Eine neue Ebene der Graphic (Gothic) Novel
Ein namenloser Ich-Erzähler erhält einen Brief von seinem Kindheitsfreund Roderick Usher, der ihn um einen Besuch bittet. Doch bereits auf dem Weg zum Anwesen des alten Clans von Usher ergreift ihn ein Gefühl der Beklemmung und Betrübnis. Endlich angekommen, findet er seinen alten Freund in ähnlich schlechter Verfassung, wie das Gebäude um ihn herum; eine Erkrankung der Nerven, verursacht oder verschlimmert von einer ebenso mysteriösen Krankheit von Rodericks Schwester, Madeleine. Die letzten Mitglieder der Familie Usher siechen unter den düsteren, bröckelnden Hallen ihres Hauses dahin. Schließlich stirbt Madeleine und wird im Keller aufgebahrt, und Rodericks Zustand verschlechtert sich weiter. Er scheint selbst Angst vor dem Haus seiner Vorväter zu haben, sieht in der düsteren umgebenden Landschaft und in den Mauern selbst eine Beseeltheit, als wollte die Landschaft selbst die Familie Usher verschlucken …


Nach dem großartigen Live-Album Night of a thousand vampires (
Mit Passive haben JE T’AIME ein tolles Schwester-Album vorgelegt (
Aus dem italienischen Bologna stammt das 2015 gegründete Trio European Ghost. Für Texte und Gesang zeichnet sich Cristiano Biondo verantwortlich, Bassist Giuseppe Taibi programmiert außerdem die Drums und bedient ebenso zusätzlich den Synthiesizer wie Gitarrist Mario D’Anelli. Der Titel ihres neuen Albums No Peace, No Sleep, No Shelter ist von dem italienischen Dichter Emanuel Carnevali entlehnt, der den haluzinogenen Traum eines amerikanischen Einwanderers beschrieben hat. Bereits das Vorgängeralbum Collection of shadows hatte mich begeistert (
Die Bandgründung von Götterdämmerung reicht bis ins Jahr 1991 zurück, und das Debütalbum A body and birthmark erschien 1994 auf dem damals legendären Label Dion Fortune. Ihr nun mehr achtes Album Intensity zone ist nun zehn Jahre nach dem Vorgänger Urban Gothic erschienen. Natürlich gab es in der Zeit auch Veränderungen bei den in Berlin lebenden Niederländern. So hat Gitarrist Almar David den Gesang von Guido Van Nieuwpoort übernommen, Emilio Cordero Checa (auch bei Soma 101 tätig) ist als zweiter Gitarrist dazugestoßen, und Marc Bijl ergänzt die Band am Bass.
Golden Apes sind mittlerweile ein echtes Urgestein der deutschen Untergrund-Szene, hatten sie doch seit ihrer Gründung in Berlin 1998 in wechselnden Besetzungen ganze zwölf Alben aufgenommen, wenn ich richtig gezählt habe. Die Konstanten im Bandgefüge sind die Brüder und Gründungsmitglieder Peer Lebrecht (Gesang und Keyboard) und Christian Lebrecht (Bass). Die weiteren Mitglieder sind aktuell Gerrit Haasler (Gitarre), Frank Flenz (Gitarre) und Joe Tyburn (Schlagzeug), mit denen zusammen das neue Album From the sky bei Icy Cold Records herausgebracht worden ist. Der Bandname ist übrigens einem Wortspiel aus Also sprach Zarathustra von Friedrich Nietzsche entlehnt.
The Midnight Computers ist ein französisches Trio aus Lyon, auf das manch eine*r vielleicht schon durch die Zusammenarbeit mit Venim Carnim aufmerksam geworden ist. Die Band besteht aktuell aus Sänger Jonathan Cast, der gleichzeitig die Synthesizer bedient, Bassist Théo Chapuis und Alex, der die Drums programmiert. Gemeinsam haben sie das Spektrum von Cold Wave bis Post Punk erkundet, und das Resultat ist das zweite Album Romantic desaster, das bei Manic Depression Records erschienen ist.
Die 1976 gegründeten The Damned sind die erste Band der neuen Punk-Bewegung, die eine Single und mit Damned Damned Damned auch das erste Punk-Album veröffentlichten. Doch auch in der neu entstehenden Gothic-Szene machen sie sich schnell einen Namen. The Damned sitzen einfach zwischen den Stühlen, und das schon verdammt lange und verdammt gut.