Das Schöne ist oft so nah
Über die Podcastreihe München – Deine Straßen bin ich auf Peter Cornelius gestoßen, der im 19. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Maler gehörte und in der Münchner Kaulbachstraße 20 wohnte. Der Künstler hat in München ein herausragendes Werk gestaltet: das weltweit zweitgrößte Wandfresko in einer Kirche! (s. a. Podcast Links unten).
Das Schöne ist oft so nah, dieser Ausspruch bezieht sich in meinem Fall auf den Streifzug im November durch die Kaulbachstraße, mit dem Hintergrundwissen aus dem Podcast, und das außergewöhnlich herausstechende Fresko in der Ludwigskirche an der Ludwigstraße fast um die Ecke. Peter Cornelius wurde unter anderem unterrichtet von Wilhelm von Kaulbach, zu dem es auch eine eigene Podcastfolge zu hören gibt (s. u.). Mit „Das jüngste Gericht“ hat sich Cornelius Ärger eingehandelt, aber seine Vorstellung davon perfekt in Szene gesetzt. Es fällt einem sofort nach dem Eintritt in das Kirchenschiff ins Auge und wurde direkt über den Putz gemalt.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt einen Einblick in die Erbauungsgeschichte der Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig (Link s. u.). Friedrich von Gärtner wurde von König Ludwig I. von Bayern als Architekt beauftragt, Peter von Cornelius (1825 wurde er in den Adelsstand erhoben) war für den Freskenschmuck engagiert worden. Dem Auftraggeber gefiel das Endresultat leider nicht, daraufhin verließ Cornelius München. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt, die Amerikaner beschlagnahmten den Sakralbau und wandelten sie zur Garnisonskirche um. Das beschädigte Dach konnte das Kircheninnere nicht mehr schützen, erst 2007 wurde das alte Muster im Zuge von Renovierungsarbeiten wiederhergestellt. Allerdings wird derzeit eine weitere Renovierung nötig und geplant, das fällt auch bei der Besichtigung direkt ins Auge. Mehr dazu s. u. dem Link .
Nichtsdestotrotz ist St. Ludwig einen Besuch wert, nicht nur wegen des berühmten Freskos.
Links zum Podcast München – Deine Straßen
Übersicht
die Kaulbachstraße 20 in München
Peter Cornelius und sein Fresko in St. Ludwig
Wilhelm von Kaulbach
Spotify
Links zur Ludwigskirche:
zur Geschichte
Wikipedia
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
(766)


