Darkness deluxe
Das Wetter war in den letzten Wochen für dunkle Seelen alles andere als ideal, und auch wenn es mittlerweile etwas abgekühlt hat, möchte man die Zeit vielleicht lieber im Freien und nicht in einer stickigen Konzerthalle verbringen. Wenn da nicht der Katzenclub auf dem Programm stünde, der ja sowieso eigentlich immer Pflicht ist – feinste Bandauswahl, tolle Menschen, rauschende Partys! -, dieses Mal aber, zumindest für mich, erst recht ein absolutes Muss. Nachdem die ursprünglich gebuchten Darkways ihren Auftritt aus gesundheitlichen Gründen verschieben mussten, konnte zum Glück schnell Ersatz gefunden werden, nämlich die fantastischen Abu Nein aus Malmö. In Kombi mit den nicht minder spannenden Yakima Jera ist das ein Package, auf das ich mich seit Bekanntgabe irrsinnig gefreut habe. Und heute ist es endlich so weit! Weiterlesen


Erst ein Jahr ist es her, dass ich die Rezension zu Abu Neins fantastischem zweiten Album II geschrieben habe (
Drei Jahre sind vergangen, seit das Debütalbum der südschwedischen Formation Abu Nein, Secular palms, nicht nur bei mir, sondern auch in der Darkwave-Szene allgemein mächtig eingeschlagen hat. Vor allem in Schweden, aber auch in anderen Ländern hat man sich von Erica Li Lundqvists tiefer und voluminöser Stimme und der düsterschönen Atmosphäre verzaubern lassen. Coldwave, Darkwave, Goth, Synth, mit hörbaren Referenzen an musikalische Vorbilder und trotzdem eigener Handschrift. Nicht zu vergessen der – kundige, ernstgemeinte – okkulte Hintergrund. Schon allein der Bandname ließ aufhorchen, die Mischung aus Arabisch („Vater von“) und Deutsch ist ungewöhnlich. Die Erklärung dahinter: Erica ist Islamwissenschaftlerin an der Universität Malmö, und die Idee zum Bandnamen kam ihr zusammen mit Mann und Bandkollege Anders Nordensson in Berlin, wie sie vor einiger Zeit in einem Interview erzählt hat. Secular palms hat mit Ohrwürmern wie „Rotten garden“ oder „Dying into a dance“ die Messlatte sehr hoch gelegt, und ich bin gespannt, wie das schlicht II betitelte zweite Album sich im Vergleich dazu schlägt.