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Eine neue Ebene der Graphic (Gothic) Novel

Ein namenloser Ich-Erzähler erhält einen Brief von seinem Kindheitsfreund Roderick Usher, der ihn um einen Besuch bittet. Doch bereits auf dem Weg zum Anwesen des alten Clans von Usher ergreift ihn ein Gefühl der Beklemmung und Betrübnis. Endlich angekommen, findet er seinen alten Freund in ähnlich schlechter Verfassung, wie das Gebäude um ihn herum; eine Erkrankung der Nerven, verursacht oder verschlimmert von einer ebenso mysteriösen Krankheit von Rodericks Schwester, Madeleine. Die letzten Mitglieder der Familie Usher siechen unter den düsteren, bröckelnden Hallen ihres Hauses dahin. Schließlich stirbt Madeleine und wird im Keller aufgebahrt, und Rodericks Zustand verschlechtert sich weiter. Er scheint selbst Angst vor dem Haus seiner Vorväter zu haben, sieht in der düsteren umgebenden Landschaft und in den Mauern selbst eine Beseeltheit, als wollte die Landschaft selbst die Familie Usher verschlucken …

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Black celebration

Das Feierwerk – genauer gesagt, der gemeinnützige Verein Feierwerk e. V. – feiert sein vierzigjähriges Bestehen mit einem zweitägigen Festival – und der Katzenclub ist dabei! Großartige Neuigkeiten waren das vor einiger Zeit, und es ist schön, dass diese verdiente und wichtige Kultureinrichtung, die den vielfältigsten Musikrichtungen und Aktivitäten Räume bietet, auch eine schwarze Veranstaltung bei den Feierlichkeiten dabeihaben möchte. Der Katzenclub ist ja bekannt für sein geschicktes Händchen bei der Bandauswahl – alte Helden, vielversprechende Newcomer, Insidertipps, immer hochklassig, immer spannend -, und auch diesmal sorgt das Line-up für ein bisschen Schnappatmung: The Devil & The Universe aus Österreich und Henric de la Cour aus Schweden werden die Kranhalle am zweiten Festivaltag beschallen. Pflichttermin fürs Gothenvolk und vielleicht die eine oder andere Neuentdeckung für die sonstigen Festivalbesucher*innen. Auf ins Getümmel! Weiterlesen

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cover-The-Damned-DARKADELICNach dem großartigen Live-Album Night of a thousand vampires (Link zur Review) haben The Damned die Pandemie-Zeit genutzt und an neuen Songs gearbeitet. Drummer Pinch hat die Band verlassen, für ihn ist Will Taylor neu eingestiegen. Weiter dabei sind Bassist Paul Gray, Keyboarder Monty Oxymoron und natürlich die Gründungsmitglieder von 1976 Gitarrist Captain Sensible sowie Sänger David Vanian. Nun wird das zwölfte und neue Werk Darkadelic der Welt präsentiert, das bei earMusic erschienen ist. Weiterlesen

In a Darkened Room – das sind  Sänger und Gitarrist CJ Duron, Kandi Keys (Synthesizer) und Svia Svenlana (Bass). Kürzlich haben sie ihr großartiges Debütalbum Sorrows veröffentlicht, das uns begeisterte (hier zur Review)! Ein guter Grund, mehr über das Trio aus Texas zu erfahren, das mit seiner Musik einen düster melancholischen und gitarrenbasierten Dark Wave-Sound erklingen lässt. CJ hat unsere Fragen beantwortet, und wir freuen  uns, dass wir euch In a Darkened Room als Band der Woche vorstellen können.  idr_01

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Zum Verlieben

JTM_AGRESSIVE_CD_COVERMit Passive haben JE T’AIME ein tolles Schwester-Album vorgelegt (Link zur Review), und nicht minder tolle Konzerte in Bolków bei der Castle-Party (Link zum Bericht) und unlängst in Augsburg beim Young & Cold-Festival lassen die Erwartungen steigen, denn mit Aggressive ist nun auch die zweite Hälfte dank der Zusammenarbeit mit Manic Depression Records und Icy Cold Records erschienen. Sie sind immer noch zu dritt mit Crazy Z. am Bass, Tall Bastard an der Gitarre und dBoy, der den Gesang beisteuert. Weiterlesen

