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Das schwedische Indie-Label åtåmåtån hat eine Compilation zu Ehren ihres Freundes Kent Sturén veröffentlicht. Till Kent enthält Tracks von siebzehn Künstlern, die an die Leidenschaft des DJs für obskure Elektronikmusik erinnern, die nur auf Kassette erhältlich war. Sturén verstarb Anfang dieses Jahres.

Die Veröffentlichung ist als Download und auf Kassette erhältlich. Letztere ist auf 100 handgefertigte Exemplare limitiert. Weiterlesen

Tanzen in der Dunkelheit

Neues von T.G.T.B, die mich bereits mit ihrer letzten Veröffentlichung Stockholm Soul (2022) begeistert haben. Die aktuelle 7-Zoll-Vinyl-EP Dissent/Undone wurde Anfang März über das Stockholmer Label åtåmåtån SVÄRTA veröffentlicht und enthält zwei neue fesselnde Songs und zwei Remixe von Majestoluxe und Hidden Lines – zwei ebenfalls fantastischen schwedischen Elektro-Bands, die regelmäßig bei unseren Musiktipps vertreten sind.

Seit der Gründung im Jahr 2019 verweben Alexander Lundberg und Nicklas Hietala als T.G.T.B. mitreißende und schweißtreibende Elektro-Klänge mit pulsierenden, eingängigen Melodien und dunklen, samtigen Vocals zu dieser Art Musik, die nicht mehr loslässt – mit absoluten Suchtpotential, die neue Veröffentlichung macht da keine Ausnahme. Der Opener „Dissent“ ist energiegeladen. Die druckvollen Beats pulsieren inmitten eines brodelnden und tiefen Klangraums, der die Dunkelheit durchbricht. Dieser Track entfaltet eine mühelose Anziehungskraft und ein Gefühl, das nur in der Dunkelheit lebendig wird – perfekt für durchtanzte Nächte zwischen dunstigen Nebelschwaden und flackernden Stroboskop-Lichtern. Weniger treibend, aber ebenso intensiv und dringlich klingt „Undone“. Ein grüblerischer Song, bei dem Nicklas Vocals in ebenso drängende Klänge eingebettet sind, die eine ganz eigene Sogwirkung entfalten. Es ist die unter der pulsierenden Oberfläche wahrnehmbare Melancholie, die „Undone“ zu einem besonders intensiven Hörerlebnis macht.

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Abwesenheit von Licht

Svärta

Wie klingt es, wenn sechs elektronische Bands der schwedischen Untergrundszene die Dunkelheit des Nordens interpretieren? SVÄRTA bedeutet auf Schwedisch Schwärze oder Finsternis, und die Klänge, die sich auf dem gleichnamigen Mixtape entfalten, machen die emotionale Kraft der Dunkelheit in unterschiedlichen Facetten hörbar – mal eingebettet in graue Melancholie, manchmal wie ein Spiegel, der Dunkelheit reflektiert.

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Schluss Licht ist das Solo-Projekt von Gregor Heisterkamp, das er 2019 ins Leben gerufen hat. Nach der Debütsingle „Im Grau“ hat der in Leipzig lebende Künstler Ende 2020 seine Debüt-EP Spät dran über das Stockholmer Independent-Label åtåmåtån veröffentlicht – sechs fesselnde Songs mit introspektiven Texten und einem facettenreichen Elektro-Sound. Kürzlich habe ich Schluss Licht auf dem Losing Touch Festival in Augsburg erlebt und war begeistert! Gregor beschreibt den Klang seiner Musik als „elektronisch, aber nicht kalt, unversöhnlich-hoffnungsvoll, nach dem Gefühl zu fallen und sich gleichzeitig aufzurichten.“ Neues Material ist bereits in Planung – wir freuen uns darauf!

SchlussLicht_01

Foto 1 (links): © Dean Wallflower

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