Mass genital worship
The Sex Organs haben sich 2014 in Zürich gegründet und avancierten schnell zum Geheimtipp und zur Kultband im europäischen Garage Underground. Letztes Jahr ist das zweite Album We’re fucked – the ultimate Soundtrack to the downfall erschienen. Doch in dieser Rezension geht es noch einmal um das viel zu schnell vergriffene 2016 veröffentlichte Debütalbum Intergalactic sex tourists von der Schweizerin Jackie Brutsche und dem Niederländer Bone, das von Voodoo Rhythm Records frisch neu aufgelegt worden ist. Weiterlesen


Die „lauteste Band New Yorks“ hatte ich euch schon letztes Jahr mit der EP Hologram vorgestellt (Link), nun hat A Place To Bury Strangers, die Band um Gründer, Sänger und Gitarrist Oliver Ackermann, ihr sechstes Album See through you auf dem eigenen Label Dedstrange herausgebracht. Die weiteren Mitstreiter sind Drummerin Sandra Fedowitz und Bassist John Fedowitz von der Band Ceremony East Coast, der auch schon mit Ackermann zusammen bei Skywave gespielt hat. Das Probehören muss aus technischen Gründen leider ohne Röntgenbrille erfolgen.
Der Schweizer Musiker Beat Zeller hat bereits 1986 die Psychobilly-Garage-Blues-Trash-Punk-Band The Monsters gegründet und ist darüber hinaus sowohl als Wrestler als auch als Prediger durch die Welt gezogen. In seinen One-Man-Shows spielt er Primitive Rock ’n‘ Roll oder Blues Trash. Außerdem ist er der Kopf hinter dem Indie-Label Voodoo Rhythm Records, das für seine hochwertigen Veröffentlichungen im weiten Feld des Bereichs Rock ’n‘ Roll und Artverwandtem weltweit geschätzt wird.
Für viele ist der Donnerstag noch ein Arbeitstag, weshalb das Gelände um Theaterfabrik und Garage am Nachmittag um vier doch noch recht leer ist, als die Italiener Rox das 4. DMF eröffnen. Etwa vierzig Leute verlieren sich vor der Theaterfabrik-Bühne, doch Rox zocken ihren Energy-Electro-Rock unbeirrt und mit großen Gesten herunter und begeistern die wenigen Anwesenden durch die Bank. Teilweise geht’s musikalisch richtig schön zur Sache, Sänger Jonathan Brunati (alias Johnny Thyper) und Gitarrist Silvio Peluccio (alias John Rox) posen wie die Weltmeister, und vielerorts im Publikum wird bereits das Tanzbein geschwungen. Ein cooler Opener, der Lust auf mehr macht!
Zum vierten Mal findet dieses Jahr das Dark Munich Festival – kurz DMF – statt, an vier Tagen. Damit hat sich das Festival von den Jahren 2012 und 2013, in denen es jeweils eintägig war, und 2014, wo wir schon drei Tage am Stück feiern konnten, noch einmal ausgedehnt.