Beiträge

He’s a Wanker

Fuctifano42 Jahre sind Peter And The Test Tube Babies nun schon aktiv, und damit sind sie eine der letzten aktiven Bands aus der ersten Welle des Punk. Die beiden Gründungsmitglieder Sänger Peter Bywaters und Gitarrist Derek Greening alias Del Strangefish werden durch Bassist Nick Abnett und Sam Fuller am Schlagzeug ergänzt. Drei Jahre sind seit dem letzten Album That Shallot (Link zur Review) vergangen, und so freue ich mich auf ein neues Lebenszeichen abseits der alljährlichen Tournee in der Vorweihnachtszeit. Fuctifano heißt das neue Album, das im März erschienen ist. Weiterlesen

Call the ships and bring the light

 

Fieldworks – Motto der momentanen Deutschland-Tour der Soundgenies aus Schweden und Deutschland und Titel der aktuellen EP, die es (noch) nur auf den Konzerten zu kaufen gibt – die wir aber schon für euch rezensiert haben (hier entlang). Wer sich näher mit Covenant beschäftigt, weiß, wie experimentierfreudig und neugierig die Band ist, wie unberechenbar im Studio und live, wie viele Überraschungen sich immer in den Songs verbergen. Nicht nur mein Herzschlag hat sich daher sicher beschleunigt, als eine neue Tour UND neues Tonmaterial angekündigt wurde. Auch wenn bis vor Tourstart nicht klar war, wie die neuen Songs klingen würden, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass hier etwas Besonderes auf uns Fans zukommt – weshalb ich schon in Berlin und Hamburg bei den Auftritten dabei und völlig begeistert war. Die neuen Songs sind höllisch intensiv, die sonstige Setlist eine wunderbare Mischung aus alt und neu, selten und oft gespielt, die Band voller Energie und Freude (dabei sind diesmal Daniel Myer, Andreas Catjar und Eskil Simonsson). Beste Voraussetzungen also für mein drittes Konzert dieser Tour, diesmal als Heimspiel im Münchner Backstage. Weiterlesen

Unbesiegt seit mehr als 30 Jahren

cover2018 ist veröffentlichungstechnisch gesehen bisher mehr als gut. Viele neue Werke namhafter Künstler sind bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres erschienen. Zwischen all dem Atmospheric Black Metal, dem ich sonst meine Ohren schenke, haben die britischen Neofolk Urgesteine Sol Invictus ihr nunmehr 28. Album namens Necropolis über Prophecy Productions veröffentlicht. Wenn sich der ein oder andere von euch jetzt fragen sollte, wie lange es Sol Invictus gibt, dem sei gesagt, seit über 30 Jahren. Das Album Necropolis hat sich thematisch in Form eines Konzeptalbums der Vision von Tony Wakeford eines sich im Niedergang befindlichen Londons angenommen. Eines schon einmal vorweg: Das ist Apocalyptic Folk mit Betonung auf „apocalyptic“! Lasst mich euch die CD näher bringen. Weiterlesen

Ad(d)icted to Punk

The Adicts - And It Was So! - ArtworkThe Adicts sind nicht nur eine Ikone des Punk, sie sind auch eine der dienstältesten Bands des Planeten und damit eine absolute Legende. 1975 gründen sie sich noch unter dem Namen Afterbirth im kleinen Städtchen Ipswich in der englischen Grafschaft Suffolk. Zwei Jahre später benennen sie sich in The Adicts um, beeinflusst von Stanley Kubricks Kultfilm Clockwork Orange, und übernehmen für die Bühne dabei auch die Ästhetik der Gang um Alex. Bemerkenswert ist, dass die Gründungsmitglieder Keith „Monkey“ Warren (Gesang), Pete Dee Davison (Gitarre), Mel „Little Dave“ Ellis (Bass) und Michael „Kid Dee“ Davison (Schlagzeug) alle noch dabei sind. Wie oft kann man das noch erleben? Mit And it was so! präsentieren sie nach fünf Jahren Pause ihr 12. Studioalbum und setzen damit gleichzeitig ein Statement. Weiterlesen

Reminiszenzen an längst vergangene Tage

coverMit England haben wir es hier zu tun – ehrlich gesagt dachte ich zu Beginn des Hörprozesses an Norwegen, Schweden oder auch Finnland. Die erst 2014 gegründete Band Fellwarden, deren Debütalbum Oathbearer ich euch hier vorstelle, vereint für mich alle Trademarks, die den von mir geliebten norwegischen Black Metal Mitte der 90er ausmachten. Von je her mochte ich den atmosphärischen Black Metal der Marke Burzum und Dimmu Borgir. Lange, mit Folklore versetzte Stücke, die allesamt eine Spieldauer zwischen sechs und acht Minuten vorweisen. Am 16.06.2017 wurde über Eisenwald Tonschmiede Oathbearer veröffentlicht. Weiterlesen

Mehr als nur Tee

Mit Reif für die Insel schrieb der amerikanische AutoBillBrysonr Bill Bryson vor rund zwanzig Jahren das erste Mal einen Reisebericht über das Vereinigte Königreich. In der Zwischenzeit war er für Frühstück mit Känguruhs in Australien unterwegs und wanderte für Picknick mit Bären durch die amerikanischen Appalachen, um nur einige andere Werke zu nennen. In seinen Büchern nimmt Bill Bryson die speziellen Eigenheiten von Land und Leuten auf charmante und witzige Art und Weise aufs Korn, und das ist auch im hier vorliegenden It’s teatime, my dear! nicht anders. Weiterlesen

Es ist wieder soweit, das erste Lichtlein brennt und (fast) überall zieht adventlicher Duft durch die Wohnungen. Wir lassen Bill Nighy alias Billy Mack unseren Schwarzes-Bayern-Advent „einläuten“:

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Willkommen in New Crobuzon!

mieville_cperdido_street_station_137410Manche Dinge werde ich nie begreifen, egal, wie sehr ich es auch versuche: Dazu gehört neben allem, was mit Wirtschaftswissenschaften zu tun hat, auch die Frage, wie es sein kann, dass ein fantastischer Autor wie China Miéville in Deutschland nicht gelesen wird. Hört man sich um, zweifelt man nachgerade an der Menschheit: So gut wie keiner kennt ihn und seine Romane, die irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Horror pendeln und deren Stil er gerne als „Weird Fiction“ beschreibt. Nominiert war er schon für so ziemlich jeden Preis, der für Fantastische Literatur vergeben wird, gewonnen hat er, teilweise mehrfach, den Arthur C. Clarke Award, Hugo, Nebula, Locus Award, den Kurd-Laßwitz-Preis, den British Fantasy Award und und und. Allerhöchste Zeit also, dass wir uns hier endlich diesem Ausnahmebriten widmen! Weiterlesen

Station 4: Oxford

Nur eine knappe Zugstunde südwestlich von London befindet sich Oxford, das als Universitätsstadt in aller Munde ist. Es blickt auf eine 800 Jahre lange Geschichte als Ort von Wissenschaft und Lehre zurück und bietet 20.000 Studenten ein Heim für die Jahre ihres Studiums. Natürlich ist man darauf sehr stolz und lässt das auch tüchtig raushängen, doch als Tourist profitiert man davon massiv. Verschiedenste geführte Touren durch die Stadt zu verschiedensten Themen locken ebenso wie die ältesten Universitäten, Bibliotheken und botanischen Gärten des Landes. Dabei bleibt Oxford in vielen Teilen der Stadt trotzdem ein charmantes, grünes englisches Örtchen, das einen Besuch wert ist. Weiterlesen