Streichel deinen Kühlschrank
Das 2016 gegründete Wiener Musik-und Performance Duo Laut Fragen war schon öfter bei uns im Webzine vertreten, zuletzt mit dem tollen Album Age of Angst (Link zur Review). Mit Wegwerfhelden haben Maren Rahmann (Gesang) und Didi Disko (Synthesizer, Gitarre und Gesang) eine neue EP über Bandcamp/Numavi Records veröffentlicht. Die Lyrics hatten mit ihrer oft darin enthaltenen Gesellschaftskritik schon immer einen wichtigen Stellenwert bei Laut Fragen, was der Bandnamen ja auch schon impliziert. Und so ist schon das Cover eine einzige Anklage mit dem Kinderwagen auf dem Panzer-Kettenantrieb, dessen Stencil-Schablone glatt von Banksy stammen könnte. Weiterlesen


Was diese Titelzeile soll? Das wird im Text verraten. Mit Nostalgia haben die Schweden Enforcer aus Arvika ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht. Von Beginn an sind sie wichtige Mitstreiter in der New Wave Of Traditional Heavy Metal. Neben Sänger und Gitarrist Olof Wikstrand sind außerdem Gitarrist Jonathan Nordwall und Schlagzeuger Jonas Wikstrand mit von der Partie. Bassist Tobias Lindqvist hat die Band mittlerweile verlassen, um sich ganz Tyrann widmen zu können. Für ihn haut nun Garth Condit in die Felle, manchen vielleicht bekannt von Slumbering Sun oder Monte Luna.
Ein neues Album von Air Raid aus dem schwedischen Göteborg, leider mit reichlich verspäteter Review. Probleme mit dem Brötchenjob, und den Zugang zu Fatal Encounter habe ich zunächst auch nicht recht gefunden, da es mich im Metalbereich zur Zeit zu deutlich härterem Sound hinzieht. Doch nun ist es soweit, die Scheibe wurde von den beiden Gitarristen Andreas Johansson und Magnus Mild, Bassist Jan Ekberg und Drummer William Seidl eingespielt. Frontmann ist Fredrik Werner.
Was denn nun? Es sind die Achtziger, wir sind in einem Kleinstadt-Kaff in Deutschland nahe der holländischen Grenze. Der Natur droht mit dem Waldsterben der Kollaps, und der Menschheit droht allgemein der Strahlentod durch die atomare Bedrohung im Kalten Krieg. Das sind die Rahmenbedingungen, mit denen eine Gruppe von jungen Menschen ihren Alltag bestreiten muss. So individuell sie und ihre Probleme sind, was sie eint, ist die Ablehnung der postfaschistischen Gesellschaft, die der Nazizeit in Teilen heimlich nachtrauert. Sie wollen sich vom deutschen Spießertum abgrenzen, und die Lösung dafür lautet Punk. Springerstiefel, bemalte Lederjacke und ein stacheliger Irokesenschnitt sorgen für Risse in der Fassade der feinen Gesellschaft.
Die 2018 gegründeten JE T’AIME aus Paris hatte ich schon zu deren tollen selbstbetitelten Debüt vorgestellt (
Das vierte Album A distant fire der amerikanischen Band Alda vereint so unterschiedliche Musikstile wie Black Metal, Folk und Post Rock miteinander. Dass die Mitglieder Jace und Stephanie Bruton, Michael Korchonnoff und Timothy Brown dabei alles andere als konventionell vorgehen, zeigt sich schon an der Songdauer, denn die reicht von nur zwei bis zu epischen sechzehn Minuten. Stil-und Tempiwechsel bestimmen das musikalische Bild, und man braucht mehrere Durchläufe, um alles erfassen zu können, und entdeckt doch immer wieder Neues.
Ein neues Album von The Awakening flattert ins Haus, This alchemy ist das mittlerweile zehnte. Dabei ist vor erst einem Jahr das letzte Soloalbum Waiting for a voice von Mastermind Ashton Nyte erschienen, dem aus Südafrika stammenden und mittlerweile in den USA lebenden Künstler. Die Pandemie erzeugt bei ihm keinen Stillstand, sondern fördert offensichtlich seine Kreativität. Da mir das Vorgängeralbum Chasm außerordentlich gut gefallen hatte (
Nach Solbrud (
Fall Shock ist eine italienische Band, die 2018 von Francesco Kay, einem Ghost Producer, Sänger und Schlagzeuger in Personalunion, gegründet wurde. Kurz darauf trifft er den Death Metal Gitarristen Markus O., gemeinsam haben sie den Sound vom Debütalbum Interior entwickelt, das unlängst bei Manic Depression Records erschienen ist. Der Tod mag vielleicht vorhanden sein, doch Metal sucht man dabei vergeblich. Stattdessen wagen sie den Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Darkwave und Synthiepop.