Stiller Samstag? Von wegen!
Zwei Tage. Zweiunddreißig Bands. Zehn Stunden Konzerte pro Tag. Das kann nur eines bedeuten: Es ist Ostern in München, und das Backstage öffnet endlich wieder seine Pforten für das Dark Easter Metal Meeting! Das Line-up kann sich wie immer sehen lassen – trotz etlicher Ausfälle und teils sehr kurzfristiger Absagen sind an beiden Tagen einige Hochkaräter am Start, sodass wir – Nekrist und torshammare – uns vor allem bei den gleichzeitig stattfindenden Konzerten in Halle und Club kaum entscheiden können, zu welcher Band wir lieber gehen wollen. Andererseits: Egal, wo es uns hintreibt, es wird sicher großartig werden, das hat die Erfahrung aus den letzten Jahren gezeigt. Ebenfalls wie in den letzten Jahren ist das DEMM restlos ausverkauft, wieder einmal ein Beweis für die Klasse des Festivals, veranstaltet von MRW Concerts. Weiterlesen

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, schon wieder steht Ostern vor der Tür, und damit ihr beim Blick in das wie immer umfangreiche und hochkarätige Programm des DEMM 2023 nicht den Überblick verliert, gibt es hier wieder unseren bewährten Festivalguide durch zwei Tage Black, Death und anderen Extrem-Metal im Münchner Backstage.
Die 2003 gegründeten Frailty stammen aus Riga in Lettland und gehören spätestens seit dem ersten Gewinn des Independent Latvian Metal Music Award 2009, dem weitere folgen, zur Speerspitze der dortigen Metalszene. Trotz vierer veröffentlichter Alben und einer EP haben sie im übrigen Europa noch keinen hohen Bekanntheitsgrad. Vielleicht könnte dies das jüngste Album Tumši Ūdeņi (zu deutsch: die dunklen Gewässer) ändern, denn es ist vor allem die erstmals eingesetzte lettische Muttersprache, die mich aus dem Promo-Angebot neugierig gemacht hatte. Die Band besteht aktuell aus Sänger Mārtiņš Lazdāns, den Gitarristen Edmunds Vizla und Jēkabs Vilkārsis, Bassist Andris Zacš und Lauris Polinskis, der die Felle bearbeitet.
Mit ihrem dritten Longplayer Six must die melden sich Lord Vigo zurück. Bei der Namensfindung hat sich die Truppe um Sänger Vinz Clortho bekanntermaßen beim Ghostbusters Film-Kosmos bedient. Beim neuen Machwerk entstammt die Inspiration aus dem John Carpenter Film The Fog, der im deutschen den Untertitel Nebel des Grauens trägt. Sechs Seelen holen sich die untoten Seeleute zur Rache, und mit sechs Songs (plus In- und Outro) werden sie von Lord Vigo beschwört.
n Chile erfolgt der Einschlag, und die Atompilz-Wolke, die nach dieser „Befruchtung“ emporsteigt, gebiert ein kosmisches Ungeheuer mit einem satanischen Grinsen. Was wie der schlechte Plot eines vergessenen B-Movies klingt, ist die schlichte Beschreibung des Cover-Artworks des dritten Albums Doom Decimation der Band Procession. In aller Regel lasse ich die Cover in der Rezension für sich alleine stehen, doch dieses Mal komme ich um einen Kommentar einfach nicht umhin.
Lord Vigo? Bei wem dämmerts? Das war der Oberbösewicht im Film Ghostbusters 2, aber dies ist keine Film- sondern eine Plattenreview. Also widmen wir uns einer Band, die sich 2014 in einem Dorf in der Nähe von Kaiserslautern unter dem Namen Lord Vigo gegründet hat. Vinz Clortho übernimmt den Gesang und spielt die Drums ein, Volguus Zildrohar und Tony Scoleri spielen beide sowohl Gitarre als auch Bass. Bei Liveauftritten lässt sich das Trio aber von Gastmusikern unterstützen. Moment mal, die Namen der Bandmitglieder sind ja auch bei Ghostbusters geklaut. Trotzdem gibt es keinen zähflüssigen grünen Schleim, denn bereits mit ihrem selbstproduzierten Demo Under Carpathian Sun erzielen Lord Vigo einen Achtungserfolg als Demo des Monats beim renommierten Rock Hard Magazin. Kurz darauf erscheint das erste Album Under Carpathian Sun. Nun legt das Trio mit Blackborne Souls seinen zweiten Longplayer vor. Die Covergestaltung hat der Künstler Karmazid übernommen, dessen Bekanntheitsgrad stetig weiter steigt.