Beiträge

Fotografie und Sichtweisen

Mit ihren Fotografien hat Lee Miller eines der wichtigsten Dokumente der sogenannten Stunde Null in München geschaffen. Ihre Kriegsfotografien zeigen den amerikanischen Blick auf das Ende des Krieges in Europa. Die Fotografin begleitete amerikanische Soldaten von der Landung in der Normandie bis zur Befreiung des KZ Dachau. Unerschrocken zeigt sie Leid und Zerstörung des Krieges. An der Front waren Frauen aber nicht zugelassen. Nur durch ihre Hartnäckigkeit konnte sie sich im männlich dominierten Umfeld des Militärs durchsetzen und die Streitkräfte an der Front durch das zerstörte Deutschland begleiten. Weiterlesen

Transatlantische Geschichte(n)

Alles so neu hier – das wird zumindest oft behauptet, wenn es um Trans*- und nonbinäre Identitäten geht. Ganz so, als gebe es sichtbare Trans*identitäten und die Trans*Community erst seit ein paar Jahren und die Gesellschaft habe noch gar keine Zeit gehabt, sich zu gewöhnen (während sich gleichzeitig gern für Toleranz und Offenheit gegenüber der vermeintlich superjung-postmodernen Entwicklungen auf die Schulter geklopft wird). Dass diese in der Mehrheitsgesellschaft oft so „gefühlte Wahrheit“ nicht den Tatsachen entspricht, zeigt derzeit die Ausstellung TransTrans – Transatlantische Transgendergeschichten noch bis Ende des Monats im Amerikahaus. Weiterlesen

2016-10 Steve McCurry 1

Bildhaftes Lesen

Der amerikanische Fotojournalist Steve McCurry wurde in der Vergangenheit mit Auszeichnungen überhäuft und ist Mitglied der Fotografenagentur Magnum. Mit seiner Bildern aus den Krisenregionen der Welt und einem besonderen Porträt von einem afghanischen Flüchtlingsmädchen hat er berührende Momente mit seiner Kamera eingefangen. Seit 15. Oktober werden im Amerikahaus in München Fotografien einer anderen Gattung gezeigt: Menschen aus vielen Kontinenten der Erde, die versunken lesen, in unterschiedlichen Haltungen und an den unterschiedlichsten Orten. Weiterlesen