Heilung spielen keine „Shows“. Sie vollziehen ein Ritual. Christopher Juul, Maria Franz, Kai Uwe Faust und ihr nordisches Kollektiv versetzen das Publikum mit Kehlkopfgesang, urzeitlichen Rhythmen, subtilen elektronischen Texturen, einer hypnotisierenden Lichtshow, einer Armee von Kriegern und Feuerstößen in Verzückung.
Gibt es einen besseren Ort auf der Welt, um ihr uraltes Ritual zu erleben, als das Red Rocks Amphitheatre? Der weltberühmte Veranstaltungsort – außerhalb von Denver, Colorado in den USA, eingebettet zwischen zwei riesigen Sandsteinen – war einst die Heimat indigener Stämme. Als Heilung im Oktober 2021 dort auftraten, würdigten sie diese Geschichte, indem sie die Eingeborenen zu dem Gebet einluden, mit dem alle ihre Rituale beginnen.


Es geschah im Jahre des Herrn 2014, als ein paar Jungs im finnischen Heinola scheinbar den Verlust eines wichtigen heiligen Buches bemerkten. Klar, dann kann man sich auch gleich der satanischen Musik hingeben und eine Band gründen, die folgerichtig Where’s My Bible? heißen soll. Nach der ersten EP The Beginning 2016 folgt 2018 das Debütalbum M’N’R (Mosh ‚N‘ Roll). Die Pandemiezeit hat die Band genutzt, um ihren Stil weiter zu verfeinern und präsentiert nun die neue konzeptuelle EP Circle, zu der es auch vier im Zusammenhang stehende Videos gibt.
Mit Dark Ambient hatte ich bislang nicht viel am Hut. Ab und an finde ich mal einen einzelnen Song ganz spannend, doch als Ganzes ist mir das Genre irgendwie zu langatmig. Doch als ich bei YouTube über das Konzert von Treha Sektori für CVLT Nation gestolpert bin, war ich irgendwie fasziniert und habe es komplett angeschaut und aufgesogen. Wahrscheinlich hat mir der visuelle Aspekt sehr dabei geholfen einen Zugang zu dieser speziellen Musik zu finden. Denn der Musiker Dan Sora performt allein in einem würfelförmigen Holzrahmen, der mit allerlei Knochen, Tierschädeln und Kräuterwerk geschmückt ist, der einsam mitten in einer tollen Landschaft steht, während langsam die Sonne untergeht (
Bitte, was für’n Ding? Ja, ein merkwürdiger Bandname und ein quasi unaussprechlicher Albumtitel weisen schon auf etwas Außergewöhnliches hin. HAXANDRAOK sind ein griechisch-polnisches Duo bestehend aus Saevus H. Aldra -Al-Melekh, der für Gesang, Beschwörungen und Gitarren zuständig ist und Marcello, der Schlagzeug und Percussion übernimmt. Für die Bassspuren hatten sie Unterstützung von Arkhus A. Die Lyrics zu “Lilith Unbound“ stammen von dem schwedischen Okkultisten und Autor Thomas Karlsson, den manche vielleicht noch als Texter der Band Therion kennen. Der Text von “Tower Sub Rosa“ wurde hingegen von Fredrik Eytzinger beigesteuert, der zwei schwedische Bücher über schwarze Magie ins Englische übersetzt hat. Das alles zusammen klingt schon reichlich obskur, und ich fürchte schon, mich mit dieser Rezension zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. 
