Ein Fest der Stimmen und der Emotionen
Floor Jansen – in Schweden verheiratete Niederländerin, die seit 2012 Sängerin einer finnischen Band ist und im letzten Jahr in einem deutschen Fernsehformat mitwirkte. Eine mehr als 25jährige musikalische Karriere liegt bisher hinter ihr, mit Stationen bei After Forever, ReVamp, Northward, aktuell Nightwish, mit diversen hochkarätigen Kollaborationen (unter anderem mit Ayreon/Arjen Lucassen), und ihre fantastische Stimme und ihre Bühnenpräsenz sind etwas ganz Besonderes. In der Metalwelt ist Floor Jansen ein Weltstar – was 2019 auch endlich ihrem Heimatland klar wurde, als sie am Fernsehformat Beste Zangers teilnahm und da landesweit für Begeisterungsstürme mit ihren Songbeiträgen (die meist weit entfernt vom Metal waren) sorgte. 2022 war sie bei der deutschen Version Sing meinen Song dabei und eroberte dabei nicht nur die Herzen einzelner Teilnehmer, sondern auch die vieler Menschen, die bisher mit der Metalwelt wenig Berührungspunkte hatten. Und jetzt: ihr erstes Soloalbum, Paragon. Irgendwo zwischen hochklassigem Pop und Rock, zutiefst persönlich und intim. Ich bin sehr froh, dass Floor auch in Deutschland damit auf Tour geht und im Backstage Station macht, und noch froher bin ich, dass sie Anneke van Giersbergen eingeladen hat, die Shows zu eröffnen. Was für ein absolutes Traumpackage! Weiterlesen

Kinder, wie die Zeit rennt. Schon drei Jahre ist es her, als Avantasias Moonglow– Album raus kam. Noch immer sind die Tracks in meiner privaten Songliste mit am Start. Um so besser, dass endlich neuer Stoff hinzukommt, denn A paranormal evening with the Moonflower Society steht in den Startlöchern. Wir durften das neue Werk vorab durchhören.
Nach der Listening Session bringt mich unsere supernette Kontaktfrau nach oben in die Schwanensuite, in der Floor für den heutigen Interviewmarathon untergebracht ist. Leider überziehen die Kollegen vor mir ein wenig, und die „Übergabe“ gestaltet sich etwas hektisch. Floor ist sichtlich gestresst und müde, und bei Kaffee und Breze erzählt sie mir, dass sie um vier Uhr morgens aufgestanden und sogar schon vor lauter Anspannung vor dem Wecker aufgewacht ist. Wir sind uns völlig einig, dass das wirklich ein brutaler Tagesanfang ist, und sie bedient sich noch mal an den heilsamen Brezen auf dem bereitgestellten Snackteller – auch über die bayrische Wunderwaffe gegen quasi jedes Wehwehchen unterhalten wir uns ausführlich, das wird auch unser Running Gag während des Gesprächs werden. Endgültig munter wird Floor, als ich schließlich erzähle, dass ich a) Schwedisch spreche (sie lebt ja mit Mann und Kind irgendwo im Nirgendwo bei Göteborg) und b) extra zu ihrem Solokonzert im Januar nach Amsterdam gefahren bin. Das Fan-Girl in mir kreischt ganz laut (nach außen hin bin ich natürlich superprofessionell), als sie mir die mitgebrachte Taschentuchpackung, die ich mir bei dem Konzert gekauft habe, signiert und auch die Hintergründe des Aufdrucks erklärt.
Große Dinge tun sich bei Nightwish, den finnischen Symphonic-Metal-Künstler*innen, denn für den 10. April ist das neue Album