Grenzen verschwimmen

COVER-ALBUM-Aus dem italienischen Bologna stammt das 2015 gegründete Trio European Ghost. Für Texte und Gesang zeichnet sich Cristiano Biondo verantwortlich, Bassist Giuseppe Taibi programmiert außerdem die Drums und bedient ebenso zusätzlich den Synthiesizer wie Gitarrist Mario D’Anelli. Der Titel ihres neuen Albums No Peace, No Sleep, No Shelter ist von dem italienischen Dichter Emanuel Carnevali entlehnt, der den haluzinogenen Traum eines amerikanischen Einwanderers beschrieben hat. Bereits das Vorgängeralbum Collection of shadows hatte mich begeistert (Link zur Review), um so mehr bin ich nun gespannt, wohin die Traumreise geht. Weiterlesen

Die Götterdämmerung naht

Gö-FrontcoverDie Bandgründung von Götterdämmerung reicht bis ins Jahr 1991 zurück, und das Debütalbum A body and birthmark erschien 1994 auf dem damals legendären Label Dion Fortune. Ihr nun mehr achtes Album Intensity zone ist nun zehn Jahre nach dem Vorgänger Urban Gothic erschienen. Natürlich gab es in der Zeit auch Veränderungen bei den in Berlin lebenden Niederländern. So hat Gitarrist Almar David den Gesang von Guido Van Nieuwpoort übernommen, Emilio Cordero Checa (auch bei Soma 101 tätig) ist als zweiter Gitarrist dazugestoßen, und Marc Bijl ergänzt die Band am Bass. Weiterlesen

Nicht im goldenen Käfig

Golden-ApesGolden Apes sind mittlerweile ein echtes Urgestein der deutschen Untergrund-Szene, hatten sie doch seit ihrer Gründung in Berlin 1998 in wechselnden Besetzungen ganze zwölf Alben aufgenommen, wenn ich richtig gezählt habe. Die Konstanten im Bandgefüge sind die Brüder und Gründungsmitglieder Peer Lebrecht (Gesang und Keyboard) und Christian Lebrecht (Bass). Die weiteren Mitglieder sind aktuell Gerrit Haasler (Gitarre), Frank Flenz (Gitarre) und Joe Tyburn (Schlagzeug), mit denen zusammen das neue Album From the sky bei Icy Cold Records herausgebracht worden ist. Der Bandname ist übrigens einem Wortspiel aus Also sprach Zarathustra von Friedrich Nietzsche entlehnt. Weiterlesen

Ein schwarzes Duracell-Häschen

FINAL_DIGITAL_COVER_TMC_RDThe Midnight Computers ist ein französisches Trio aus Lyon, auf das manch eine*r vielleicht schon durch die Zusammenarbeit mit Venim Carnim aufmerksam geworden ist. Die Band besteht aktuell aus Sänger Jonathan Cast, der gleichzeitig die Synthesizer bedient, Bassist Théo Chapuis und Alex, der die Drums programmiert. Gemeinsam haben sie das Spektrum von Cold Wave bis Post Punk erkundet, und das Resultat ist das zweite Album Romantic desaster, das bei Manic Depression Records erschienen ist. Weiterlesen

Hier steckt Herzblut drin

cover-The-Damned-A-Night-Of-A-Thousand-VampiresDie 1976 gegründeten The Damned sind die erste Band der neuen Punk-Bewegung, die eine Single und mit Damned Damned Damned auch das erste Punk-Album veröffentlichten. Doch auch in der neu entstehenden Gothic-Szene machen sie sich schnell einen Namen. The Damned sitzen einfach zwischen den Stühlen, und das schon verdammt lange und verdammt gut.
Und so säumt am 28.10.2019 eine große Menge die Straßen von London, denn wohl mehr als tausend Vampire wollen dabei sein, wenn The Damned zu A night of a thousand vampires ins Palladium Theatre einladen. Das Bild ist in bester Hammer-Horror-Tradition in schwarz-weiß gehalten, während eine historische schwarze Begräbnis-Pferdekutsche durch die nächtlichen Straßen von London rollt. Der Blumenschmuck formt den Schriftzug The Damned, und im Inneren kann man durch die Glasscheiben einen Sarg erkennen. Schließlich hält die Kutsche vor dem Palladium, und Voodoo-Anhänger tragen den Sarg auf die Bühne. Die Vampir-Meute folgt andächtig und gespannt und nimmt die Plätze ein, während Christopher Lee zum Gruß von der Leinwand im Hintergrund aus seine Fangzähne entblößt. Erst mit dem Beginn der eigentlichen Show wird das Bild farbig, um den Abend in seiner ganzen Pracht festzuhalten. Weiterlesen