Freiburger Apotheose
Das Freiburger Trio Narvik arbeitet seit fast zehn Jahren daran mit, dem Schwarzmetall deutscher Provenienz einen eigenen Stempel aufzudrücken. Drei Jahre und zwei EPs nach ihrem letzten Longplayer, Triebe nach der Endlichkeit, melden sich Narvik jetzt mit dem zweiten Album Ascension to Apotheosis zurück. Das ist beim ersten Durchgang zwar etwas sperrig, punktet aber in der zweiten Runde nach dem Einhören gewaltig durch die ausgefeilte Mischung aus (scheinbar) chaotischer Raserei und rhythmisch-melodischen Nackenbrecher-Passagen. Soundtechnisch rumpelt hier nichts, Ascension to Apotheosis ist sauber abgemischt, sodass die musikalischen Details und vor allem die klare Leadgitarre nicht untergehen, sondern Track für Track genossen werden können. Das tut dem Album mehr als gut, weil man sich wirklich die Zeit nehmen sollte, die komplexen Songs mit der gebotenen Aufmerksamkeit anzuhören, um voll und ganz auf seine Kosten zu kommen. Dann ist dem Fan des eher technischen Black Metals das Dauergrinsen garantiert! Weiterlesen

Deathrow, 2006 ins Leben gerufen, ist das Ein-Mann-Projekt von Thorns, der unter anderem bei
Mit ihrem zweiten Album
Zugegeben, wenn es um Black Metal geht, stand Kuba bisher nicht im Zentrum meiner Aufmerksamkeit – und das ist bestenfalls die Untertreibung des Jahrhunderts, denn eigentlich kam dieses Eiland auf meiner Extreme-Metal-Landkarte gar nicht vor. Das ändert das Ein-Mann-Projekt Narbeleth mit seinem zweiten Album A Hatred Manifesto, das, kurz gesagt, alles mitbringt, was ein Black-Metal-Album haben sollte: Es ist roh, abgrundtief böse und schwärzer als die finsterste Nacht.
Ein bisschen skeptisch war ich ja schon: Eine Band namens The Committee präsentiert mir ein Debütalbum mit dem Titel Power through Unity mit einem Cover wie ein Propagandaplakat? Sofort projizierte mein Hirn Bilder aus dem Film V wie Vendetta, und als Skeptiker gegenüber jeder Form von Text ließ ich mich von dem Statement der Band auch herzlich wenig beeindrucken, man habe keinerlei politische Absichten, sondern wolle den Toten, die unter die Räder der Geschichte der Sieger geraten sind, eine Stimme geben. Gute Absichten in allen Ehren – was spricht die Musik? 


