeit sind zahlreiche Alben erschienen, Mitglieder kamen und gingen. Zum Jubiläum haben sie sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein Exclusivkonzert mit speziellen Gästen. Dabei sein werden Eric Fish & Frau Schmitt (Subway to Sally), Ally Storch (u.a. Ally the Fiddle, Haggard & ASP), Felix Räuber (Polarkreis 18), Ria (Eisblume), In Legend und eine der Gewinner-Bands des Sound of Dresden 2013: The Smokkings
Die große Show findet am 19.10.2013 im Eventwerk in Dresden statt.
Wer dabei sein will, ordert die Karten bei Extratix.de Weiterlesen
Sie scheinen nicht müde zu werden! Mono Inc. planen auch für dieses Jahr wieder eine Tour durch Deutschland und das mit neuem Album! Lassen wir uns überraschen, was für Reserven sie noch an den Tag legen können und was die Kreativität in so kurzer Zeit hervorbringt. Termine könnt ihr euch im Kalender jedenfalls schon mal vormerken! Weiterlesen
Lex von Megaherz hat zusammen mit zwei Kollegen ein neues Projekt ins Leben gerufen. Cross Notes nennt es sich und baut hauptsächlich auf akustischen Sound. Drei Stimmen, eine Gitarre spielen sich durch das gesamte musikalische, rockige Repertoire der letzten 40 Jahre. Doors, Iron Maiden, Kiss und Nirvana hatten große Hits, die jetzt neu und vielleicht auch ein bisschen anders präsentiert werden.
Spielen wird diese Combo nur in kleinen Lokalitäten, damit eine familiäre und entspannte Atmosphäre garantiert bleibt.
Cross Notes sind:
Lex – Gesang
Yvonne – Gesang
M.A.KI – Gesang und Gitarre
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Irreale Freakshow
Marieluise Fleißer: Fegefeuer in Ingolstadt
Münchner Kammerspiele
Wie kann man am Ende eines an Befremdlichkeiten ohnehin nicht armen Theaterabends ein Publikum noch einmal richtig unruhig werden lassen und Teile davon aus dem Saal treiben? Durch schiere Wiederholung: „Blut Christi tränke mich, Wasser der Seite Christi, reinige mich, Leiden Christi, stärke mich …“, dieses Anima Christi genannte und im Stücktext nicht vorkommende erzkatholische Gebet aus dem 14. Jahrhundert wird zum Schluss von allen Akteuren im Chor deklamiert – nicht einmal, nicht zweimal, sondern ein gutes dutzendmal in immer schriller werdender Tonlage. Religiöse Ekstase, die dem Zuschauer gehörig auf die Nerven geht, und eine vielleicht etwas zu offensichtlich kalkulierte Reizung des Geduldsfadens.
In ihrem 1924 entstandenen Erstlingswerk Fegefeuer in Ingolstadt behandelt Marieluise Fleißer die Konflikte innerhalb einer im konservativen katholischen Kleinstadtmilieu aufwachsenden Gruppe Jugendlicher und verarbeitete damit auch eigene Erfahrungen. Fleißer, die von Brecht gefördert wurde und zu recht als frühe Vorläuferin von Autoren wie Sperr, Faßbinder oder Kroetz gelten darf, nannte es selber ein Stück über „das Rudelgesetz und über die Ausgestoßenen“. In einer Sprache, die eine seltsame Mischung aus bayerischer Volkstümlichkeit und extremer Künstlichkeit ist, schildert sie die Geschichte der ungewollt schwangeren Olga, die von ihrem Freund sitzengelassen wurde und um die sich nun der von allen verachtete, weil ungepflegte und fanatisch religiöse Roelle bemüht, der sich selbst für einen Erlöser hält. Weiterlesen



