Dancing in the night
Traditionell gibt es beim Free & Easy ja auch immer mindestens einen schwarzen Abend samt dementsprechender Aftershowpartys, und genauso traditionell sind dabei Solar Fake immer wieder gern gesehene Gäste. Vor zwei Jahren waren sie mit Future Lied to Us dabei (Review hier), heute haben sie mit Days of Sorrow und Gulvøss zwei spannende und für München neue Opener dabei, die aber alles andere als Unbekannte in der Szene sind. Die Zeichen für einen Abend mit bester Synth-und-mehr-Musik stehen also gut, und wer danach noch weitertanzen möchte, kann das bei DJ Schwedler auf der Aftershowparty mit Depeche Mode und Anverwandtem tun. Wenn das mal nicht ein starkes Programm ist! Weiterlesen

Solar Fake machen uns ja schon immer Freude, aber gerade in diesem letzten Jahr, seitdem das Unaussprechliche wütet und unser aller Leben auf den Kopf stellt, hat die Band mit ihrem höchst vergnüglichen Podcast, der Live-DVD und vor allem den ausgewählten Konzerten im Sommer (DANKE für München, wir haben alle so lange davon gezehrt!) viel dafür getan, dass wir diese elende Zeit irgendwie mental überstehen. Seit Mitte Februar gibt es nun den nächsten Anlass zur Freude und zur Ablenkung, nämlich das neue Album Enjoy Dystopia. Das hat gleich phänomenal eingeschlagen: Platz 4 in den Deutschen Albumcharts, Platz 2 in den Deutschen Alternative Charts, Platz 1 in den German Electronic Web Charts, und das gleich für mehrere Wochen. Respekt! So viele Fans können nicht irren, oder?
15 Jahre Amphi – das will gefeiert werden! Ein ganzes Wochenende voller großer Namen aus dem Electro-, Gothic-, Mittelalter- und EBM-Bereich, mit höchst empfehlenswerten Bands, die schon bald sehr große Namen sein werden, und natürlich mit allem anderen, was so dazugehört: Tanzbrunnen, Schiff, Beach Club, Hohenzollernbrücke, Dom und der Rhein. Nach der letztjährigen Hitzeschlacht mit 37 Grad sind dieses Wochenende zum Glück etwas moderatere Temperaturen angekündigt, der Rhein führt auch ausreichend Wasser, sodass die MS RheinEnergie für das Freitagsevent und die regulären Festivaltage ein paar Schritte entfernt vom Tanzbrunnen auf der Deutzer Seite anlegen kann. Ich genieße im Vorfeld noch ein bisschen Köln, befinde mich zwischendurch im „Siebten Himmel“ (eine unglaublich empfehlenswerte Buchhandlung im Belgischen Viertel) und freue mich schon sehr auf die schwarze Familie und den Freitagabend, wenn es wieder heißt: „Call the ship to port“ – die beliebte und jedes Jahr restlos ausverkaufte schwarze Kaffeefahrt mit Musikprogramm den Rhein hinunter und wieder hinauf.
Solar Fake – das sind Sven Friedrich und André Feller (neuerdings verstärkt durch Drummer Jeans, wie man auf dem Amphi schon eindrucksvoll miterleben konnte), das sind fiese Ohrwurmmelodien, tanzbarste Synthiesounds, Glücksgefühle, abschalten vom Alltag und unvergessliche Konzerte. Drei Jahre sind mittlerweile seit dem letzten regulären Album Another Manic Episode vergangen, dazwischen hat man 2017 noch das Live-Album Sedated – Live & Acoustic veröffentlicht, das einen Querschnitt durch die wirklich wunderschöne Live-Akustik-Tour des Frühjahrs 2017 bietet (