Beiträge

Unfreiwilliger Ruhm

© X-Verleih AG / Frederic Batier

Micha Hartung (Charly Hübner) hat in Berlin eine der letzten Videotheken. Das ist aber auch alles, er wohnt sogar darin. Jeden Tag kommen Rechnungen ins Haus, manche sehen wie vom Gerichtsvollzieher aus. Aber er hat sich sein Leben ganz gemütlich eingerichtet, er braucht nicht mehr als das, und ab und an Besuch von seiner Tochter und Enkelin. Doch da gibt es diesen Journalisten, der sich vor seinem Chef endlich profilieren will. Dieser verlangt Stoff für seine Zeitung, Thema ist das Jubiläum zur Wiedervereinigung. Weiterlesen

Zum 100. Todestag

c) tv.orf.at

 

Wer war Kafka? Jede*r hier kennt zumindest den Namen, vielleicht sogar ein, zwei Titel Kafkas. Der Begriff „kafkaesk“ kommt nach ihm, nach der Aussichtslosigkeit und Absurdität in seinen Geschichten. Diese sechsteilige Miniserie erzählt ergreifend von Leben und Werk des Schriftstellers Franz Kafka, der vor exakt 100 Jahren gestorben ist (am 3. Juni 1924). Seine Literatur wird hier mit seinem Leben verwebt. In einer außergewöhnlichen Erzählweise erfahren wir von seiner Familie und vom tyrannischen Vater, dem er sich kaum entziehen konnte. Wie er mit seinen drei großen Lieben umging, denen er lieber schrieb als sie zu küssen. Weiterlesen

Das Ableben des Patriarchen

Ein Dorf in Mecklenburg. Die Beerdigung von Wolf-Dieter Meurer bringt endlich wieder alle zusammen: Familie, Angehörige, Freunde. Im erfüllten Leben des Patriarchen ist einiges passiert: die Flucht einer Tochter in den Westen, der Verlust seines besten Freundes, die Scheidung von seiner ersten Ehefrau und die zweite Familiengründung mit der deutlich jüngeren Gaby aus dem Westen.
Das Lebensmotto des Verstorbenen – Kurs halten trotz schwerer Stürme – gilt natürlich auch für den Familienbetrieb „Meurer Sanitär“, gegründet gleich nach der Wende 1990. Als sein Nachfolger sieht sich Sohn Mario, die treue Seele. Er möchte die ganze Familie ins Boot holen, sogar seinen Bruder Thorsten, der überraschend bei der Trauerfeier auftaucht. Die Weichen für den Neuanfang stellen jedoch nicht die Kinder und Enkel, sondern der Dahingeschiedene selbst durch seinen letzten Willen, der ein böses Erwachen bewirkt.

©ARD-Mediathek

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Von einer unglücklichen Frau

Romy

Ja, das waren die Siebziger und Achtziger Jahre, wo man in Kurhotels zwar im Bademantel herumsaß, salz-, zucker- und kalorienarm aß, auf Alkohol verzichtete, aber alles blickvernebelt war vom unentwegten Qualm von Zigaretten. Jahrelang schon begibt sich Romy Schneider (Marie Bäumer) regelmäßig zum „Herunterkommen“ (auf Deutsch: Ausnüchtern) in ein Luxushotel im bretonischen Kurort Quiberon, so auch hier, im Jahr 1981. Sie will sich eine Auszeit nehmen von hektischen Drehtagen, Party, Alkohol, Nikotin.

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