Geständnis eines Serienmörders – der Fall Pleil
„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Schabefleisch aus dir.“
Wer k
ennt es nicht, dieses Lied über den Serienmörder Fritz Haarmann aus Hannover. Der Name Rudolf Pleil hingegen ist weitgehend unbekannt, dabei ist er der Urheber einer nicht minder grausigen Mordserie, die sich in der Nachkriegszeit vor allem in der Harzregion abgespielt hat. Er behauptete, mit 25 Morden einen mehr als Haarmann begangen zu haben und damit Deutschlands größter Totmacher zu sein. Es konnten ihm jedoch nicht alle Taten nachgewiesen werden. Manche angeblichen Opfer wurden nie gefunden, bedingt durch mangelnde Zusammenarbeit der Polizei über die Besatzungszonen hinweg, oder weil sie anonym waren und nicht unbedingt als vermisst gemeldet worden sind. Weiterlesen





Nach Robocalypse legt der amerikanische Schriftsteller und Robotik-Experte Daniel H. Wilson seinen zweiten Roman vor, der sich diesmal mit der Frage befasst, was wäre, wenn (geistige) Überlegenheit käuflich wäre, und was passieren würde, wenn sich nicht jeder ein Upgrade leisten könnte? Das Implantat steigt am Siedepunkt der Streitfrage, angeheizt durch undurchsichtige Politiker, inwiefern Menschen, deren Gehirne durch neuronale Implantate mit sogenanntem Autofokus aufgerüstet wurde, wirklich noch als Menschen anzusehen sind, ein. Dank der Implantate können Krankheiten wie Parkinson und Epilepsie geheilt werden. Doch dabei bleibt es nicht: Die kleinen Helferlein im Gehirn können nämlich auch dafür sorgen, dass Kinder mit vermindertem IQ plötzlich zu kleinen Genies werden, oder Soldaten zu Superkriegern. Letztere werden als Militärexperiment geheim gehalten, erstere sorgen in der amerikanischen Öffentlichkeit für wesentlich mehr Aufsehen, schließlich würden, so der Pure Human Citizen’s Council unter dem Vorsitz von Senator Joseph Vaughn, durch die ganzen künstlich geschaffenen Supergenies, die derzeit heranwachsen, die „richtigen“ Menschen ins Hintertreffen geraten. 
Friedrich Ani kennt man größtenteils durch seine Süden-Erzählungen. Vor kurzem wurde sein neuestes Buch Unterhaltung veröffentlicht. Hier sind seine zum Teil unveröffentlichten bzw. unter anderem Titel erschienenen Geschichten zusammengeführt. Durch den Besuch einer
Mia Bischoff erteilt der Detektei Liebergesell den Auftrag, ihren Bekannten Siegfried Denning zu suchen, allerdings ohne Foto, denn sie hat keines. Dem früheren Hauptkommissar der Münchner Vermisstenstelle Tabor Süden, dem „grauesten Schattenschleicher“ Leonhard Kreutzer und der impulsiven Patrizia Roos stehen unruhige Zeiten bevor. Denn bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass sich der vom Erdboden verschluckte 54-jährige in rechtsextremen Kreisen bewegt haben soll. Aufgrund dessen bekommen es die Detektive im weiteren Verlauf mit dem Verfassungsschutz, dem LKA und der Münchner Polizei zu tun. Die Staatsdiener tragen aber durch ihre Ausflüchte und Täuschungen nicht dazu bei, den Verschwundenen schneller zu finden.