Streichel deinen Kühlschrank
Das 2016 gegründete Wiener Musik-und Performance Duo Laut Fragen war schon öfter bei uns im Webzine vertreten, zuletzt mit dem tollen Album Age of Angst (Link zur Review). Mit Wegwerfhelden haben Maren Rahmann (Gesang) und Didi Disko (Synthesizer, Gitarre und Gesang) eine neue EP über Bandcamp/Numavi Records veröffentlicht. Die Lyrics hatten mit ihrer oft darin enthaltenen Gesellschaftskritik schon immer einen wichtigen Stellenwert bei Laut Fragen, was der Bandnamen ja auch schon impliziert. Und so ist schon das Cover eine einzige Anklage mit dem Kinderwagen auf dem Panzer-Kettenantrieb, dessen Stencil-Schablone glatt von Banksy stammen könnte. Weiterlesen

Das französische Duo Buzzkill wurde im September 2024 in Montpellier gegründet und besteht aus Nolwenn Boyet (Gesang und Synthesizer) und Ronan Gauderat (Bass). Buzzkill lässt sich im Deutschen als Spaßbremse übersetzen, aber natürlich hoffen wir auf das Gegenteil. Ihr Debütalbum Wasteland ist Anfang des Jahres bei Manic Depression Records erschienen.
Project-X – das sind Torny Gottberg und Björn Lager, die legendäre EBM-Elektro-Band aus Schweden. Heutzutage dürfte Torny den meisten als Betreiber des einflussreichen Göteborger Labels Progress Productions (Agent Side Grinder, Abu Nein, The Sound Veil Society, Spark!, Henric de la Cour, Me The Tiger, Lucifer’s Aid usw. ) und als – mittlerweile leider ehemaliges – Mitglied von Cryo bekannt sein, Mitte der Neunziger waren er und Kompagnon Björn aber bereits als Project-X unterwegs, und das sehr erfolgreich. Platzierungen in den DAC-Charts (z. B. mit „The system is dead“), umjubelte Tourneen in Europa und Nordamerika, hochklassige Veröffentlichungen wie Modus operandi (2003), das ganze Programm. 2010 erschien mit der EP Needles and control (bei Memento Materia) das letzte Lebenszeichen der Band.
SJÖBLOM aus Stockholm wurde 2016 als Soloprojekt von Johan Sjöblom Eliott gegründet, der außerdem Mitglied der Post Punk Band The Exploding Boy ist. Dafür hat er zusätzlich Robert Eklind ins Boot geholt, der vorher bei Malaise aktiv gewesen ist. Nach dem ersten Album 6 (
X Marks the Pedwalk – ein Name, den man nicht so schnell vergisst. Und ein Name, der in der (Düster-)Elektroszene auch schon sehr lange präsent ist. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die deutschen Vorreiter von verfrickelten Endzeitsounds à la Skinny Puppy oder Front Line Assembly irgendwann etwas aus den Augen verloren habe. Selbige wurden mir aber vor einiger Zeit wieder geöffnet, als ich durch einen schier unglaublichen Zufall (Typ: Die Welt ist ein Dorf.) wieder auf X Marks the Pedwalk gestoßen bin und mir klar geworden ist, dass ich da ganz schön was nachzuholen habe. Seit damals hat sich nämlich einiges getan im Haus XMTP.
Den Älteren unter uns dürften Days of Sorrow noch aus den schönen Achtzigern bekannt sein, als ihr Song „Wild world“ die Tanzflächen der Szeneclubs eroberte. Mit Remembering The Days und A Thousand Faces wurden zwei EPs veröffentlicht und auf Konzerten im In- und Ausland präsentiert. Seit damals sind allerdings nicht nur etliche Jahre vergangen, auch die Bandmitglieder von damals, William Lennox (Vocals), Andre Schreiber (Bass, Gitarre) und Frank Junge (Keyboard) hatten unterdessen zeitweise sowohl musikalisch als auch geografisch getrennte Wege eingeschlagen. Über unter anderem Berlin und London kamen sie jedoch schlussendlich alle wieder zurück nach Dortmund und zu Days of Sorrow. 