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Das großartige siebte Jahr

Die Dark Infection, die als absolutes Liebhaberprojekt für alle Krachfans in München begann, gibt es nun schon sieben Jahre und lockt Gäste weit über München hinaus ins Feierwerk. Live-Acts, für die man sonst weit fahren muss, DJs, für die man sonst auch weit fahren muss und Musik, die man sonst hier in der Gegend höchstens mal vereinzelt hört. Rhythm’n’Noise, Drum’n’Noise, Dark Techno usw. gibt es auf den etwa zwei Partys im Jahr zu hören, bei denen man sich regelmäßig die Socken durchtanzen kann. Im Lauf der Jahre hat sich die Dark Infection zu einem kleinen Treffen der Krachfamilie entwickelt, und die Stimmung ist jedes Mal fantastisch. Erst im November 2024 konnten wir eine (reine Party-) Dark Infection genießen, jetzt im Januar gibt es wieder das volle Brett mit Live-Acts und DJ-Programm. Und was da auf uns wartet! Schnell die Kameratasche geschnappt und ins Feierwerk! Weiterlesen

Unsere neue Playlist 6/2024 für euch  –  viel Spaß beim Reinhören!

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Synthesen

Ein bisschen ist es ja ein zweites Jubiläumsalbum, oder man könnte diesen Eindruck haben: Zehn Jahre musikalischer Output von Phasenmensch, Material von fünf Alben, zuletzt das 2019 erschienene Haunted (The gentle indifference of the world) (Review), wurde für dieses Remix-Album von einer Schar Mitmusiker*innen umgeschrieben, umgespielt und gefeiert. Über zwanzig Titel, über zwei Stunden Spielzeit, da muss man gar nicht erst versuchen, einen Track-by-track-Durchgang zu schreiben. Darum zuerst nur kurz die Zahlen: Von den 22 Titeln sind 21 Remixe, 20 davon von Kolleg*innen unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung, einer ist ein Eigen-Rework in bewährter Zusammenarbeit mit ICD-10. Dazu kommt als Opener ein neuer Track, der in Zusammenarbeit mit Antoine Saint-Martin entstanden ist. Und ich bin froh, dem Einzeldurchgang schon durch diese schiere Fülle von der Schippe zu springen; er könnte einem Album ohnehin nicht gerecht werden, bei dem die Beziehung der Stücke zueinander und zum jeweiligen Original fast ebenso tragend ist wie die musikalische Qualität der einzelnen Tracks.
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Yggdrasil: Der Sonntag steht für mich ganz klar im Zeichen der Neoklassik und des Schauspielhauses. Diese Location hat das für mich beste Programm zusammen mit der Kuppelhalle Volkspalast. Nach kurzen Vorbereitungen fahre ich Richtung Innenstadt, um noch einmal ein Bad in der Menge zu nehmen. Zum Zeitpunkt des WGTs findet auch das Gründungsfest der Stadt Leipzig statt, und so ist das Publikum sehr gemischt, was mir sehr gut gefällt. Das Wetter bessert sich allmählich, sodass man schön durch die Innenstadt laufen kann. Ich statte dem EMP-Laden einen Besuch ab und bin recht enttäuscht, dass sie so wenig CDs im Sortiment haben. Durch den Magnetismus der Moritzbastei zieht es mich auf ein kühles Kirschbier dorthin. Wie immer herrscht reges Treiben, und die Musik ist einfach stimmungsvoll.
Hexperos 1Danach mache mache ich mich auf den Weg ins Schauspielhaus, wo kurz nach 17 Uhr Hexperos aus Italien auftreten, eine Formation, die dem Stil der Neoklassik, Romantic Heavenly Voices zugeordnet werden kann. Sie spielen ein buntes Potpourri aus ihren drei bisher veröffentlichten Alben, ich schmelze förmlich dahin. Unbemerkt vor mir sitzt die 15-köpfige Gruppe, die aus Rom zum WGT angereist ist. Wir begrüßen uns und fachsimpeln etwas. Die Sängerin von Hexperos, Alessandra Santovito, kenne ich bereits über Facebook, und so freut mich ihr Auftritt besonders. Im Anschluss an das Konzert gehen sie ins Foyer, wo ihr Merchandise-Stand aufgebaut ist. Umringt von Fans verkaufen sie ihre CDs, auch ich komme nicht umhin, mir ihre Alben zu kaufen. Nach der Begrüßung durch Alessandra sage ich ihr, dass das Konzert mit zum Besten gehört, das ich gesehen habe.
Im Anschluss treffe ich mich mit meiner besseren Hälfte auf ein Kirschbier in der Moritzbastei. Während wir uns unterhalten, kommt der Satz „Peter Heppner im Kohlrabizirkus“, ca. zehn bis fünfzehn Minuten später sind wir auch schon unterwegs zum Kohlrabizirkus. Die Schlange ist recht imposant, sodass ich zweifle, ob wir überhaupt hineinkommen. Es läuft aber alles flotter, als erwartet, und zum Song „Once in a Lifetime“ sind wir drin. Das Zirkuszelt ist voll, und Fanclubs schmettern seine Hits. Eine Wahnsinns Best-of-Show mit einer Energie und Inbrunst vorgetragen, dass es eine wahre Freude ist. Die Menge will ihn nicht von der Bühne lassen, und so gibt es vier Zugaben. Eine superschöne spontane Idee hat sich ausgezahlt! Weiterlesen